Reisetipp Albanien: Kepi i Rodonit

Reisetipp Albanien: Kepi i Rodonit

Während unseres Roadtrips durch das abenteuerliche und schöne Albanien waren wir schon beinahe am Ende unserer Reise angelangt. Saßen im Grunde schon auf gepackten Koffern in der Hauptstadt Tirana und beschlossen noch einmal ans Mittelmeer zu fahren. Die Hafenstadt Durres fiel uns zuerst ein, doch wir wollten mehr in die Natur und stießen auf Kepi i Rodonit im Norden von Durres und Tirana direkt an der Küste.

Die Mischung aus Kultur, Natur und den unzähligen Bunkeranlagen hat ihren eigenen Reiz auf uns ausgeübt und wir können daher einen Besuch weiterempfehlen. Vor allem die Ruine der alten Festung Skanderbegs am Meer sowie die Wanderung dorthin ist sehr zu empfehlen.

Die Ruine der Festung Skanderbegs am Kepi i Rodonit liegt direkt am Wasser
Die Ruine der Festung Skanderbegs am Kepi i Rodonit liegt direkt am Wasser

Soviel sei also schon einmal verraten. Mehr zu unserem Reisetipp für Albanien lest ihr nun im folgenden Beitrag.

Was gibt es Allgemeines zu Kepi i Rodonit zu sagen?

Die fast zehn Kilometer in das Mittelmeer ragende Landspitze Kepi i Rodonit wird auf Deutsch Kap Rodon genannt und von einigen auch als Skanderbeg-Kap betitelt. Skanderbeg ist so etwas wie der albanische Nationalheld, welcher einem immer wieder an den historischen Stätten des Landes begegnen kann. Die Bezeichnung des Kaps lässt sich zurückführen auf die illyrische Gottheit Redon, welcher vor allem von Wanderern und Seefahrern angepriesen wurde.

Blick auf die Festung Skanderbegs bzw. was von ihr noch übrig ist am Kepi i Rodonit
Blick auf die Festung Skanderbegs bzw. was von ihr noch übrig ist

Das Kap wartet im Grunde mit drei verschiedenen Sehenswürdigkeiten auf, sofern man zumindest eine davon wirklich so benennen will. Zum einen gibt es dort die Festung Skanderbegs zu sehen, von der heute noch die Ruinen direkt an der Adria erhalten sind. Zum anderen wäre da noch die Kirche des Heiligen Antonius mit den Ruinen des ehemalig zugehörigen Klosters. Und zu guter letzte die zahlreichen Bunkeranlagen am Strand und auf den Felsen der Landzunge. Für uns war der Strand an der Kirche daher einfach nur der Bunker Beach.

Wie kommt man zum Kepi i Rodonit und wo kann man parken?

Kepi i Rodonit oder auch zu deutsch Kap Rodon liegt direkt, wie könnte es für eine Landzunge auch anders sein, an der Mittelmeerküste Albaniens. Einige Kilometer nördlich von Durres und Tirana bietet es sich aufgrund der geringen Entfernung als Tagesziel durchaus an.

Von Tirana aus kommend folgt man der Schnellstraße SH2 in Richtung Durres bis zur Ausfahrt bei Komuna Maminas. Von Durres kommend fährt man auf der SH2 in Richtung Tirana bis zu ebenjener Ausfahrt. Dann folgt man der Landstraße Rruga Lalezit in Richtung Norden. Dabei durchquert man Dörfer und Orte wie Kamaras, Armath und Shkafane.

Auf albanischen Landstraßen unterwegs in Richtung Kepi i Rodonit.
Entlang albanischer Landstraßen fahren wir in Richtung Kepi i Rodonit

In Shkafane biegt man ab in Richtung Plazhi San Pietro, durchfährt den Ort und nun ist man im Grunde schon auf der Landzunge angekommen. Doch bis zum Ziel ist es noch Stück. Vorbei an Drac und einigen weiteren Dörfern schlängelt sich die noch asphaltierte Straße in Richtung Kepi i Rodonit. Folgt man dieser Straße nun, kann man das Ziel im Grunde nicht mehr verfehlen. Sobald man den Wald erreicht hat wird aus der asphaltierten Straße ein Schotterweg, welchem man bis zu einer Wiese folgt.

Schotterweg auf der Landzunge Kepi i Rodonit
Der Schotterweg zum Ziel auf der Landzunge Kepi i Rodonit

Dort kann man entweder schon parken oder noch weiter fahren und sein Fahrzeug näher am Bunker Beach und der Kirche des Heiligen Antonius abstellen. Die Wiese nahe der Kirche wird von vielen Reisenden und Touristen auch als Stellplatz für ihre Camper genutzt.

Die Wiese am Kepi i Rodonit wird von vielen Campern in Beschlag genommen
Die Wiese wird von vielen Campern in Beschlag genommen

Und in der Tat bietet dieser Stellplatz eine schöne Aussicht und für kurze Wanderungen mit grandiosen Blicken auf das Mittelmeer ist auch gesorgt.

