Roadtrip USA – Tag 5: Highway One bis Monterey

Roadtrip USA – Tag 5: Highway One bis Monterey

Der Morgen im Hostel

Leider sollten sich meine Symptome zu einer richtigen Erkältung weiterentwickeln. Bei sechs Wochen Reisedauer ist das zwar nicht so schlimm, aber schade war es trotzdem, denn krank im Urlaub ist eben auch nicht ganz so spaßig. Und gerade heute wollten wir ja auf dem Highway One gen Süden fahren.

Morgens haben wir noch im Hostel gefrühstückt, da wir die Küche mitbenutzen konnten gab es auch wieder Tee dazu. Währenddessen haben wir versucht die Maut für die Golden Gate Bridge im Voraus online zu bezahlen, aber leider hatte ausgerechnet an diesem Tag die Bezahlseite so ihre Probleme. Es hat auf jeden Fall nicht funktioniert und wir haben beschlossen die Maut dann eben morgen im Nachhinein zu bezahlen.

Der Wetterbericht verhieß nichts gutes für die nächsten Tage, denn es war immer noch starker Regen gemeldet. Also haben wir unsere Pläne geändert, denn auf eine Stadtbesichtigung im Regen hatten wir keine Lust. Zur Not würden wir eben nur den Highway One entlang fahren, bis das Wetter besser wird.

Hier mal noch ein Bild unseres Hostels von außen aufgenommen, der Sturm letzte Nacht hat den Bäumen ganz schön zugesetzt. Überall lagen Äste auf den Straßen.

Blick entlang der Straße auf eines der Gebäude des Marine Headland Hostels
Im Hintergrund eines der Gebäude des Hostels

Bevor wir über die Brücke fahren wollten haben wir noch die verschiedenen Viewpoints der Umgebung angefahren. Unter anderem haben wir die Überreste der Battery’s gesehen und die Bäume, die mit dem Wind wachsen. Seltsamerweise war blauer Himmel und es war trocken, so viel also zum Wetterbericht.

Silberner Chevrolet Malibu auf einem Parkplatz.
Unser Chevy am Parkplatz der Batterys

Golden Gate Bridge

Nächster Stopp war dann am Golden Gate Bridge Viewpoint und hier hätte ich mir einen bedeckten Himmel gewünscht, denn dadurch das es noch sehr früh am Morgen war, schien die Sonne immer genau ins Bild.

Dennoch gelangen uns ein paar Aufnahmen der berühmten Brücke, auch wenn ihre rote Farbe durch die Sonne nicht wirklich zur Geltung kam. Aber wir waren ja schon froh, dass wir sie überhaupt sahen und das Bauwerk nicht im Regen unterging.

Schwarzweißfotografie der Golden Gate Bridge
Golden Gate Bridge im Licht

Nachdem wir an mehreren Punkten Fotos gemacht haben ging es über die Brücke nach San Francisco hinein. Unseren spontanen Plan die Stadt nicht zu besuchen haben wir trotzdem beibehalten, eventuell nehmen wir sie als Ausgangspunkt für eine spätere Tour an den Nordteil der Küste Kaliforniens.
Trotzdem sind wir einige Meilen durch das Stadtgebiet gefahren und da wir uns von den Interstates ferngehalten haben sind wir auch durch ein paar Wohngebiete gekommen und haben auch die steilen Berge erlebt.

Christian auf dem Fahrersitz des Chevrolet Malibus beim Planen der Route.
So sah unsere Routenplanung vor Ort aus. Tablet mit der App Osmand

Ja und dann waren wir auch schon auf dem Highway One, der uns die nächsten Tage in Richtung Süden führen sollte.
Erster Stopp war Halfmoon Bay, wo wir einmal durch die schöne Wohngegend gefahren sind, immer noch bei blauem Himmel, wir konnten unser Glück kaum fassen.

Straßenzug in Halfmoon Bay
Schöne Wohngegend in Halfmoon Bay

Entlang des Highway One

Dann ging es weiter, aber sonderlich schnell kommt man am Küstenhighway ja nicht voran, denn immer wieder haben wir angehalten und die Aussicht genossen. Vor allem da wir von Nord nach Süd gefahren sind ging auch das schnell rechts ranfahren immer problemlos.

Der nächste größere Stopp war dann am Pigeon Point Lighthouse, wo wir etwas herumspaziert sind und den Anglern zugesehen haben. Auch ein kleines Stückchen weiter südlich ist der Leuchtturm immer noch ein schönes Fotomotiv.

Generell ist uns schon nach den paar Reisetagen aufgefallen, dass unsere Fullsize Limousine bei weitem nicht das größte Fahrzeug auf Amerikas Highways und Interstates ist. Waren wir aus Deutschland unseren uralten Ford Fiesta gewöhnt, so sahen wir hier durchaus gewaltige Pick-Up-Trucks am Straßenrand.

