Roadtrip Baltikum Tag 5: Kaunas und Trakai

Roadtrip Baltikum Tag 5: Kaunas und Trakai

Wir verlassen Karkelbeck

Es war unsere letzte Nacht auf dem Campingplatz Karkelbeck nördlich von Klaipeda. Gleich nach dem Aufstehen verstauten wir unsere Isomatten und Schlafsäcke. Auch heute waren wir die Ersten die wach waren, sodass wir die Campingküche für uns allein hatten.

Während Pauli den Abwasch erledigte, baute ich unser Zelt ab und packte alles an Ausrüstung in den Kofferraum unseres Skoda Octavias. Heutiges Ziel sollte Kaunas und Trakai sein.

Kaunas in Litauen

Bei stark bewölktem Himmel sind wir losgefahren. Bei Klaipeda ging es auf die Autobahn. Eine Besonderheit im Baltikum, denn lediglich in Litauen gibt es eine solche Straße. Endlich mal schneller als 90 Km/h fahren und dennoch blieb der Skoda halbwegs sparsam. 5,6 Liter auf 100 Kilometer im Schnitt können sich durchaus sehen lassen.

Kaunas Schriftzug vor der Burg der Stadt
#Kaunas vor der Burg

In Kaunas hatte unser Tablet, welches wir mit der App Osmand zum Navigieren verwenden, GPS-Probleme. Immer wieder sprang unser Standort hin und her. Das hatte einige Umwege zur Folge, aber wir schafften es dennoch zu einem Parkplatz nahe der Altstadt. Da heute Sonntag war, konnten wir sogar kostenlos parken.

Kurzer Fotostopp am #Kaunas-Schriftzug ehe wir das Gelände rund um die Burg erkundeten und von dort in Richtung Altstadt schlenderten.

Burg Kaunas bei bewölktem Himmel
Burg in Kaunas

Wir sind durch die Gassen der noch verschlafenen Altstadt spaziert, waren am zentralen Platz der Altstadt und auch am alten Rathaus. Heute ist dort das Standesamt untergebracht und der Name des historischen Gebäudes lautet „Der weiße Schwan“.

Im Anschluss sind wir am Flussufer der Memel entlang gelaufen, da wir den breiten Fluss auf der Vytautas-Magnus-Brücke überqueren wollten. Auf der anderen Seite des Ufers, so der Plan, wollten wir mit der Standseilbahn zum Aleksotas Observation Deck fahren und von dort nochmal einen Blick auf die Altstadt erhalten. Bevor wir über den Strom gelangten, kamen wir noch an der Universität von Litauen vorbei und konnten das „grinsende“ Gebäude sehen.

Blick von der Vytautas-Magnus-Brücke auf das Ufer der Memel und die Universität

Auf der anderen Uferseite angekommen, steuerten wir das älteste Verkehrsmittel Litauens an. Die Standseilbahn hoch zum Aussichtspunkt. Doch leider war sie aufgrund von Reparaturen gesperrt und außer Betrieb. Schade, denn gerade für so alte Technik interessiere ich mich doch sehr.

Rote Standseilbahn in Kaunas, Litauen
Die Standseilbahn in Kaunas – Leider außer Betrieb

Also mussten wir die Treppen bergauf nehmen und nach einem kurzen und steilen Anstieg standen wir dann auch auf dem Observation Deck, an welchem ebenfalls gerade gebaut wurde.

Den Blick auf die Altstadt erhielten wir dennoch und konnten jetzt auch den Kontrast zwischen Altstadt und Plattenbauten im Hintergrund erkennen.

Blick auf die Altstadt von Kaunas
Blick auf die Altstadt von Kaunas

Zurück am Auto gab es für jeden einen kleinen Snack und dann steuerten wir einen Lidl an um noch einige Vorräte einzukaufen. Dort gab es verschiedene Kissen im Angebot und wir holten uns zwei davon. Etwas mehr Komfort im Schlafsack ist durchaus nett.

Für unser Mittagessen haben wir uns einen netten Platz im nahen Umland von Kaunas gesucht und auch gefunden. Einige Meter zu Fuß und wir konnten mit Blick auf den Fluss Memel bei Dovainanys essen.

Rastplatz bei Dovainonys
Unser Mittagsplatz bei Dovainanys

Die Wasserburg Trakai

Nach unserem Besuch der Stadt Kaunas war Trakai an der Reihe. Die Wasserburg ist eines der touristischen Highlights Litauens uns entsprechend gut besucht. Da es auch noch Sonntag war, haben wir uns auf das Schlimmste gefasst gemacht. Schon auf der Suche nach einem Parkplatz wurde versucht uns diese schon weit vor den offiziellen Parkplätzen in privaten Gärten anzubieten. Für deutlich höhere Preise natürlich.

Die Wasserburg bei Trakai
Wasserburg Trakai

Wir hatten wieder einmal Glück, denn heute war der Eintritt in die imposante Burg gratis. Dadurch sparten wir uns 12 Euro, konnten aber nicht herausfinden warum das so war. Der Burghof war auf jeden Fall voller Leute und im Kern der Burg mussten wir dann auch Schlange stehen um in die einzelnen Ausstellungsräume zu gelangen.

Im Innenhof der Burg von Trakai
Innenhof der Burg Trakai

Spannend war für uns vor allem die Lage und die Architektur der Burg. Die Ausstellungen zu Mittelalter und so weiter sind aber auch nettes Beiwerk. Wir sind dann noch einmal auf der kleinen Insel um die Burg herumgewandert ehe wir mit dem Auto weiter nach Vilnius fuhren.

Camping mitten im Wald nahe Vilnius

Ursprünglich wollten wir auf dem City Camping übernachten, doch dort angekommen war schnell klar, dass es hier für uns mit Zelt wenig gemütlich werden würde. Mit Wohnmobil sicherlich anders, aber für Zelter nur bedingt geeignet. Größter Vorteil ist sicherlich die zentrale Lage in Vilnius an der Messe.

Nach einem Blick in unsere Campingkarte der drei baltischen Länder steuerten wir Camping Harmonie im Süden der Hauptstadt an. Die letzten Kilometer ging es über eine üble Schotterpiste, welche offensichtlich momentan asphaltiert wurde.

Wir schafften es und in der Rezeption eine Blockhauses trafen wir auf den niederländischen Inhaber des Campingplatzes mitten im Wald. Endlich waren wir angekommen, nachdem wir Kaunas und Trakai besucht hatten.

Tunnelzelt auf Zeltplatz im Wald
Unser Zelt am Campingplatz Harmonie

Wir durften uns unseren Platz aussuchen und haben unser Zelt am Waldrand nahe einer überdachten Kochmöglichkeit aufgeschlagen. Neben dem Küchenpavillon gab es noch eine kleine Holzhütte mit Licht und Strom nebenan. Beides konnten wir mit nutzen. Wir checkten für 2 Nächte ein und nutzten auch gleich die Outdoorküche für unser Abendessen. Interessant ist aber auch, dass wir hier mitten im Wald 4G-Netzt hatten. Wo findet man das in Deutschland schon.

Gefahrene Kilometer: 395

Kosten Camping Harmonie: 15,00 € pro Nacht

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