7 Tipps für die Albanien Reiseplanung

7 Tipps für die Albanien Reiseplanung

In unserem Urlaub in Kroatien im Jahr 2017 wurde Pauline auf Albanien aufmerksam und es entstand die Idee dieses Land zu bereisen. Wie immer vor einer Reise stellte ich mich der Aufgabe der Recherche und somit begann alles mit einer Albanien Reiseplanung. Ich suchte nach Infos zu diesem bislang fremden Land und allzu viel war nicht zu finden in den Weiten des Internets, obschon ich das Gefühl bekam, dass das Land neuerdings mehr Touristen uns Reisende anzieht.

Einen detaillierten Reisebericht zu unserem Urlaub in Kroatien findet man auch auf unserem Blog und hier noch einmal verlinkt.

Unsere Reisepläne wurden nach und nach immer konkreter und ich begann mit der detaillierten Planung unseres Roadtrips durch den Balkanstaat. Während der Reise an sich, habe ich auch wieder unsere Erlebnisse und Erfahrungen in einem Reisetagebuch festgehalten. Nach und nach berichte ich dir nun auf unserem Blog unter der Rubrik „Reiseberichte“ über unsere Tage in Albanien, sodass du dir einen ersten Eindruck über das Land verschaffen könnt.

Unseren umfangreichen Reisebericht zu unserer Tour durch Albanien haben wir auch hier auf unserem Blog veröffentlicht.

Doch was kommt vor dem Antritt der eigentlichen Reise? Richtig, die Planung. Um euch hier weiterzuhelfen, gebe ich dir in diesem Beitrag meine 7 Tipps, welche dir bei der Planung deiner Albanienreise weiterhelfen werden.

Utensilien für die Planung deiner Albanienreise
Utensilien für die Planung unserer Albanienreise

1. Sammle Informationen über Land und Leute als ersten Schritt deiner Albanien Reiseplanung

Für mich ist das meist der erste Schritt auf der To-Do-Liste. Denn bevor ich konkret mit der Planung beginnen kann, möchte ich herausfinden ob das gewählte Reiseziel auch zu meinen, beziehungsweise unseren, Vorstellungen passt. Ganz wichtig ist, dass du kein Profi oder Experte für das Reiseland werden sollst. Es geht mir um die Gewinnung eines ersten Eindrucks.

Meine erste Informationsquelle ist meist in der Tat der Wikipediabeitrag zum jeweiligen Land. Einmal auf Deutsch und auf Englisch gelesen und man hat einen ersten Eindruck bekommen. Im Falle von Albanien kamen mir außerdem einige Blogbeiträge zu Hilfe, da doch der ein oder andere Blogger bereits in Albanien war und darüber berichtet hat.

Ein weiteres Hilfsmittel ist der klassische Reiseführer, welcher heutzutage schon fast wieder oldschool ist. Für mich gehört der aber dennoch zu jeder Reise dazu. Schon als Kind habe ich diese Bücher gerne gelesen. Die Auswahl an Reiseliteratur zu Albanien ist Anfang 2018 wenig umfangreich gewesen. Fündig wurde ich dann beim Verlag Reise Know How, mit dem ich in der Vergangenheit bereits häufiger, zum Beispiel auf unserem Roadtrip durch den Südwesten der USA, gute Erfahrungen gesammelt habe.

Auch zu unserem Roadtrip durch den Südwesten der USA findet sich ein Reisebericht auf unserem Blog hier verlinkt.

Dieses Werk erschien immerhin schon in der 3. und kürzlich aktualisierten Auflage. Im Jahr 2019 zog nun auch der Michael Müller Verlag nach, sodass die Auswahl etwas größer wurde. Auch das ist ein Beweis, dass Albanien in Zukunft stärker bereist werden wird als bisher. Nach und nach wird auch die breite Masse der Gesellschaft das Land als Urlaubsziel für sich entdecken.

