Roadtrip USA – Tag 3: Death Valley National Park

Roadtrip USA – Tag 3: Death Valley National Park

Es ist Anfang März und dementsprechend früh wurde es auch dunkel, sodass wir gestern schon um 21:00 Uhr ins Zelt verschwanden und uns schlafen legten. Gut, wir waren auch etwas müde aufgrund der Anreise und der vielen neuen Eindrücke. Doch heute sollte es dann losgehen mit unseren Erlebnissen im Death Valley National Park.

Doch zeitig schlafen gehen bedeutet, dass man am nächsten Tag auch zeitig wach wird. Und so war es auch. Noch vor sechs Uhr morgens sind wir aus dem Zelt gestiegen und haben in der Morgendämmerung gefrühstückt und dann noch eine Tasse Tee getrunken.

Teewasser kochen auf dem Trangia im Death Valley National Park
Teewasser kochen mit dem Trangia

Auf dieser Reise hatten wir auch zum ersten Mal das Gaskartuschenkit für unseren bewährten Trangia dabei. Der erste Eindruck ist super, es kocht sich deutlich schneller als mit Spiritus und lässt sich vor allem angenehmer regulieren.

Unser grünes Zelt unter Bäumen im Death Valley National Park.
Unsere Campsite im Death Valley National Park

So könnten die Zeltplätze von mir auch bleiben für den Rest der Reise. Das ist schon sehr komfortabel. Grill und Bank mit Tisch direkt am Platz. Auto kann daneben stehen und das Zelt steht im Schatten.

Nach unserem Frühstück haben wir schnell das Zelt abgebaut und wieder Ordnung in den Kofferraum gebracht. Das tägliche neu Einräumen und Schlichten lässt sich beim Urlaub mit Zelt leider nicht vermeiden und ist wohl das Zeitraubendste jeden Morgen. Aber dank Arbeitsteilung hat das super geklappt. Ich baue das Zelt ab und Pauline bepackt den Kofferraum, so dass ich das Zelt dann nur noch in eine Lücke schieben muss und wir losfahren können.

Unterwegs haben wir immer wieder mal kurz gehalten und haben die vielen Blumen bestaunt, denn dass es hier so bunt zugeht hätten wir nicht gedacht.

Wüstenblumen im Death Valley National Park

Wir erkunden den Death Valley National Park

So früh am morgen war es auch noch angenehm kühl im Tal des Todes und an unserem ersten Ziel, Badwater Basin – der tiefste Punkt des Tals – war zumindest der Parkplatz für das Auto noch komplett im Schatten. Wo der Meeresspiegel eigentlich steht sieht man auch gut an dem Schild oben auf den Felsen. Schon beeindruckend, wie tief man hier im Grunde ist.

Wir sind dann ins Basin reingewandert, einfach immer geradeaus den Fußspuren nach, und haben unterwegs einige Leute getroffen. So richtig überlaufen und viel los war es jedoch nicht. Mit einem Amerikaner unterhielten wir uns kurz und er meinte noch zu uns, wir sollten uns nicht überanstrengen und ja nicht zu weit gehen. Bis heute wissen wir nicht, was er uns damit eigentlich sagen wollte. Das war jetzt in der Tat eher ein kleiner Spaziergang und keine anstrengende Wanderung. Aber in der Hitze des Hochsommers sieht das sicherlich anders aus.

Aber auch wir haben gespürt, dass die Sonne ganz schön stark scheint und sagten uns, dass es im Sommer dann wohl doch kein Spaziergang mehr sei. Zum Glück hatten wir uns bei Walmart gestern schon in weiser Voraussicht mit Sonnencreme eingedeckt. Mit Lichtschutzfaktor 100 war hier lieber zu viel als zu wenig unser Motto. Sonnencremes mit solch hohen Lichtschutzfaktor kennt man ja aus Europa kaum. Ebenso waren wir über die sehr hohen Preise der Cremes überrascht.

Badwater Basin im Death Valley National Park
Badwater Basin

Wieder zurück am Auto, zum Glück stand es immer noch im Schatten der Felswände, ging es die Straße Richtung Furnace Creek zurück und unterwegs haben wir mal wieder die Straße fotografiert. Wir waren ganz schön begeistert von der Wüstenlandschaft, die wir so bisher noch nicht kannten. Dieser sehr dunkle, schwarze Asphalt und die Wüste mit dem blauen Himmel. Einfach ein toller Kontrast.

Auf den Artist Drive sind wir dann auch abgebogen und sind diese tolle Einbahnstraße abgefahren. Auch hier haben wir immer wieder für Fotos gestoppt, vor allem auch weil der Himmel so toll bewölkt war.

