Roadtrip Baltikum Tag 8: Free Walking Tour Tallinn

Roadtrip Baltikum Tag 8: Free Walking Tour Tallinn

Aufgrund der Wettervorhersage für heute, haben wir unseren Plan geändert und wollten nun zur Free Walking Tour Tallinn. Die Nacht über hat es stark geregnet, aber unser neues Zelt hielt dicht und wir blieben trocken. Es hat den ersten Härtetest also bestens überstanden. Um halb sieben schwächte der Regen etwas ab und wir konnten mit unseren Sachen in die Campingküche zum Frühstück.

Campingküche am Campingplatz Mereoja
Campingküche am Campingplatz Mereoja

Auf nach Tallinn

Wieder mal waren wir als erstes auf den Beinen und konnten pünktlich um acht Uhr aufbrechen. Anfangs regnete es noch immer, doch ab Höhe Rakvere wurde es besser. Während wir unser Hörbuch, zunächst versehentlich im Shuffle-Modus, im Auto hörten, fuhren wir weiter nach Tallinn und parkten dort im Parkhaus des Einkaufszentrum Solaris. 

Wir beeilten uns, denn um 10 Uhr sollte die Free Walking Tour Tallinn an der Touristinfo der Altstadt starten. Und die wollten wir auf keinen Fall verpassen.

Kirche in der Altstadt von Tallinn
Kirche in der Altstadt Tallinns

Free Walking Tour Tallinn

Gerade noch rechtzeitig trafen wir ein und kurz darauf begann auch schon die Stadtführung mit unserer Führerin Maria. Eine junge Estin, welche ausführlich auf die verschiedensten Fragen antwortete und somit das Leben einer jungen Frau aus Estland verständlich machte. Die vielen, zum Teil auch privaten Fragen, beantwortete sie außerdem in einem vorzüglichen Englisch.

Orthodoxe Kirche auf dem Domberg in Tallinn
Die orthodoxe Kirche gegenüber des Parlaments in Tallinn

Sie führte uns zuerst auf den Domberg und erläuterte uns die Geschichte des Parlaments gegenüber der orthodoxen Kirche. Nach einem kurzen Abstecher in den Garten des Parlamentskomplexes, brachte Maria uns an einen Aussichtspunkt, von wo aus man einen traumhaften Blick auf die Altstadt Tallinns hatte. Auffallend sind vor allem die vielen Wehrtürme des Stadtkerns.

Blick auf die Altstadt Tallinns mit ihren vielen Wehrtürmen.
Blick auf die Altstadt Tallinns mit ihren vielen Wehrtürmen

Auch das Gewirr aus Gassen, Plätzen und alten Häusern der Hansekaufleute, konnte sie uns auf unserem Rundgang durch die Stadt näher bringen. Insgesamt ähnelte die Altstadt mehr einer deutschen Stadt, was sicherlich durch die lange Zeit der Hanse verursacht wurde. Vilnius hat Pauline besser gefallen, ich jedoch empfand Tallinn als die schönere Stadt. Vor allem die Stadtmauer mit ihren Türmen hat mir sehr zugesagt.

Abschied von Tallinn

Die Free Walking Tour Tallinn endete am Marktplatz und somit sehr zentral innerhalb der Altstadt. Bei einem der kleinen Rimi Express organisierten wir uns einen Mittagssnack und schlenderten anschließend noch ein wenig durch engen Gassen und vorbei an den, zum Teil schon restaurierten, Häusern der ehemaligen Hansekaufleute.

Nachdem wir noch Postkarten einkauften, kehrten wir zurück zum Auto und hier waren wir erstmal schockiert. Wir gingen davon aus, für 2 Euro die Stunde zu parken, doch weit gefehlt. Für die knappen 5 Stunden Aufenthalt mussten wir 20 Euro bezahlen. Da hätte sich die Suche nach einem kostenlosen Parkplatz rentiert, aber die Zeit hatten wir ja auch gar nicht, sonst hätten wir die Free Walking Tour verpasst.

Rapsfeld im Lahemaa Nationalpark in Estland
Rapsfeld im Lahemaa Nationalpark

Zwischenstopp im Lahemaa Nationalpark

Auf dem Rückweg zu unserem Campingplatz Mereoja, hielten wir noch in Palmse an. Dieser Ort beheimatet das Besucherzentrum des Lahemaa Nationalparks, für welchen wir uns dort mit Infomaterial eindeckten.

Wanderschild Käsmu väike ring im Lahemaa Nationalpark
Wanderschild im Lahemaa Nationalpark

Auf einer Übersichtskarte machten wir eine Wanderung aus und beschlossen kurzerhand, diese noch abzulaufen. In Käsmu parkten wir auf dem Wanderparkplatz und liefen dann am Meer entlang und durch den Wald zurück. Unser erster Eindruck des Nationalparks, welchen wir dabei erhielten, war positiv und so freuten wir uns schon sehr auf den nächsten Tag, welchen wir ganz dem Laheema Nationalpark widmen wollten.

Felshaufen im Lahemaa Nationalpark
Haufen aus Stein im Lahemaa Nationalpark

Nachdem wir wieder zurück waren am Wanderparkplatz sind wir noch auf eine interessante Gulaschkanone gestoßen, die einsam und verlassen in einem der großzügigen Gärten herumstand.

Gulaschkanone
Alte Gulaschkanone im Lahemaa Nationalpark

Zurück zum Campingplatz

Als wir wieder am Campingplatz ankamen, war hier auf einmal die Hölle los. Die Beschaulichkeit von heute morgen war schlagartig vorbei. Neue Wohnmobile, aber vor allem eine zeltende Schulklasse sorgten für einiges an Action. Wir nahmen erneut die Küche in Beschlag und kochten uns dort unser Abendessen. Währenddessen konnten wir zusehen, wie sich die Schulkinder ihre Pizzen in den Öfen zubereiteten.

Zum Abschluss des Tages stiegen wir die Treppen hinab zum Strand, wo wir den einsetzenden Sonnenuntergang genießen konnten, auch wenn die estnische Schulklasse ebenfalls vor Ort war.

Gefahrene Kilometer: 323

Kosten Camping Mereoja: 15,00 € pro Nacht

Weiter geht es mit dem Reisebericht und Tag 9.

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