Nach diesen Schritten war mir das bis dahin fremde Land näher  gekommen und ich begann mit der eigentlichen Planung der Reise.

2. Finde die für dich beste Reisezeit

Klar, nicht immer hat man die freie Wahl über den Zeitpunkt seiner Reise. Termine, Freunde, Familie, potentielle Mitreisende und meist auch der Job bestimmen die Lage der kostbaren Urlaubstage im Kalender. Dennoch sollte man sich überlegen, zu welcher Jahreszeit man nach Albanien reisen möchte und das mit aufnehmen in die Albanien Reiseplanung.

Denn die Lage am Mittelmeer im südlichen Europa kann schnell den Eindruck eines dauerhaft warmen Reiselandes erwecken. Doch weit gefehlt. Ist es an der Küste meist noch recht mild, auch im Winter, sieht es im Landesinneren ganz anders aus. Dort liegt bis ins Frühjahr hinein Schnee und es kann auch sehr kalt sein. Generell lässt sich sagen, dass sich die Hochsaison auch in Albanien auf die Monate Juli und August verteilt. In diesen Monaten sind viele Touristen aus den Nachbarländern Albaniens im Land.

Am empfehlenswertesten sind wohl die Monate Mai und Juni, sowie September bis Mitte Oktober. Wir waren von Mitte bis Ende September im Land und hatten beinahe durchgängig sonnige und warme bis sehr warme Tage. Lediglich im Gebirge bei Pogradec wurde es stürmisch und kühler.

Spätsommer in Albanien bei Porto Palermo
Spätsommer in Albanien nahe Porto Palermo

3. Lass dich nicht verunsichern – Sicherheit in Albanien

Als wir unseren Freunden, Bekannten, Kollegen und Verwandten von unseren Plänen einer Reise durch Albanien erzählten, war das im Grunde immer mit ein Thema. Die Frage ob wir denn wirklich für eine Reise ein solches Risiko eingehen wöllten, kam eigentlich immer. Und zugegeben, der Ruf Albaniens, was die Sicherheit anbelangt könnte schlechter kaum sein. 

Doch das Lesen der Blogbeiträge im Netz und auch die Reisehinweise des Auswärtigen Amtes waren jetzt nicht gerade beunruhigend. Während unserer Reise sind uns die Albaner vor allem als nette und gastfreundliche Menschen begegnet. Wir fühlten uns nicht unsicher und sind sogar nach Einbruch der Dunkelheit noch in Tirana unterwegs gewesen. Dennoch wollen wir es nicht gut reden. Kleinkriminalität ist im Süden Europas weiter verbreitet als etwa in Deutschland. Man sollte ein wachsames Auge haben und nicht mit seinem „westlichen“ Reichtum prahlen.

4. Finde die passende Möglichkeit der Anreise

Um nach Albanien zu gelangen, stehen dir von Deutschland aus verschiedene Möglichkeiten der Anreise offen. Jede von ihnen hat seine Vor- und Nachteile und jeweils seinen eigenen Reiz. Vorab der Hinweis, eine Anreise per Zug ist leider nicht möglich, da es keine Verbindungen von Albanien in eines der Nachbarländer gibt und selbst der inneralbanische Bahnverkehr im Jahr 2015 stillgelegt wurde.

Anreise mit dem eigenen Auto

Man mag es kaum für möglich halten, aber wir haben einige Autos und Wohnmobile mit deutschem Kennzeichen auf Albaniens Straßen getroffen. Es gibt also doch einige, die sich mit dem eigenen Fahrzeug auf den weiten Weg machen. Theoretisch ist das auch alles möglich und Google Maps gibt für die Strecke Leipzig – Tirana eine reine Fahrzeit von ca. 20 Stunden an.