Was kann man am Kepi i Rodonit unternehmen?

Wie schon erwähnt setzen sich die Attraktionen vor allem aus den vielen Bunkern in verschiedensten Größen, der Kirche des Heiligen Antonius sowie der Skanderbeg Festung zusammen. Je nach Saison sind wohl aber auch Liegestühle am Strand aufgestellt sowie eine Strandbar vorhanden. Als wir zum Ende des Sommers dort waren, war davon nichts mehr zu sehen.

Die Kirche des heiligen Antonius mit den Überresten des Klosters am Kepi i Rodonit
Die Kirche des heiligen Antonius mit den Überresten des Klosters

Starten kann man mit einem kurzen Spaziergang zur Kirche welche mit etwas Glück auch von innen besichtigt werden kann. Die Klosterruinen rings herum sind auch einen Blick wert. Im Allgemeinen haben sich die Mönche einen schönen Ort ausgesucht. So direkt am Strand und mit schöner Natur um das Kloster herum.

Dann sind es nur noch wenige Schritte bis man zu den vielen Bunkern am Strand angelangt. An dieser Seite des Kepi i Rodonit sind es die für Albanien so typischen runden Betonbunker, welche in die Erde und den Sand eingelassen wurden.

Die kleinen, für Albanien so typischen, Betonbunker im Sand am Kepi i Rodonit
Die kleinen, für Albanien so typischen, Betonbunker im Sand

Außerdem gibt es am Bunker Beach auch noch eine Art Tunnel im Fels in welchem wohl früher Schiffe versteckt wurden. Die Überreste sind heute betretbar jedoch, wie vieles in Albanien, sehr vermüllt und voller Schmierereien.

Einen guten Blick hat man auch von der Anlegestelle oder dem Pier, welcher ein wenig in die Adria hineinragt. Je nach Wetterlage kann es aber hier dann auch sehr windig werden.

Zum Abschluss empfehlen wir euch die Wanderung zur schmalsten Stelle sowie der Spitze des Kepi i Rodonit und damit zu Skanderbegs Festung. Dafür lauft ihr zurück in Richtung Stellplatz eures Autos und folgt dann dem Schild in Richtung Burgruine. Es geht bergauf und bergab. Vorbei an großen Bunkeranlagen, an kleinen Bunkern und welchen, die mit eisernen Stacheln versehen wurden.

Es gibt kleine, aber auch große Bunkeranlagen am Kap
Es gibt kleine, aber auch große Bunkeranlagen am Kap

Immer wieder bekommt man von den Steilklippen aus tolle Blicke die Küste entlang und nach kurzer Zeit sieht man auch schon die Ruinen der Burganlage.

Die kleine Ruine der ehemaligen Festung Skanderbegs am Kepi i Rodonit
Die kleine Ruine der ehemaligen Festung Skanderbegs

Es ist keine große Festung gewesen und somit sind die Ruinen auch schnell erkundet. Man kann sich auf den alten Mauern bewegen und die Aussicht genießen.

Blick entlang der felsigen Küste am Kepi i Rodonit
Blick entlang der felsigen Küste

Wer möchte kann nun noch bis zur Spitze des Kaps wandern und anschließend wieder zurück zum Ausgangspunkt gelangen. Ein Besuch unseres Reisetipps bietet also recht viel Abwechslung und so manche Gelegenheit für ein spektakuläres Foto an den Klippen.

Unser Besuch am Kepi i Rodonit in Albanien

Unseren detaillierten Reisebericht zu unserem Tag am Kepi i Rodonit mit dem Besuch des Bunker Beaches sowie der Festung Skanderbegs haben wir bereits oben im Artikel verlinkt. Wir wollen an dieser Stelle nicht noch einmal alles wiederholen, was wir dort schon berichtet haben. Stattdessen wollen wir die Gelegenheit nutzen und noch einmal betonen, dass uns unser Ausflug zum Kap sehr gut gefallen hat.

Christian auf den Mauern der alten Festungsruine Skanderbegs am Kepi i Rodonit
Christian auf den Mauern der alten Festungsruine Skanderbegs

Zum einen war es ein kleines Abenteuer entlang der Steilklippen zur Festung zu wandern und dort die alten Mauern zu beklettern. Zum anderen waren aber auch die vielen Bunker, welche auf der gesamten Landzunge verstreut sind, ein kurioses und skurriles Erlebnis. Zu den Bunkern hatten wir ja in den vergangenen Reisetagen schon einiges in den Ausstellungen Bunk Art 1 und 2 kennengelernt.

Wir können euch den Abstecher zum Kepi i Rodonit absolut weiterempfehlen, wenn ihr in der Gegend rund um Tirana oder Durres unterwegs seid. Die Anfahrt über die albanischen Landstraßen sowie der Schotterweg am Ende sind für uns auf jeden Fall die investierte Zeit wert. Für unseren letzten Tag konnten wir uns nichts besseres vorstellen und haben es nicht bereut, dieses Ziel einem Besuch von Durres vorzuziehen.

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