Projekt 16 Summits: Helpter Berg, höchster Berg in Mecklenburg-Vorpommern

Projekt 16 Summits: Helpter Berg, höchster Berg in Mecklenburg-Vorpommern

Im Jahr 2019 haben wir unser Projekt 16 Summits Deutschlands gestartet. Dabei wollen wir in jedem Bundesland den jeweils höchsten Berg besteigen. Und das zu Fuß und ohne zu Schummeln. Im vergangenen Jahr konnten wir bereits den ein oder anderen Berg erklimmen und auch im Jahr 2020 waren wir sehr erfolgreich. Auch wenn der Helpter Berg als höchster Berg in Mecklenburg-Vorpommern nicht der letzte Bericht zu diesem Projekt sein wird, so war er doch der letzte noch verbleibende Gipfel. Im September 2020 war es dann soweit und wanderten die kurze Strecke zum Gipfel des Helpter Berg, höchster Berg in Mecklenburg-Vorpommern, und schlossen somit unser Projekt der 16 Summits Deutschlands erfolgreich ab.

Blick über Acker auf den Helpter Berg, höchster Berg in Mecklenburg-Vorpommern
Rechts im Hintergrund im Wald liegt der Helpter Berg

Generelles zum Helpter Berg

Eigentlich gibt es den einen Helpter Berg so konkret gar nicht. Vielmehr liegt der höchste natürliche Punkt Mecklenburg-Vorpommerns in den sogenannten Helpter Bergen. Der Einfachheit halber bleiben wir jedoch beim Helpter Berg als Titel für diesen Gipfel.

Mit 179,2 Metern über dem Meeresspiegel handelt es sich hier nicht nur um den höchsten Berg in Mecklenburg-Vorpommern, sondern auch um eine der höchsten Erhebungen im sonst eher flachen Norddeutschland.

Unweit des Helpter Berg hat man schon einen guten Blick auf die Umgebung
Unweit des Helpter Berg hat man schon einen guten Blick auf die Umgebung

Benannt sind die Berge nach der nahen Ortschaft Helpt und unweit des Gipfels findet man auch den über 200 Meter hohen Fernmeldeturm Helpterberg, welcher der südöstlichste Funkturm des norddeutschen Bundeslandes ist.

Vielmehr gibt es zu dieser Gegend im Grunde nicht zu berichten. Der Gipfel an sich liegt mitten im Wald ist aber nett mit kleiner Schutzhütte, Gipfelkreuz und sogar einem Gipfelbuch ausgestattet. Das bieten nicht alle der niedrigen Berge des Projekts der 16 Summits Deutschlands. Wanderwege gibt es einige, jedoch eher weniger ausgeschildert und zum Teil durch Waldarbeiten in schlechtem Zustand. Der Weg hoch zum Gipfel ist jedoch gut begehbar, auch wenn er entlang eines Ackers führt.

Wie kommt man auf den Helpter Berg

Wandermöglichkeiten auf den Helpter Berg

Wie schon im vorherigen Abschnitt erwähnt, gibt es so viele Möglichkeiten nicht, auf den Helpter Berg zu wandern. In dieser Region von Mecklenburg-Vorpommern gibt es nicht allzu viele Wanderwege. Einige sind jedoch durchaus vorhanden aber in schlechtem und wenig gepflegtem Zustand. Die Besteigung des Gipfels ist jedoch dennoch eine schöne kurze Tour.

Im Grunde genommen gibt es zwei mögliche Ausgangspunkte für die erfolgreiche Besteigung des Helpter Berges. Einmal kann man von der Ortschaft Mildenitz im Osten des Berges aufsteigen oder den direkteren Weg von Westen aus wählen.

Von Mildenitz aus folgt man Flurwegen in Richtung Nordwesten bis man den Hünenstein Mildenitz erreicht. Von dort ist es dann nicht mehr weit bis zum Beginn des Waldes in dessen Mitte sich der Gipfel erhebt. Auf kleinen Feld- und Waldwegen nähert man sich dann dem eigentlichen Ziel der Wanderung.

Gipfelkreuz am Helpter Berg, darunter die Truhe des Gipfelbuchs
Gipfelkreuz am Helpter Berg, darunter die Truhe des Gipfelbuchs

Die kürzere Route jedoch beginnt im Westen des Helpter Berges unweit des Fernmeldeturms. An der Straße von Helpt nach Woldegk zweigt ein kleiner Pfad nach Osten ab und nachdem man eine Schranke passiert hat, wandert man für einige Zeit entlang eines Ackers bis man den Wald betritt. Hier hat man nun die Wahl. Entweder geht man weiter gerade aus und stößt so nach einem kurzen, aber steilen, Anstieg auf den Gipfel oder man biegt nach rechts ab und folgt einem breiten Waldweg. Dieser endet nach einigen Metern und ein Pfad windet sich hoch auf die Anhöhe. Dieser ist aktuell eher schlecht auszumachen aufgrund der Waldarbeiten.