Pick-Up-Truck mit Doppelachse hinten nahe dem Highway One
Großer Pick-Up am Straßenrand

Auf dem Weg zu den Redwoods

Am Ano Nuevo State Reserve haben wir auch angehalten und sind hinunter zum Strand spaziert. Leider ist der Pazifik ziemlich kalt, sodass es nichts wurde mit baden :biggrin:, aber immerhin mal die Hände haben wir hineingehalten.

Eigentlich wollten wir dann die Straße in Richtung Big Basin Redwoods State Park nehmen, doch die war aufgrund von Überflutung geschlossen. Wieder mal eine geflutete Straße, die unsere Pläne durchkreuzt.

Also mussten wir den Umweg über Santa Cruz nehmen und sind erstmal weiter den Highway One entlang gefahren. In Santa Cruz haben wir dann am Straßenrand Emily’s Bakery gesehen und spontan Sandwiches für das Mittagessen gekauft. Noch immer herrschte strahlender Sonnenschein und wir konnten uns an einen Tisch vor die Bakery setzen. 

Dann ging es endlich ins Landesinnere und hoch zu den Redwoods. Eigentlich keine weite Strecke, aber so kurvig und mit vielen und strengen Speedlimits versehen, zieht es sich doch ganz schön. Aber man fährt durch eine schöne Waldlandschaft und fühlt sich fast wie in Skandinavien.

Kurz vor 14 Uhr waren wir dann am State Park und sind erstmal zum Visitor Center gegangen. Auf dem Parkplatz stand mein damaliges Traumauto. Ein roter Ford Mustang, ein wahrer Klassiker. Damit auf dem Highway One unterwegs zu sein wäre ein echter Traum. Wer weiß, vielleicht wird er ja mal wahr. Am Visitor Center wurde einem durch eine Holzscheibe der große Durchmesser der Bäume verdeutlicht. Pauline sieht daneben fast schon klein aus.

Der Ranger dort meinte es wird wohl bald ein Sturm mit viel Regen hereinbrechen und dann werden wahrscheinlich, so wie letzte Nacht, die Straßen zum Park gesperrt. Das hieß für uns, dass unsere Zeit hier im Park begrenzt sein würde. Wir haben uns deshalb der geführten Rangertour angeschlossen und sind dann nur die kleine Runde durch den Park gewandert.

Wanderung durch den Big Basin Redwoods State Park

Aber man muss sagen, dass die geführte Tour wahnsinnig informativ war und der gut gelaunte Führer hat uns viel über die Natur hier erzählen können. Wären wir selbst durchgewandert hätten wir wohl vor allem die riesigen Bäume bestaunt. Außerdem haben wir seinen „Preis“ gewonnen, für die Leute mit der weitesten Anreise.

Vorbei an einigen umgestürzten Redwoods ging es zum Father of the Forest und auch zur Mother of the Forest. Deren Rinde war auffällig geformt, was neben der Größe wohl ausschlaggebend war für die Zuteilung des Geschlechts. :biggrin:

Neben den Bäumen haben wir aber auch ein paar Tiere gesehen, unter anderem diesen schleimigen Vertreter mit großer Atemöffnung, eine Banana Slug. Auch einen Seevogel gibt es hier oben in den Bergen zu sehen. Kurioserweise fliegt dieser von der Küste hier hoch um zu Brüten.

Alles in allem waren wir begeistert von den hohen Bäumen, die zum Teil ja auch schon uralt waren. Außerdem kaum zu glauben, dass aus diesen kleinen Pflanzen mal die Redwoods erwachsen werden.

Zurück an die Küste

Nach der circa eineinhalb stündigen Führung hieß es für uns schnell zurück an die Küste, denn übernachten wollten wir dann doch nicht hier oben.

Am Meer sahen wir dann auch schon die dunklen Wolken heranziehen, aber immerhin haben wir es noch geschafft trockenen Fußes Moss Landing einen Besuch abzustatten.
Auch einige Seelöwen konnten wir sehen, allerdings nicht allzu viele und alle lagen faul vor den Fischerbooten herum.

Strand am Pazifik bei Bewölkung
Dunkle Wolken über dem Pazifik am Highway One

Übernachtung im Motel in Monterey

Kaum saßen wir wieder im Auto fing es auch an zu regnen und wir haben uns ein Motel in Monterey gesucht, meiner Erkältung wollten wir keine Nacht im Regen zumuten.
Untergekommen sind wir in der wirklich schönen Lone Oak Lodge und den Abend haben wir genutzt, um unsere Vorräte bei Walmart aufzustocken, denn ab morgen war definitiv wieder campen angesagt.

Chevrolet Malibu vor dem Motel in Monterey am Highway One
Unser Chevy parkt direkt vor dem Motelzimmer

Zu Abend gegessen haben wir bei Dennys, das wollten wir ja sowieso mal ausprobieren. Mein Burger war okay und Paulines Fischgericht war super, nur das Bezahlen hat uns anfangs verwirrt. Aber auch das haben wir hinbekommen. :biggrin:

Gefahrene Meilen: 209

Kosten Motel: 78,56 $

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