Nichts was, Pauline und ich nicht auch schon mit dem Auto zurückgelegt hätten. Doch hier gilt es durch verschiedene Länder zu fahren und so manchen Grenzübertritt einzuplanen, dazu kommen die zum Teil immer schlechter werdenden Straßenverhältnisse. Wir würden für die Anreise mit dem eigenen Auto round about 3 Reisetage einplanen. Nehmt hier auf jeden Fall eure Grüne Versicherungskarte mit und plant auch Mautkosten mit ein.

Anreise mit der Fähre

Eine Form der Anreise, die meist mit der Anreise mit dem eigenen Auto kombiniert wird. Und auch ich habe mich im Vorfeld darüber informiert, ob das denn für uns in Frage kommen könnte. So gibt es Fährverbindungen von Italien nach Albanien von den Städten Ancona, Triest und Bari aus mit dem Ziel Durres. Von Brindisi gibt es noch eine Verbindung nach Vlora.

Oder man macht aus der Anreise eine Art Mini-Kreuzfahrt und nimmt die Fähre von Venedig nach Igoumenitsa im Norden Griechenlands. Von dort kann man dann auf dem Landweg nach Albanien einreisen. Wir haben uns letzten Endes gegen diese Variante entschieden. Zum einen käme sie deutlich teurer, kostet wertvolle Urlaubszeit und wir wollten unserem Auto die Straßen in Albanien nicht zumuten. 

Propellermaschine von Austrian Airlines am Flughafen Leipzig
Die Anreise mit dem Flugzeug ist nur einer von vielen Möglichkeiten

Anreise mit dem Flugzeug nach Albanien

Wir entschieden uns letztlich also für die zeitsparende Anreise mit dem Flugzeug, da wir unsere zur Verfügung stehende Reisezeit ganz Albanien widmen wollten. Dadurch, dass es in Albanien nur in Tirana einen Flughafen gibt, wird die Suche nach passenden Flügen etwas erleichtert. Um den richtigen Flug zu finden habe ich wieder Tabellen erstellt und verschiedene Kombinationen aus Abflughäfen und Gabelflügen verglichen. Exemplarisch habe ich das im Fazit zu unserer Amerikareise gezeigt.

Mit welchen Kosten man auf 6 Wochen Roadtrip durch die USA rechnen kann, haben wir in diesem verlinkten Beitrag erläutert und vorgestellt.

Wir wählten letztlich Austrian Airlines als Fluggesellschaft. Auf dem Hinflug ging es von Leipzig nach Wien und von Wien nach Tirana. Auf dem Rückflug war ein Gabelflug deutlich günstiger, weshalb wir von Tirana nach Wien flogen und von dort weiter nach Berlin Tegel. Mit dem Flixbus war es dann nicht mehr weit bis nach Hause. Der Flug war nicht teuer und mit etwas suchen, findet man meist günstige Verbindungen nach Tirana.

5. Plane deine Route

Natürlich ist das Drauflosfahren immer Teil eines Roadtrips und für manche Reisende macht auch gerade das erst einen richtigen Roadtrip aus. Für uns ist es wichtig, dass wir vor Reiseantritt eine grobe Route im Kopf haben, die uns zu den Highlights und Sehenswürdigkeiten eines Landes führt, welche wir sehen und erkunden möchten. Dieses Grundgerüst passen wir dann im Laufe der Reise an, planen um, streichen weg und ergänzen. Je nachdem wie wir vor Ort dann entscheiden möchten.

Für Albanien erwies sich die Grobplanung der Route als kleine Herausforderung. Das Kartenmaterial auf Google Maps ist zwar von 2016, die Infrastruktur Albaniens verändert sich jedoch so rasant, dass es schon wieder veraltet ist. Zur Hilfe eilte mir die Albanien-Karte von Reise Know How und die Open Street Map Karten, welche wir auf unserem Tablet mit der App Osmand nutzten. Aus der Liste an Must Sees und dem Kartenmaterial entstand dann letzten Endes unser grobe Routenvorgabe.

