Roadtrip Baltikum Tag 15: Wanderung zur Burg Turaida

Roadtrip Baltikum Tag 15: Wanderung zur Burg Turaida

Auf zum Wandern im Gauja Nationalpark

Mittlerweile sind wir es auf dieser Reise ja bereits gewohnt und auch heute waren wir wieder die Ersten auf dem Platz. Leise frühstückten wir vor unserem Zelt und zogen uns dann unser Wanderoutfit an. Heute sollte es erneut in den Gauja Nationalpark gehen, die Wanderung zur Burg Turaida wollten wir angehen.

Diese Burg ist eine der kulturellen Attraktionen des Nationalparks und liegt in der Nähe Siguldas weiter südlich. Die zweite größere Stadt neben Cesis innerhalb des Parks.

Blick auf die Burg Turaida im Gauja Nationalpark. Dieses Bild entstand während der Wanderung zur Burg Turaida.
Blick auf die rote Burg Turaida mitten im Wald

Wanderung zur Burg Turaida von den Ruinen Krimuldas aus

Wir parkten unseren Skoda Octavia am Parkplatz der Seilbahn Siguldas, nahe den Ruinen der Burg Krimulda. Bevor wir loswandern wollten, sollten diese Ruinen noch besucht werden. Doch viel zu sehen gab es hier nicht, dafür blitzte aber schon die rote Burg Turaida zwischen den vielen Bäumen hervor. 

Man könnte nun auch von hier aus mit dem Auto bis zum Parkplatz vor der Burganlage fahren, doch wir entschieden uns für eine Rundwanderung zur Burg und zurück zum Parkplatz der Seilbahn.

Durch den Wald ging es nun voran. Treppab und wieder treppauf. Mehrere Male. Die Wanderwege waren gut ausgebaut, anstrengend wurde es dann aber durch das viele Hoch und Runter doch noch. Glücklicherweise alles im Schatten der Bäume, denn es schien die Sonne und wurde mit fortschreitender Zeit immer heißer.

Über die Anhöhe Rata Kalns näherten wir uns unserem Ziel bis wir endlich den großen Parkplatz vor Turaida erreichten. Der dortige Shop, welcher auf Osmand noch eingezeichnet war, war leider mittlerweile geschlossen. Schade, denn dort wollten wir unseren Proviant aufstocken, vor allem Wasser hätten wir gut gebrauchen können. Mit 30 Grad Celsius war es wirklich sehr sehr heiß.

Im Burghof der Burg Turaida
Wir erkunden das Innere der Burg Turaida

Auf Burg Turaida mit grandioser Aussicht vom Burgturm

Ohne Ticket scheint man nicht auf das Burggelände zu gelangen, also warteten wir, bis eine große Reisegruppe ihre Eintrittskarten erhalten hatte und wir dann unsere erstehen konnten. Unser Weg führte uns dann direkt an dem großen Wehrturm vorbei ins Innere der Festung. Dort mussten wir unser Ticket erneut vorzeigen, denn scheinbar gibt es einige Wanderwege, welche beinahe direkt im Innenhof endeten. 

Die einzelnen Räume konnte man sich gut ansehen, vor allem im ehemaligen Gefängnis, besser Kerker, war es schön kühl. Eingesperrt sein will man in diesem Kellerloch dennoch lieber nicht und wir beendeten unsere Runde im Burghof und traten in den großen Wehrturm.

Von ganz oben hatte man hier einen traumhaften Blick auf die Umgebung. Auch, wenn bis auf Wald und Fluss so gut wie nichts zu sehen war. Auch im Inneren der Turmes war es angenehm kühl. Die sieben Meter dicken Steinmauern hielten die Hitze draußen und sorgen gleichzeitig für die ordentliche Stabilität des Turms.

Blick vom Wehrturm der Burg Turaida
Blick vom Wehrturm der Burg Turaida

Zurück zum Ausganspunkt

Im Anschluss machten wir uns auf die Suche nach dem in unserem Reiseführer beschriebenen „Fotografenhügel“. Irgendwo auf dem weitläufigen Gelände sollte er sein, doch wir wurden leider nicht fündig. Nirgendwo war die Sicht besser als auf dem dicken Wehrturm.

Also stiegen wir ins Tal hinab und machten uns auf den Rückweg entlang des Flusses Gauja, welchen wir ja auch gestern bereits besucht hatten.

Am Fluss Gauja unterhalb der Burg Turaida
Blick auf den Fluss Gauja

Nach einiger Zeit wandten wir uns vom Fluss ab und folgten nun den Wegen unterhalb des Hangs, auf welchem wir am Vormittag die Wanderung zur Burg Turaida bestritten haben. Es ging durch schön angelegte Parks und dank dem schönen Wetter waren auch einige Menschen dort unterwegs.

An der Gutmannshöhle machte sich das besonders bemerkbar, denn hier waren auch wieder die Busreisenden vertreten. Diese Höhle mit ihren vielen Kritzeleien an den Wänden ist ein weiterer Touristenhotspot der Region. Wir fanden die Burg deutlich interessanter.

Am Ende dann noch der steile Aufstieg über viele Treppenstufen hinauf zum Parkplatz, wo unser Mietwagen schon auf uns wartete.

Voller Kofferraum Skoda Octavia Limousine
Unser voller Kofferraum – und endlich Wasser

Erneute Suche nach dem „Fotografenhügel“

Nach 7,8 Kilometern und 3 Stunden und 5 Minuten war unsere Wanderung zur Burg Turaida und zurück beendet. Wir tranken endlich Wasser, da hatten wir dummerweise wirklich zu wenig dabeigehabt auf der Tour, und aßen einige Snacks. Das sollte dann auch unser Mittagessen gewesen sein, bei der Hitze hat man ja sowieso weniger Appetit.

Währenddessen las ich noch einmal in unserem Reiseführer nach und scheinbar hatten wir den Text falsch verstanden. Der „Fotografenhügel“ soll gegenüber der Burg sein. Wir machten uns erneut auf den Weg, parkten das Auto in der Nähe und liefen das kurze Stück zur vermeintlichen Stelle. Doch dort war nichts zu sehen. Nur Gebüsch und keinerlei Aussicht.

Nach einiger Recherche online fanden wir heraus, dass der Tipp mit dem Fotohotspot wohl schon seit langem ungeprüft im Reiseführer abgedruckt wurde. In einem Forum wurde bereits 2011 darüber diskutiert, dass der Ort nicht auffindbar sei. Schade, dass der Reiseführer hier nicht aktuell war, denn das hätte uns einige Sucherrei erspart.

Blick von der Küchenterrasse auf den Campingplatz Apalnkalns
Blick von der Küche auf Camping Apalnkalns

Abend am Zeltplatz

Zurück am Zeltplatz genossen wir den Nachmittag und Abend in der Sonne. Hielten unsere Füße vom Badesteg aus in den kühlen See, lasen Bücher oder dösten vor uns hin. Alles, was man eben auch auf einer Reise so macht, wenn es die Gelegenheit bietet.

Abends saßen wir auf der Veranda der Campingküche, blickten auf den Platz und die Hütten und aßen zu Abend.

Sonnenuntergang am Camping Apalnkalns
Sonnenuntergang am Camping Apalnkalns

Pünktlich zum Sonnenuntergang verschwanden wir dann auch in unserem Zelt, nicht ohne diesen vorher noch zu fotografieren.

Gefahrene Kilometer: 100

Kosten Camping Apalnkalns: 16,00 € pro Nacht

Weiter geht es mit Tag 16.

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