Projekt 16 Summits: Dollberg, höchster Berg im Saarland

Projekt 16 Summits: Dollberg, höchster Berg im Saarland

Im Jahr 2019 haben wir unser Projekt 16 Summits Deutschlands gestartet. Dabei wollen wir in jedem Bundesland den jeweils höchsten natürlichen Berg besteigen. Und das zu Fuß und ohne zu Schummeln. Im vergangenen Jahr konnten wir bereits den ein oder anderen Berg erklimmen und auch im Jahr 2020 waren wir sehr erfolgreich.

Mehr zu unserem Projekt der 16 Summits Deutschlands und unseren bereits erklommen Bergen erfahrt Ihr natürlich auch auf unserem Blog.

Auf unserem Roadtrip durch Deutschland wanderten wir zuerst auf die Wasserkuppe und im Anschluss auf die Zugspitze. Den Dollberg im Saarland und den Erbeskopf in Rheinland-Pfalz konnten wir sogar an einem einzigen Tag erklimmen. Zu Erbeskopf und Zugspitze gibt es jeweils schon einen Bericht auf unserem Blog, der Dollberg als höchster Berg im Saarland folgt nun.

Der Dollberg im Überblick

Höhe:695,4 Meter
Lage:Im Naturpark Saar-Hunsrück auf der nördlichen Grenze des Saarlandes zu Rheinland-Pfalz unweit von Neuhütten und Otzenhausen.
Erstbesteigung:Dazu haben wir leider keine Information
Empfohlene Jahreszeit:Ganzjährig begehbar, jedoch besonders schön im Spätsommer und Herbst
Homepage:Keine eigene Homepage
Interessante Fakten:– lange Zeit zusammen mit dem Schimmelkopf höchster Berg im Saarland (nach aktuellen Messungen ist der Dollberg nun 0,6 Meter höher)
– in der Nähe liegt der ca. 2,5 Kilometer lange keltische Ringwall von Otzenhausen

Generelles zum Dollberg, dem höchsten Berg im Saarland

Die höchste natürliche Erhebung im Saarland ist mittlerweile erwiesenermaßen der Dollberg. Mit seinen 695,4 Meter ist er offensichtlich ganze 0,6 Meter höher als der Schimmelkopf, welcher lange Zeit gemeinsam mit dem Dollberg als höchster Punkt im Saarland galt. Erst durch exaktere Messmethoden sowie dem Umstieg auf eine Angabe der Höhen mit Nachkommazahlen, landete der Dollberg an der Spitze, was ihn Teil unseres Projektes der 16 Summits der deutschen Bundesländer werden ließ.

Gipfelschild mit kleinem Holzkreuz am Dollberg
Gipfelschild mit kleinem Holzkreuz am Dollberg

Doch das ist nicht die einzige Besonderheit des Berges, denn er liegt ziemlich genau an der Grenze zum benachbarten Bundesland Rheinland-Pfalz im Naturpark Saar-Hunsrück und geht damit gerade so noch als höchster Berg im Saarland durch.

Rund um den Gipfel des Dollbergs findet man vor allem Wald
Rund um den Gipfel des Dollbergs findet man vor allem Wald

Der Gipfel an sich ist nicht sonderlich spektakulär. Hier eindeutig der Weg das Ziel, denn Wandern lässt es sich hier vorzüglich, beispielsweise auf der etwa 11 Kilometer langen Dollbergschleife. Auf dieser Route stößt man nicht nur auf den Gipfel des Dollbergs, sondern kommt auch am keltischen Ringwall von Otzenhausen vorbei und wandert lange Zeit entlang der Talsperre Nonnweiler.

Den gewaltigen steinernen Ringwall von Otzenhausen haben wir auf unserem Blog bereits näher vorgestellt. Ein Besuch des ehemaligen keltischen Oppidums ist definitiv zu empfehlen.

Viel Abwechslung also und ab und an auch ein schöner Blick auf die Landschaften des Naturparks Saar-Hunsrück. Denn auf dem Gipfel des Dollbergs selbst sieht man nicht viel. Dieser liegt in einem Mischwald und wird lediglich durch ein Schild und ein kleines Gipfelkreuz gekennzeichnet.

Wie kommt man zum Dollberg?

Anfahrt zum Dollberg und Wanderparkplätze

Im Grunde genommen ist der Dollberg mit dem PKW gut zu erreichen, doch ohne Laufen oder Radfahren wird es nichts mit der Besteigung des Gipfels. Ein Ausgangspunkt ist der Parkplatz am Keltenpark Otzenhausen.

Idealerweise nähert man sich Otzenhausen über die Autobahn A1, wenn man von Nordwesten beziehungsweise von Süden aus anreisen möchte. Von Osten kommend folgt man der Autobahn A62. Die Ausfahrt Otzenhausen bzw. Nonnweiler-Otzenhausen ist dabei zu wählen und über die Hochwaldstraße gelangt man zur Ringwallstraße. Dieser folgt man dann bis zum Keltenpark Otzenhausen und parkt dort linkerhands am Parkplatz. Von hier hat man außerdem Zugang zur Talsperre Nonnweiler und kann den Parkplatz auch als Ausgangspunkt für die Dollbergschleifenwanderung nutzen.

Alternativ kann man auch mit dem Bus anreisen. Dafür fährt man mit der Linie R200 bis zur Haltestelle Ringwall in Nonnweiler-Otzenhausen. Diese verkehrt täglich. An Werktagen kann man auch die Linie 629 nutzen.