Aufgrund der wohl schlechten Straßenzustände planten wir nur kleine Etappen und sollten dennoch viel Zeit im Auto verbringen. Wichtig für dich ist es daher, kurze Strecken einzuplanen und einen Zeitpuffer am Abend zu bedenken, da man nachts im Dunkeln das Fahren vermeiden sollte.

Unsere Route sah es vor, von Tirana nach Vlora zu fahren. Von dort in den Süden nach Saranda und dann ins Landesinnere nach Pogradec um Ohridsee. Weiter durch das Landesinnere ging es dann zurück nach Tirana. Wie wir dann tatsächlich gefahren sind, könnt ihr hier nachlesen.

Unterwegs auf einer albanischen Landstraße

6. Finde das passende Fortbewegungsmittel

Unser obiges Bild zeigt bereits, für welches Fortbewegungsmittel wir uns entschieden haben. Und in der Tat geht unsere Empfehlung auch dahin, sich einen Mietwagen zu nehmen und somit individuell das Land zu erkunden. Im ganzen Land gibt es Kleinbusse, die die Menschen von Ort zu Ort bringen. Diese folgen keinem aushängenden Fahrplan und die Busfahrer haben zum Teil einen sehr rasanten Fahrstil, der sich weder den Straßenverhältnissen noch dem Zustand der zum Teil sehr alten Busse anpasst. 

Nachdem wir per Flugzeug anreisen wollten, war schnell klar, dass es ein Mietwagen werden würde um flexibel unterwegs sein zu können. Gerade im Urlaub und auf Reisen ist uns diese Flexibilität sehr wichtig. Ich recherchierte über verschiedene Webseiten wie zum Beispiel billiger-mietwagen oder die Autovermietung des ADAC und buchte schließlich bei rentalcars.com die Kategorie Dacia Duster bei Europcar. Es gibt natürlich auch kleiner Fahrzeugkategorien zu einem dann günstigeren Preis.

Aber wir wussten noch nicht, was uns straßentechnisch erwarten würde und wollten kein Risiko eingehen. Somit wählten wir die Kategorie Duster, da dieser SUV über ausreichend Bodenfreiheit verfügen sollte. Alles in allem sind 90 Prozent der von uns befahrenen Strecken sicherlich auch mit einem Kleinwagen machbar, aber dann eben deutlich weniger entspannt und immer mit besorgtem Gedanken im Hinterkopf, ob denn das Auto nicht aufsetzen würde.

Unser Mietwagen in Albanien – Ein Dacia Duster

7- Wähle die für dich passenden Unterkünfte

Pauline und ich bevorzugen seit jeher im Grunde den Urlaub und das Reisen mit Zelt. Es vereint große Flexibilität, Unabhängigkeit mit dem Übernachten nahe der Natur und schont obendrein noch dir Reisekasse.

Doch nach ersten Recherchen meinerseits, entschieden wir uns gegen das Zelt, da wir einfach zu wenige schöne Stellplätze finden konnten und zudem die Apartments sehr günstig zu haben sind. Über Booking.com suchten wir uns passende Ferienwohnungen in den Städten, Vlora, Saranda, Pogradec und Tirana heraus und buchten diese noch vor Abflug. Für uns im Grunde gänzlich untypisch.

Unsere Erfahrungen damit waren komplett positiv. Die Unterkünfte waren alle sauber, zweckmäßig eingerichtet und bis auf die in Tirana mit einer traumhaften Aussicht gesegnet. Da es bereits Nebensaison war, wäre ein Buchen im Voraus nicht notwendig gewesen. Wir bekamen zum Teil auch kostenfreie Upgrades auf größere Apartments, da diese frei waren.

Gewöhnungsbedürftig sind nur die albanischen Badezimmer und Duschen. Es gibt keine wirklichen Duschwannen, sodass man das gesamte Bad während des Duschens flutet. Dank Wärme und Durchzug trocknet es ja auch schnell wieder. Dennoch ungewöhnlich.

Unsere Unterkünfte in Albanien:

Blick von unserm Balkon in Vlora

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