Projekt 16 Summits: Fichtelberg, höchster Berg in Sachsen

Projekt 16 Summits: Fichtelberg, höchster Berg in Sachsen

Wir ihr wisst, haben wir ja vor kurzer Zeit unser Projekt der 16 Summits Deutschlands gestartet. Wir wollen jeweils den höchsten Berg eines jeden deutschen Bundeslandes besteigen. Natürlich zu Fuß, Schummeln zählt hier nicht. Noch bevor wir unsere Idee für einen Blog in die Tat umgesetzt haben, hatten wir die geniale Idee, den Fichtelberg in Sachsen im Winter zu erklimmen.

Der Fichtelberg war somit der erste Gipfel im Jahr 2019, es folgten der Brocken im Sommer, der Feldberg sowie der Wurmberg. Und sogar den Kutschenberg in Brandenburg, sowie den Langenberg in Nordrhein-Westfalen konnten wir dieses Jahr bereits abhaken.

Wegweiser zum Fichtelberg im Winter
Wegweiser zum Fichtelberg – den Winterwanderweg wollten wir nehmen

Generelles zum Fichtelberg

Mit 1.214,79 Metern über dem Meeresspiegel ist der Fichtelberg (nicht zu verwechseln mit seinem Namensvetter im oberfränkischen Fichtelgebirge) der höchste Berg in Sachsen. Der circa 3,4 Kilometer entfernte Gipfel des Klinovec (zu deutsch Keilberg) ist knapp 30 Meter höher. Da dieser aber auf tschechischer Seite liegt, macht er dem Fichtelberg keine Konkurrenz. Zusammen bilden die beiden Berge ein Wintersportzentrum im Erzgebirge.

Eine weitere Besonderheit, beziehungsweise ein deutscher Rekord hängt auch eng mit dem Fichtelberg zusammen. Die Stadt Oberwiesenthal am Südhang des Berges ist Deutschlands höchstgelegene Stadt.

Schnee am Fichtelberg in Sachsen
Schnee am Fichtelberg im Winter

Wie komme ich auf den Fichtelberg

Möchte man den Fichtelberg erklimmen, beziehungsweise einfach auf den Gipfel kommen, so hat man die verschiedensten Möglichkeiten zur Auswahl. Im Winter mit Skiern gibt es die Sessellifte und für Fußgänger den Winterwanderweg. Die Fichtelberg-Schwebebahn führt von Oberwiesenthal mit ihren Gondeln direkt auf das Gipfelplateau, Sommer wie Winter.

Außerdem gibt es sogar die Möglichkeit mit dem Auto oder gar einem Reisebus nach oben zu gelangen. Für unser Projekt der 16 Summits Deutschlands zählt natürlich nur der Fußweg. Und auch hier hat man die Qual der Wahl, zumindest im Sommer. Der ganze Berg ist sehr gut von Wanderwegen erschlossen, diese alle aufzuführen würde den Rahmen sprengen. Der direkteste Weg beginnt jedoch in Oberwiesenthal nahe der Talstation der Schwebebahn.

Generell lässt sich sagen, dass die Wege sehr gut beschildert sind. Aufpassen muss man jedoch im Sommer bezüglich der Monsterroller (macht super viel Spaß) und der Mountainbiker. Im Winter muss man dann aufpassen vor den Ski- und Snowboardfahrern. Manche fahren durch die Wälder und man muss auf dem Winterwanderweg einmal die Skipiste kreuzen.

Verschneiter Wegweiser nach Oberwiesenthal auf dem Gipfel des Fichtelbergs in Sachsen
Verschneiter Wegweiser nahe des Gipfels

Unsere Winterwanderung auf den Fichtelberg in Sachsen

Da wir ja auf die geniale Idee gekommen sind, den Fichtelberg im tiefsten Winter zu besteigen, war alleine schon unsere Anfahrt von Leipzig aus ein kleines Abenteuer. Die Straßen war halbwegs geräumt und gestreut, aber die Parkplätze in Oberwiesenthal eine einzige Eisfläche.

Schon beim Loswandern schneite und nieselte es leicht, aber wir wollten das nun durchziehen, wenn wir schonmal angekommen waren. Entlang der Vierenstraße folgten wir den Schildern des Winterwanderwegs. Dieser Part war weniger angenehm, denn immer wieder kamen uns Autos entgegen. Hier sollte man über das Sportcenter abkürzen. Bald bogen wir nach links ab auf den Philosophenweg und hatten nun keinen Asphalt mehr unter den Füßen.

Pauline im Winter auf dem Fichtelberg
Pauline im Winter auf dem Fichtelberg

Schon bald kamen wir an die Stelle, an der wir die Skipiste kreuzen mussten. Hier war Vorsicht angesagt. Es war neblig, schneite leicht und die Piste war steiler als erwartet. Wir mussten uns richtig in den Schnee keilen um nicht abzurutschen. Als das geschafft war, folgten wir dem Weg bis zum Unterstand am Eckbauern, mussten unterwegs einmal wilden Skifahrern ausweichen, die lieber auf Wanderwegen anstelle der Skipiste fuhren. Von dort aus ging es dann gar hoch auf den Gipfel. Immer durch den Wald und auf dem Gipfelplateau wehte ein heftiger Wind. Es war kalt, windig, neblig und zudem schneite es. Alles in allem war es sehr ungemütlich. Wir blieben nicht lange auf dem Gipfel, sondern machten uns bald wieder an den Abstieg.

Auf dem Rückweg folgten wir den gelben Schildern des Fußweges nach Oberwiesenthal und kürzten diesmal über das Sportcenter ab, sodass wir nicht an der Straße entlanglaufen mussten.

Zurück am Auto begann es dann zu regnen, sodass wir froh waren loszufahren. Uns gefällt der Fichtelberg ganz gut und es war auch nicht unsere erste Wanderung auf den Gipfel. Dennoch ist hier eher der Weg das Ziel, denn die starke touristische Nutzung des Berges lässt sich nicht verheimlichen. Im Winter sollte man besseres Wetter abwarten, sodass man auch etwas von der Aussicht hat.

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