Die Köhlerhütte mit Wanderparkplatz
Die Köhlerhütte mit Wanderparkplatz

Eine weitere Möglichkeit bietet der Wanderparkplatz an der Köhlerhütte in Neuhütten. Dafür fährt man die Straße am Keltenpark vorbei einfach noch weiter bis zum nächsten Ort. Dort biegt man gleich nach dem Ortseingang rechts ab in den Oberen Waldweg und folgt dann der zweiten Straße nach links (Brunnenstraße). Von dieser geht es steil nach rechts hoch und man steht auf dem Parkplatz der Köhlerhütte. Von dort kann man ebenfalls in Richtung Dollberg wandern.

Wandermöglichkeiten auf den Dollberg

Wandermöglichkeiten gibt es in dieser Region so einige. Vom kurzen Abstecher auf den Gipfel, sozusagen um diesen abzuhaken, bis hin zu Tagestouren oder gar Mehrtagestouren bietet die Region rund um den Naturpark Saar-Hunsrück so einiges.

Wanderweg zum Dollberg
Wanderweg zum Dollberg

Neben der Wanderung vom Dollberg gleich zum Erbeskopf, dem höchsten Berg in Rheinland-Pfalz, favorisieren wir vor allem zwei Wandermöglichkeiten, welche wir hier kurz benennen wollen.

Den Erbeskopf, höchster Berg in Rheinland-Pfalz, haben wir ebenfalls bereits auf unserem Blog vorgestellt.

Auf der einen Seite bietet der Berg an sich nicht sonderlich viele spektakuläre Ausblicke, auch wenn er sich gut bewandern lässt. Somit hat man durchaus die Möglichkeit auf direktem Wege hin und wieder zurück zu laufen. Dafür empfehlen wir den Start an der Köhlerhütte und nach einem kurzen, aber durchaus steilen, Anstieg geht es dann relativ eben auf einem Kamm entlang zum Gipfel. Den gleichen Weg dann wieder retour.

Spannender und schöner, wenn auch gleichzeitig deutlich länger, ist die Rundwanderung mit dem Namen Dollbergschleife. Über die Homepage des Saar-Hunsrück-Steigs sind wir auf diese Tour aufmerksam geworden.

Start der schönen Wanderung mit dem Namen Dollbergschleife
Start der schönen Wanderung mit dem Namen Dollbergschleife

Auf 11,2 Kilometern Strecke geht es von der Köhlerhütte aus zum Züscher Hammer, einem ehemaligen Eisenhüttenwerk aus dem 17. Jahrhundert. Von dort wandert man entlang der Talsperre Nonnweiler bis man zum keltischen Ringwall von Otzenhausen gelangt. Diesen passiert man und wandert nun entlang des Kamms bis zum Dollberg. Von dort ist es gar nicht mehr so weit bis man wieder am Ausgangspunkt, der Köhlerhütte, angelangt ist. Wir sind diese Route gegangen und können sie definitiv weiterempfehlen.

Unsere Wanderung auf den Dollberg, den höchsten Berg im Saarland

Wie schon beschrieben, haben wir uns für die längere Wanderung entschieden. Vom Wanderparkplatz an der Köhlerhütte sollte es für uns die Dollbergschleife werden, welche gegen Ende auch den Besuch des Dollbergs ermöglicht.

Zuerst folgten wir dem Weg durch den Wald, querten die Landstraße und stiegen hinab zum Züscher Hammer. Entlang des kleinen Bachlaufs ging es noch ein Stück auf einem schmalen Pfad durch den Wald ehe wir die Talsperre Nonnweiler erreichten.

Auf breiten Forstwegen folgten wir nun dem Uferverlauf und passierten dabei mehrere Schutzhütten und Picknickbänke. Nachdem wir an einer großen Kreuzung ankamen, verabschiedeten wir uns von der Talsperre und wanderten zum Kloppbrucher-Weiher. Auf der dortigen Halbinsel steht eine kleine Hütte und man könnte dort prima Mittag machen.

Wir jedoch gingen den Weg weiter zum Parkplatz des Keltenparks Otzenhausen. Anstatt dem Hunnenringweg zu folgen, kletterten wir hinauf auf den Mannfels und legten bei bester Aussicht eine kleine Pause ein.

Auf dem keltischen Ringwall von Otzenhausen
Auf dem keltischen Ringwall von Otzenhausen

Dann war es auch nicht mehr weit und wir erreichten den keltischen Ringwall. Durchquerten die waldige Fläche im Inneren des ehemaligen Oppidums und wanderten ein Stück entlang der besonders beeindruckenden Wallanlage im Norden.

Hier überquerten wir auch die Mauer aus aufgeschütteten Steinen und setzten unseren Weg entlang des Bergkamms fort. Nicht mehr weit war es nun bis zum Dollberg, unserem eigentlichen Ziel des Tages. Dort haben wir das Gipfelschild mit dem kleinen Holzkreuz fotografiert und sind im Anschluss wieder zur Köhlerhütte hinabgestiegen.

Auf dem Rückweg vom Dollberg zur Köhlerhütte
Auf dem Rückweg vom Dollberg zur Köhlerhütte

Diese Tour war insgesamt sehr abwechslungsreich, wenn auch sehr viele Waldstrecken dabei waren. Highlight ist natürlich der Ringwall, doch auch der Mannfels und der Züscher Hammer haben uns gut gefallen. Damit konnten wir einen weiteren Gipfel unseres Projektes der 16 Summits abhaken, ehe wir noch am gleichen Tag den Erbeskopf auf direktem Wege erklommen.

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