Roadtrip Baltikum Tag 14: Zurück nach Lettland

Roadtrip Baltikum Tag 14: Zurück nach Lettland

Wir verlassen Estland und fahren in den Süden

Es sollte unsere letzte Nacht in Estland sein auf dieser Reise durch das Baltikum. Wie gewohnt waren wir wieder sehr früh auf den Beinen, da die strahlende Sonne das kleine Zelt gehörig aufheizte. Frühstück gab es auf dem kleinen Holztisch vor der Campingküche. Wie schön sich das anfühlt, im Sonnenschein frühstücken zu können. Super Start in den Tag, auf jeden Fall. Der Wetterbericht meldete bestes Wetter für den Rest der Woche und das waren ja super Voraussetzungen für unsere Tour zurück nach Lettland.

Schnell waren unsere Sachen gepackt und im Kofferraum des Skoda Oktavia verstaut. Hörbuch hörend kamen wir gut voran und nach einiger Zeit passierten wir die Grenze. Zurück nach Lettland war damit geschafft und es sollte der letzte Grenzübertritt zwischen den drei baltischen Ländern gewesen sein.

Am Campingplatz Apalnkalns

Bereits im Vorfeld hatten wir uns informiert, welchen Campingplatz wir in der Region Cesis ansteuern wollten. Es sollte Camping Apalnkalns werden, da wir in vielen Blog- und Forenbeiträgen darauf aufmerksam gemacht wurden. Schonmal vorab, die Wahl war genau richtig und wir wurden nicht enttäuscht.

Blick auf Camping Apalnkalns
Blick von unserem Stellplatz auf den Eingangsbereich des Platzes

Und in der Tat, schmiegt sich der große Platz mit seinen vielen Stellplätzen und den Hütten sanft vom See aus den Hügel entlang hinauf. Das Gras schön angenehm grün und die Stellplätze ausreichend groß. Wir meldeten uns an der Rezeption an und wählten einen Platz für unser Zelt am kleinen Bach bei den Birken. Sogar mit Holztisch und Bänken versehen und somit bestens ausgestattet für Gäste wie uns, die ohne viel Campingausrüstung angereist waren. Wir waren also zurück in Lettland und gleich auf einem angenehm erscheinenden Zeltplatz.

Tunnelzelt am Camping Apalnkalns
Unser Tunnelzelt am Camping Apalnkalns

Beinahe eine Panne mit dem Skoda

Nachdem das Zelt stand und wir es eingerichtet hatten, aßen wir noch in der Sonne zu Mittag und fuhren dann los in Richtung Cesis. Den Nachmittag wollten wir für eine erste Erkundung des Gauja Nationalparks nutzen. Beginnen wollten wir mit Meza Mates Vastiba südlich von Cesis. Nur über Schotterpisten erreichbar, doch das hat ja in Estland auch immer gut geklappt. Doch es sollte diesmal anders kommen.

An einer Abzweigung waren wir uns unsicher bezüglich des richtigen Weges und hielten an um zu beratschlagen. Als wir wieder anfahren wollten, ertönte ein ziemlich lautes Schleifgeräusch von der Beifahrerseite her. Mist. Sind wir aufgesetzt, war unser erster Gedanke. Ausgestiegen und geprüft, aber nichts war zu erkennen. Auch im Motorraum nichts ungewöhnliches zu erkennen. Kaum zurück nach Lettland gekommen und dann sowas. Wir fühlten uns schon ein wenig an unsere Episode im Sand in den USA erinnert.

Wir wendeten also und quälten uns zurück auf eine Asphaltstraße, doch das laute Schleifgeräusch wollte nicht enden. Bewohner eines Dorfes blickten schon sorgenvoll in unsere Richtung. Wir stoppten erneut und recherchierten. Dank LTE-Empfang kein Thema und kamen darauf, dass sich kleine Steine zwischen Luftleitblech und Bremsscheibe verkeilen können.

Rad abnehmen sollte helfen, doch einen Wagenheber hatte unser Skoda scheinbar keinen. Den Mietwagenanbieter wollten wir aber auch nicht anrufen, denn das würde stundenlanges Warten zur Folge haben. Also beschlossen wir weiterzufahren und nahmen Fahrt auf. Wurden schneller und plötzlich machtes es plopp und das Schleifgeräusch war weg. Da hatte es den Stein wohl gelöst.

Weiter unterwegs im Gauja Nationalpark

Nun konnte unsere Erkundungstour des Gauja Nationalpark endlich weitergehen und wir stoppten in Cesis am Naturpfad bei Camping Zagarkalns. Dort schlenderten wir den kurzen Pfad am Fluss Gauja entlang, sahen eine Quelle und konnten die warmen Temperaturen im Schatten des Waldes gut genießen.

Pauline am Fluss Gauja
Entlang des Flusses Gauja

Einen kurzen Ortswechsel später wanderten wir einige Zeit durch ein Waldgebiet ehe wir wieder am Fluss Gauja herauskamen. Wir mussten einige umgestürzte Bäume überwinden und konnten dann die Aussicht von Erglu Klintis aus genießen. Die Burgruine von Cesis sollte eigentlich noch besucht werden, die hatte aber leider schon geschlossen. Es war, durch unsere kleine Panne, schon nach 17 Uhr.

umgestürzte Bäume im Gauja Nationalpark
Umgestürzte Bäume versperrten den Wanderweg

Also stoppten wir noch kurzerhand an einer SB-Waschbox und entfernten den vielen Staub von unserem Auto um nicht jedes Mal dreckig zu werden, wenn man den Kofferraum öffnen muss. Und das kommt beim Camping durchaus häufiger vor, ebenso wie das Auto oft als Ablage für allerlei Gegenstände herhalten muss.

Skoda Octavia in einer Waschbox
Unser Skoda wird vom Staub befreit

Gemütlicher Abend am Campingplatz

Zurück am Platz Apalnkalns hatte es noch immer an die 30 Grad Celsius und wir mussten im Schatten der Küche zu Abend essen, da man sonst wirklich zu sehr ins Schwitzen geriet. Immerhin gab es dort eine große Terrasse mit gutem Blick auf den See. Pauline hatte uns einen riesigen Berg Nudeln gekocht, das typische Campingessen sozusagen.

See am Apalnkalns
Entspannung mit Blick auf den See Raiskuma ezers

Abends, es ist ja lang genug hell zu dieser Jahreszeit, spazierten wir über den großen Campingplatz und saßen auf einem Steg im See Raiskuma ezers. Als es uns dann zu frisch wurde, mit den Füßen im Wasser, wechselten wir vor unser Zelt. Schrieben Tagebuch und spielten mit der rothaarigen Katze, die uns besuchen kam.

Katze am Camping Apalnkalns
Unser tierischer Besuch am Abend

Am heutigen Tag sind wir also zurück nach Lettland gekommen, haben einen tollen Campingplatz für uns entdeckt und nach einer kleinen beinahe Panne konnten wir uns auch einen ersten Eindruck vom Gauja Nationalpark verschaffen.

Gefahrene Kilometer: 281

Kosten Camping Apalnkalns: 16,00 € pro Nacht

Weiter geht es mit Tag 15.

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