Roadtrip Baltikum Tag 7: Von Litauen nach Estland

Roadtrip Baltikum Tag 7: Von Litauen nach Estland

Wie schon gestern angekündigt, sollte uns heute sehr regnerisches Wetter bevorstehen, sodass wir beschlossen haben, die Region um Vilnius zu verlassen und von Litauen nach Estland zu fahren. Über 700 Kilometer standen uns demnach bevor und bis auf ein kurzes Stück in Litauen, alles ohne Autobahn. Das würde ein langer Tag im Auto werden, aber auf der anderen Seite bestand die Hoffnung auf besseres Wetter im Norden Estlands.

Wald am Campingplatz Harmonie in Litauen
Der Weg von den Sanitäranlagen zu unserem Zeltplatz auf dem Campingplatz Harmonie

Bye Bye Litauen

Schon um sechs Uhr sind wir aufgestanden und haben, vor dem Regen geschützt, unter dem Holzpavillon gefrühstückt. Dann wieder unsere bewährte Arbeitsteilung. Pauline packt das Auto voll und ich baue das Zelt ab. Gerade noch rechtzeitig, denn kaum war ich damit fertig, setzte der Regen so richtig ein.

Schnell verließen wir den Campingplatz Harmonie und umfuhren Vilnius, die Hauptstadt Litauens. Bis zur Stadt Panevezys konnten wir die Autobahn nutzen und kamen dabei ziemlich gut und zügig voran. In diesem Ort hielten wir kurz bei Lidl, denn diese Discounter-Kette gibt es bislang nur in Litauen.

Auf dem Parkplatz wurden wir von einem seltsamen Mann angesprochen, der energisch auf uns einredete. Wir verstanden ihn nicht und erst ein lautes und deutliches Nein wies ihn zurück. Eine merkwürdige Begegnung. Bisher waren die Menschen alle sehr nett, wenn wir mit ihnen in Kontakt kamen.

Transit durch Lettland

Und dann war es auch nicht mehr allzu weit bis zu Grenze nach Lettland. Die dortige Hauptstadt Riga umfuhren wir ebenfalls und landeten damit auf der Küstenstraße nach Norden in Richtung Pärnu. Unser Transit durch Lettland war relativ schnell abgeschlossen und schon bald überquerten wir die Grenze zu Estland.

Von Litauen nach Estland – Endlich im Zielland angekommen

Endlich waren wir im dritten Land des Baltikums, Estland, angekommen. Wir wurden mit nachlassendem Regen begrüßt und nutzten dies für eine Rast unweit der Grenze. Auf unserer Strecke von Litauen nach Estland legten wir natürlich auch immer wieder Pausen ein. Besonders war der kleine Rastplatz mit Circle K Tankstelle jedoch schon, denn man durfte nur 30 Minuten parken, aber das exzellente Wifi nutzen, welches wir gleich verwendeten um Hörbücher auf Spotify zu downloaden.

Parkplatzschild an einem Rastplatz in Estland
30 Minuten Parkzeit und Wifi-Zugang an einem Rastplatz in Estland

Angeblich verfügen 95 Prozent aller bebauten Gegenden Estlands über freies WLAN. Nach kurzem Mittagsimbiss im Nieselregen fuhren wir an Pärnu vorbei und dann weiter quer durch Estland auf der A5.

In Türi vertraten wir uns noch einmal die Beine und besuchten einen Discounter, welcher stark an Norma erinnerte. Hat uns wenig angesprochen und wir setzten unsere Fahrt fort. Und so langsam aber sicher wurden wir müde und die vielen Stunden im Auto strengten uns an, doch dann, endlich erreichten wir unser Ziel. Den Campingplatz Mereoja ganz im Norden Estlands.

Am Campingplatz Mereoja im Norden Estlands

Wir registrierten uns an der Rezeption und wählten den Zeltplatz direkt neben dem Kinderspielplatz. Glücklicherweise setzte eine Regenpause ein und wir konnten unser Zelt aufbauen ohne selbst nass zu werden.

Zelt am Campingplatz Mereoja in Estlands Norden
Unser Zeltplatz im Norden Estlands

Nachdem Pauline unser Zelt dann auch eingeräumt hatte mit Isomatten und Schlafsack, zogen wir uns in die großzügige Campingküche zurück. Wir waren wieder einmal die Einzigen mit Zelt sodass wir den Raum für uns alleine hatten. Die Küche war sauber und top ausgestattet. Kein Vergleich mit der Küche auf Karkelbeck.

Selbst die Sanitäranlagen waren groß, top in Schuss und gut ausgestattet. Man merkt dem Platz an, dass er vor nicht allzu langer Zeit eröffnet wurde. Hoffen wir, dass das Angebot auch in Zukunft so bleibt. Den Abend ließen wir in der Campingküche ausklingen, schrieben Tagebuch und nutzten das freie WLAN des Campingplatzes.

Gefahrene Kilometer: 725

Kosten Camping Mereoja: 15,00 € pro Nacht

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