Die vielen Dips dort haben es auch in sich, vor allem, wenn man sie etwas schneller fährt. Erst steil runter und dann wieder steil hoch, man sieht wir hatten unseren Spaß auf dieser Strecke.

Zurück in Furnace Creek sind wir die Straße, welche wir gestern in den Death Valley National Park genommen hatten, wieder ein Stück zurück gefahren, denn wir hatten den Zabriskie Point gestern auslassen müssen.
Diesen wollten wir aber dafür heute noch anschauen. Mittlerweile waren auch einige andere Touristen auf den Beinen und es war schon deutlich mehr los, als noch bei Badwater Basin.

Zabriskie Point

Die gefalteten Berge und Felsen sehen auch klasse aus, aber lange haben wir uns hier nicht aufgehalten.

Nächster Stopp war dann das Visitor Center des Death Valley National Park, wo wir sogar einen Parkplatz unter der Überdachung bekommen haben, da gerade ein dicker SUV rausgefahren ist. Manchmal muss man eben auch Glück haben. 
Das Visitor Center haben wir uns dann noch angesehen und danach auf den Bänken daneben zu Mittag gegessen. Leider haben wir im Center erfahren, dass der Nordteil, wie zum Beispiel Scottys Castle, gesperrt ist und wir da nicht hinfahren können.

Wir verlassen den Death Valley National Park

Also ging es weiter durch den Nationalpark und unsere Fahrt wurde immer wieder durch Fotostopps unterbrochen. Vorbei an den Mesquite Flat Dunes, die wir nur von Weitem fotografiert haben, in Richtung Westausgang des Parks. 

Auf einer Passhöhe kurz vor dem Ausgang habe ich kurz angehalten, um auf einen Blick auf die Karte zu werfen, als auf einmal Pauline ganz aufgeregt ruft. Sie hat einen Kojoten gesehen, der nicht weit von der Straße entfernt durchs Gebüsch streift. Leider sind alle Fotos des Kojoten verschwunden, da mit unserer Kompaktkamera aufgenommen, dazu aber am Ende des Berichts mehr.

Am Ausgang des Death Valley National Park haben wir noch das Schild fotografiert, bevor es weiter ging.

Eingangsschild zum Death Valley National Park
Death Valley National Park

Auf einer kleinen Straße ging es über Trona nach Ridgecrest, wo wir dann noch getankt haben. Unterwegs war eine Baustelle und es ging deshalb ziemlich lange nur auf einer Schotterpiste voran. Das kostet natürlich Zeit, aber viel schlimmer ist der Staub und die vielen Steinchen, die von den voranfahrenden Fahrzeugen aufgewirbelt werden. Also immer gut Abstand halten, sonst gibts womöglich Steinschläge.

Zeltplatz im Red Rock Canyon State Park

Von Ridgecrest ging es dann noch zum Red Rock Canyon State Park, denn dort wollten wir die Nacht verbringen. Das Rangeroffice war schon geschlossen, also haben wir erstmal eine Runde gedreht und uns eine Campsite ausgesucht. Kaum hatten wir eine gefunden und wollten mit dem Aufbau beginnen, kam eine junge Frau von der Tentsite nebenan und meinte, dass hier heute eine Party mit 30 Leuten steigt und sie uns empfiehlt eine andere Tentsite zu nehmen.

Haben wir dann auch gemacht, denn auf ihre Party hat sie uns leider nicht eingeladen. Aber wir waren doch etwas erstaunt, dass hier in den Parks offensichtlich auch groß gefeiert wird.

Aber auch die schließlich gewählte Tentsite liegt in herrlicher Kulisse, doch schon beim Aufbau des Zeltes wehte ein starker Wind. Gekocht wurde deshalb im Vorzelt, wieder Nudeln mit Tomatensoße, aber diesmal eine ohne Zucker. Der Wind wurde im Laufe des Abends immer stärker, sodass wir uns ins Auto verzogen haben, um zu lesen und Tagebuch zu schreiben.

Nachdem wir die Tentsite gewählt hatten mussten wir ein Formular für die Self-Registration ausfüllen und in einem kleinen Kuvert das Geld hinterlegen. Das ganze wirft man dann in einen vorgesehen Kasten am Eingang des Parks oder beim Rangeroffice.
Den zugehörigen kleinen Zettel legt man aufs Armaturebrett und die Ranger kommen ab und an nachts vorbei, um zu kontrollieren.

Die Partygruppe nebenan schien der Wind nicht zu stören, denn die laute Musik lief noch recht lange und Pauline hat nachts auch immer wieder Leute ums Zelt laufen hören.

Gefahrene Meilen: 209

Kosten Campground: 25,00 $

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