Anfahrt zum Ausgangspunkt der Wanderung auf den Helpter Berg

Egal ob man von Mildenitz oder der Westseite aufsteigen möchte, die Anfahrt zum Helpter Berg ist wohl für die Meisten ein eher weiter Weg. Die Region rund um die Erhebung ist eher wenig besiedelt. Mildenitz erreicht man am besten über die Autobahn A20 und wählt entweder die Ausfahrt 34 (Strasburg Uckermark) oder die Ausfahrt 35 (Pasewalk-Nord). Von dort ist man dann entweder direkt auf der B104 oder erreicht diese in Strasburg (Uckermark). Dieser Bundesstraße folgt man dann bis Mildenitz.

Von Mildenitz kann man auch weiterfahren nach Woldegk und dort nach Norden in Richtung Helpt abbiegen. Ziemlich mittig zwischen den beiden Orten findet man erst den Abzweig zum Helpter Berg und etwas weiter eine Parkmöglichkeit auf der rechten Seite. Direkt an einer Übersichtstafel zur Region.

Eine erste Übersicht zur Region bekommt man direkt an der Parkmöglichkeit am Helpter Berg
Eine erste Übersicht zur Region bekommt man direkt an der Parkmöglichkeit

Alternativ verlässt man die A20 bereits an der Ausfahrt 33 und fährt über Holzendorf und Oertzenhof nach Helpt und von dort zur Parkmöglichkeit.

Unsere Wanderung auf den Helpter Berg in Mecklenburg-Vorpommern

An unserem Tag des Aufstiegs herrschte schlechtes Regenwetter und wir wollten keine allzu ausgedehnte Wanderung unternehmen. Daher stellen wir unser Auto an oben erwähnter Parkbucht ab und liefen die Asphaltstraße bergab bis zum Abzweig.

Wegweiser und Schranke zum Helpter Berg
Wegweiser und Schranke zum Helpter Berg

Dort passierten wir die Schranke sowie den Wegweiser zu den Helpter Bergen und wanderten entlang des Ackers in Richtung Wald. Den Funkturm hatten wir dabei meist direkt im Blick. Aufgrund des vielen Regens war es durchaus eine sumpfige Angelegenheit und wir sind froh gewesen, wasserdichte Wanderschuhe angezogen zu haben.

Im Wald bogen wir dann auf den breiten Weg nach rechts ab und folgten diesem bis er plötzlich endete.

Anfangs ist der Wanderweg zum Helpter Berg noch schön breit
Anfangs ist der Wanderweg zum Helpter Berg noch schön breit

Die Waldarbeiten haben diesem Weg wohl über zugesetzt. Wir mussten also ohne Weg weiter und stiegen die Anhöhe hinauf. Nach einigen Bögen durch den dichten und dunklen Wald gelangten wir wieder auf einen schmalen Pfad, welcher uns direkt zum Helpter Berg, dem höchsten Berg in Mecklenburg-Vorpommern, führte.

Ein kleiner Pfad durch den dichten Wald führte uns zum Gipfel des Helpter Berg
Ein kleiner Pfad durch den dichten Wald führte uns zum Gipfel des Helpter Berg

Dort angekommen trugen wir uns, im kleinen Unterstand vor Regen geschützt, in das Gipfelbuch ein und feierten für uns den Abschluss des Projekts der 16 Summits der deutschen Bundesländer. Aufgrund des nassen Klimas hielten wir uns nicht lange am Berg auf und wanderten den breiter werdenden Pfad hinab. Dieser führt steil nach unten und dann geht ein Stück eben durch den Wald, vorbei an einer alten Picknickbank, bis man wieder aus dem Wald tritt.

Überwucherte Picknickbank am Helpter Berg, höchster Berg in Mecklenburg-Vorpommern
An dieser Picknickbank hat wohl länger niemand mehr Rast gemacht.

Wieder wanderten wir entlang des Ackers zurück zur Straße und waren froh, als wir dem Regen entfliehen konnten und wieder im Auto saßen.

Alles in allem war die Besteigung des Helpter Bergs kein wirkliches Highlight. Die kurze Wanderung ist ganz nett und mit etwas Ausdehnung über den Hünenstein und Mildenitz lässt sich sicher auch eine Halbtagestour daraus machen. Gut gefallen hat uns aber der Gipfel mit dem Gipfelbuch, dass war durchaus etwas Besonderes. Wir wissen aber auch, dass wohl die Wenigsten hierherkommen, wenn sie nicht in der Nähe wohnen oder ebenfalls die jeweils höchsten Berge der Bundesländer bewandern wollen.

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