Roadtrip USA – Tag 21: Auf zum Big Bend

Roadtrip USA – Tag 21: Auf zum Big Bend

Unsere Suche nach Wanderschuhen

Auf zum Big Bend National Park. Das war für heute das Motto unseres Reisetages. Doch der Reihe nach. Heute morgen habe ich meine Mails gecheckt, während ich das Wasser für den Tee auf unserem Trangia zum Kochen brachte. Dank dem WiFi des KOA Kampground war das gut möglich. Ich hatte eine Antwort von Big Bend Resort and Adventures bekommen, dass die Tentsites noch frei sind und wir gerne kommen können.

Leider mussten wir auf eine Unterkunft außerhalb des Parks ausweichen, da die Campgrounds im Big Bend National Park alle belegt waren. Die wenigen Plätze auf first come first serve Basis würden wir aufgrund der weiten Distanz bis zum Park nicht erhalten können.

Doch bevor wir uns ins Auto setzen, zeigen wir noch unseren Frühstückstisch mit dem Zelt im Hintergrund. Denn als alles eingepackt war hieß es auf zum Big Bend.

Frühstückstisch am KOA in Alamogordo. Im Hintergrund das grüne Tunnelzelt.
Frühstückstisch am KOA in Alamogordo

Nachdem die Morgenroutine erledigt war ging es los nach El Paso, wo wir auch sehr zügig angekommen sind. Die Speedlimits in New Mexico und Texas sind ja relativ großzügig, sodass es die meiste Zeit mit bis zu 120 km/h voran ging.

In El Paso haben wir es nochmal bei Big 5 Sporting Goods versucht und nach Wanderschuhen geschaut, gab aber wieder nichts. Wir haben aber weiter gesucht und dank eines Free Wifis noch weitere Adressen bekommen können. Eine davon war Dick’s Sporting Goods in einer Shopping Mall. Dort wurden wir auch fündig und Pauline konnte sich neue Wanderschuhe kaufen, sodass wir wieder Wandern können.

Auf zum Big Bend – weiter Richtung Süden und entlang des Rio Grande

Die Suchaktion hat natürlich Zeit gekostet und so haben wir uns beeilt weiter zu kommen. In Van Horn haben wir nochmal getankt und sind dann auf der US90 nach Marfa gefahren. Unterwegs sind wir noch an einem Pradashop (oder Kunstwerk) vorbeigefahren, haben aber nicht angehalten.

Bei Marfa sind wir auf die US67 gewechselt und kurz vor Shafter wurde es dann auch landschaftlich endlich spannend.

Die 170 ab Presidio war dann das absolute Highlight, auch wenn man aufgrund der kurvigen Strecke nur langsam vorankam. Der Highway entlang des Rio Grande bietet tolle Ausblicke und eine abwechslungsreiche Landschaft. Nur vom Fluss selbst haben wir uns mehr erhofft, so „grande“ war der gar nicht. Nach Mexico hätten wir einfach rüber spazieren können.

Das Betreten oder gar Überqueren des Flusses sollte man tatsächlich tunlichst unterlassen. Denn es wäre eine illegale Einreise nach Mexico und wenn man dann zurück zu seinem Auto will, reist man illegal in den USA ein. Man handelt sich auf jeden Fall eine große Menge Ärger ein. An einem Parkplatz trafen wir ein Pärchen, die durch die USA touren mit ihrem alten Chevrolet Kombi. Mit so einem alten Auto hat ein Roadtrip auch wieder eine ganze Menge Stil. Nur sollte eine Klimaanlage vorhanden sein, denn es war drückend heiß. Unser Bordcomputer zeigte eine Außentemperatur von 100 Grad Fahrenheit an, was in etwa 37,7 °C entspricht. 

100 Grad Fahrenheit Außentemperatur – ganz schön heiß

Am Campground in Terlingua

Nach einem weiteren Kontrollpunkt der Border Patrol, mittlerweile müssen die schon ein Bewegungsprofil von uns haben, kamen wir in Terlingua an.
Die Reservierung bei Big Bend Adventures and Resort für die Tentsite hätte ich auch sein lassen können, denn wir waren die einzigen Zelter. Mal wieder.

Der Platz war günstig, aber auch hässlich. Er war eben nur eine Zeltmöglichkeit, nichts weiter sonst. Kein Vergleich zu den schönen Plätzen in den National Parks. Immerhin gab es WLAN, wenn auch nur mit schwachem Signal.

Nachdem das Zelt aufgebaut war haben wir noch das Abendessen auf der einzigen, klapprigen Bank gekocht und gehofft, dass diese nicht einstürzt. Heute gab es Nudeln mit Rindfleisch, Pilzen und Mischgemüse, also nicht mehr so einfallslos wie zu Beginn.

Sogar nach Einbruch der Dunkelheit hat es über 20 Grad Celsius und wir können im T-Shirt draußen sitzen und die Hasen beobachten, die sich hier am Platz tummeln und hoffentlich unsere Zeltschnüre in Ruhe lassen werden.

Gefahrene Meilen: 414 (ca. 666 Kilometer)
Kosten für den Campground: 16,00$

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