Roadtrip USA – Tag 38: Regen im Zion National Park

Roadtrip USA – Tag 38: Regen im Zion National Park

Über Kanab zum Zion National Park

Bereits um fünf Uhr klingelte unser Wecker und wir haben uns beeilt loszukommen, denn es war ja Regen vorhergesagt. Und das auch für die nächsten Tage, sodass wir nicht sicher waren, ob wir nochmal zelten würden. Und das Zelt wollten wir möglichst trocken einpacken.

Noch vor dem Frühstück haben wir demnach alles abgebaut und von Raupen befreit. Wenn wir da eine übersehen hätten, wäre unser Zelt kaputt genagt worden.

Kurz nach sieben Uhr sind wir losgefahren und haben nicht viel später Arizona verlassen. In Kanab habe ich den Luftdruck der Reifen aufgefüllt. Das Luftsystem der dortigen Chevron-Tankstelle war bisher das Beste der Reise. Vergleichbar mit denen in Deutschland und vor allem gratis.

Auf dem Highway 9 ging es dann weiter zum Osteingang des Zion National Parks. Am Kassenhäuschen haben wir uns leider hinter ein RV gestellt und mussten deshalb etwas länger warten. Das Wohnmobil musste, aufgrund der Tunnel auf der Strecke, erst noch vermessen werden.

Im Zion National Park

Unser erster Stopp im Park war am Checkerboard Mesa Viewpoint und dann sind wir direkt, durch die Tunnel, zum Visitor Center gefahren. Denn wir wollten noch einen der wenigen Parkplätze ergattern.

Unser erstes Foto im Zion National Park
Unser erstes Foto im Zion National Park

Wir hatten diesmal sogar Glück und ganz am Ende der Parkfläche war noch eine Lücke frei. Dann ging das Warten aber auch gleich munter weiter, denn wir mussten für den Bus-Shuttle anstehen.

Noch war es sonnig und warm und nach etwas Wartezeit saßen wir im Shuttlebus und sind bis zur Endstelle, Temple of Sinawava, durchgefahren.

Das Wetter schlägt um im Zion National Park

An der Endhaltestelle war es schon deutlich kühler und kaum waren wir ausgestiegen, fing es auch schon an zu regnen und wurde immer kälter und windiger. Wir waren wenigstens ordentlich angezogen, aber für viele hat es sich jetzt gerächt auf Flip Flops und Sommerkleidung zu setzen.

Busse im Zion National Park
Busse im Zion National Park

Wir haben unsere kleinen Regenschirme geöffnet und sind ein Stück den Riverside Walk gelaufen, die Wanderung zu den Narrows war logischerweise gesperrt. Wäre heute wohl auch wirklich nicht möglich gewesen, auch wenn es mich sehr gereizt hätte. Leider ging mein billiger Regenschirm schon nach wenigen Minuten im Wind kaputt. Immerhin funktionierte der von Pauline.

Der Regen wurde immer stärker und so sind wir zurück zur Bushaltestelle und haben beschlossen wenigstens die Haltestellen abzufahren.

Hier dann ein Foto an der Haltestelle Big Bend.

Haltestelle Big Bend im Zion National Park
Haltestelle Big Bend im Zion National Park

An der Haltestelle Weeping Rock bin ich den kurzen Weg zum weinenden Fels hochgelaufen und habe mir das angesehen. An sich nicht schlecht, aber bei Regen natürlich nicht so spannend.

Nächste Haltestelle war „The Grotto“, wo wir eine kurze Regenpause genutzt haben um zu Mittag zu essen. Meine Kamera habe ich dabei so vor dem Nieselregen geschützt.

Kamera unter Regenschirm
Kamera unter Regenschirm

Von hier aus wollten wir die Meile zur Zion Lodge laufen, aber es hat wieder stärker geregnet und so sind wir gleich mit dem Bus zurück zum Visitor Center gefahren. Der Busfahrer war total gut drauf und hat immer wieder seine Späße mit den Fahrgästen gemacht. War eine sehr kurzweilige Fahrt.

Im Center haben wir uns noch etwas umgesehen und sind dann wieder aus dem Park herausgefahren.

Gruseln am Kolob Reservoir

Da es erst früher Nachmittag war, sind wir bei Virgin auf die Kolob Terrace Road abgebogen und fast bis zum Kolob Reservoir gefahren. Das liegt 1500 Höhenmeter weiter oben, aber kurz vor dem Reservoir hat uns ein übel zugerichteter Kettleguard zum Umkehren gezwungen.

Straße zum Kolob Reservoir
Straße zum Kolob Reservoir

Die Strecke hier hoch war aber spitze und hat uns super gefallen. So einsam, alles grau und düster, wie in einem Horrorfilm und dann immer wieder Schnee.

Pauline meinte noch zu mir, dass jetzt eigentlich unser Auto eine Panne haben müsste und wir dann von einem Hinterwäldler gejagt werden.

Das ist zum Glück nicht passiert, aber auf dem Rückweg haben wir noch einen Biber gesehen.

Kolob Canyon Road und Übernachtung in Cedar City

Der Abstecher hat sich also schonmal gelohnt und war fast spannender als der Aufenthalt im eigentlichen Hauptgebiet des Zion.

Zurück auf der 9 ging es über die 17 zur Interstate 15 in Richtung Norden.

Einmal sind wir noch abgefahren auf die Kolob Canyon Road. Das Visitor Center in diesem Teil des Zion war schon geschlossen, aber den Aussichtspunkt haben wir dennoch angesteuert. Von hier hatten wir auch nochmal eine schöne Aussicht.

Ziemlich schnell waren wir dann in Cedar City, wo wir uns für zwei Nächte im Quality Inn einquartiert haben. Der Wetterbericht war schlecht und wir wollten die letzten Urlaubstage auch nicht mehr im Nassen verbringen. Bis auf eine kaputte Nachttischlampe war das Zimmer gut in Schuss und auch sehr sauber.

Abendessen gab es bei Pizza Hut und schon hier ist uns aufgefallen, dass die Zufahrten zu den Parkplätzen so steile Rampen haben, dass man mit einer Limousine ständig Gefahr läuft aufzuschleifen. Das ist uns in der Form noch in keiner anderen Stadt so extrem aufgefallen. Fahren wohl alle Trucks hier.

Beim Zahlen im Pizza Hut dann die Überraschung. Wir hätten über 30$ auf der Rechnung haben müssen, haben aber 12$ Rabatt bekommen. Obwohl wir den vermerkten Coupon gar nicht eingelöst hatten. Naja, das hat uns gefreut und im Anschluss sind wir noch bei Walmart gewesen. Nochmal die Vorräte aufstocken.

Erst abends beim Tagebuch schreiben bemerken wir, dass wir ja die Zeitzone gewechselt haben. Ist uns tatsächlich den ganzen Tag über nicht aufgefallen und anders als beim Chevy, stellt sich die Uhr im Sonata nicht automatisch um.

Gefahrene Meilen: 248 (ca. 399 Kilometer)
Kosten Motel: 89,65$

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