Ausflugstipp Nordrhein-Westfalen: Spaziergang durch Kaiserswerth, dem ältesten Stadtteil Düsseldorfs

Ausflugstipp Nordrhein-Westfalen: Spaziergang durch Kaiserswerth, dem ältesten Stadtteil Düsseldorfs

Unser Roadtrip mit Zelt durch Deutschland führte uns im vergangenen Sommer auch nach Nordrhein-Westfalen. Schon einige Zeit zuvor waren wir bereits in diesem Bundesland unterwegs, als wir den Gipfel des Langenberg bewanderten. Im Rahmen unseres Projektes der 16 Summits der deutschen Bundesländer, standen wir natürlich auch auf dem Dach von Nordrhein-Westfalen.

Diesmal jedoch diente unser Besuch vor allem der Erholung während einer längeren Autofahrt vom Saarland nach Bremen. Dabei entdeckten wir auf der Karte den ältesten Stadtteil Düsseldorfs. Begleitet uns also auf unserem kleinen Spaziergang durch Kaiserswerth.

Der Spaziergang durch Kaiserswerth im Überblick

Beste Jahreszeit:– Ganzjährig, aber im Sommer wohl am schönsten, was das Wetter anbelangt
Fakten und Zahlen:– circa 4 – 6 Kilometer je nach Lust und Laune
– je nach Strecke circa 1 – 3 Stunden
– ältester Stadtteil Düsseldorfs seit 1929 eingemeindet
Unsere persönlichen Highlights:– Aussicht auf den Rhein vom Rheinufer aus
– Ruine der Kaiserpfalz
– die Wohngebiete nahe des Pflegemuseums mit den Bäumen am Straßenrand

Allgemeines zu Kaiserswerth, dem ältesten Stadtteil Düsseldorfs

Kaiserswerth liegt als Stadtteil Düsseldorfs direkt am Rhein und wird zugleich im Südosten vom Flughafen Düsseldorf begrenzt. Die ehemalige Reichsstadt liegt auf halbem Weg zwischen Duisburg und Düsseldorf und der Name leitet sich vom mittelhochdeutschen Wort „werth“ her. Er bedeutet so etwas wie Kaiserinsel.

Beim Spaziergang durch Kaiserswerth kommen wir auch am Rheinufer vorbei
Beim Spaziergang durch Kaiserswerth kommen wir auch am Rheinufer vorbei

Betrachtet man die Besiedlungszeit, so ist Kaiserswerth der älteste Stadtteil der Landeshauptstadt von Nordrhein-Westfalen. Dies jedoch auch erst seit 1929, dem Jahr der Eingemeindung.

Schon der Name deutet auf viel Geschichte und Historie hin und tatsächlich lässt sich davon noch einiges in Kaiserswerth entdecken. Doch dazu später mehr, wenn wir einige wichtige Gebäude im Rahmen unseres Spaziergangs durch Kaiserswerth entdecken.

Historische Gebäude am Kaiserswerther Markt
Historische Gebäude am Kaiserswerther Markt

Neben der Ruine der Kaiserpfalz lassen sich vor allem ruhige Wohngegenden besuchen, aber auch schöne Häuser im Stil des Barocks bewundern. Letztere wurden vor allem im 17. und 18. Jahrhundert errichtet. Außerdem starten in den Sommermonaten von Kaiserswerth aus die Fähren in Richtung Düsseldorfer Innenstadt. Vom breiten Rhein aus lässt sich der Stadtteil sicherlich auch gut überblicken.

Wie kommt man nach Kaiserswerth und wo kann man parken?

Kaiserswerth ist ein Stadtteil im Norden Düsseldorfs, welcher unmittelbar an den Flughafen der Stadt sowie den Rhein angrenzt. Vom Fluss im Westen und dem Airport im Südosten wird so die Ausdehnung von Kaiserswerth eingeengt.

Anfahrt

Verkehrstechnisch ist Kaiserswerth gut gelegen, denn es liegt schon soweit außerhalb des Stadtkerns der Landeshauptstadt von Nordrhein-Westfalen, dass man hier nicht mehr mit starkem Verkehrsaufkommen rechnen muss. Lediglich die Autobahnen sowie die Bundesstraße B8, welche als Zubringer für den Flughafen dienen, können einem hier einen Strich durch die Rechnung machen.

Entweder nähert man sich von Süden und kommt somit über die Autobahn A44 angefahren oder über die A524, welche als Abstecher der A52 fungiert. In beiden Fällen führen entweder die Niederrheinstraße (von Süden kommend) oder die Duisburger Landstraße (von Norden kommend) ans Ziel.

Tipps zum Parken in Kaiserswerth

Parken ist in den beschaulichen Wohngebieten möglich, wir empfehlen allerdings, auf die zwei öffentlichen Parkplätze im Süden auszuweichen und die Wohngebiete den Bewohnern zu belassen. Die Parkgebühr kann man dafür durchaus entrichten, so zumindest unsere Meinung. Da gibt es zum einen den Public Parking Kaiserswerth und zum anderen den Parkplatz Klemensplatz, welcher auch als Dreiecksparkplatz bekannt ist. Wir haben uns für Letzteren entschieden.

Unser Spaziergang durch Kaiserswerth

Wie bereits geschrieben, haben wir unseren Spaziergang durch Kaiserswerth als willkommene Pause auf einer langen Autoetappe genutzt. Abgestellt haben wir unseren PKW auf dem sogenannten Dreiecksparkplatz im Süden des Stadtteils.

Pflegemuseum und Mutterhauskirche

Von dort folgten wir kurz der Niederrheinstraße und unterquerten dann die Gleise der Trambahn um so auf die Sankt-Gores-Straße zu gelangen.

Oft geht es durch schöne Wohngebiete mit viel Baumbestand in Kaiserswerth
Oft geht es durch schöne Wohngebiete mit viel Baumbestand

Dieser folgten wir durch ein beschauliches Wohngebiet bis wir die Mutterhauskirche erreichten. Diese wurde im Jahr 1843 im neuromanischen Stil errichtet und liegt heute unmittelbar neben dem Pflegemuseum Kaiserswerth.

Blick auf die alten Gebäude am Pflegemuseum von Kaiserswerth
Blick auf die alten Gebäude am Pflegemuseum

Wir konnten das Museum leider nicht besuchen, allerdings haben wir gelesen, dass man hier viel zur Geschichte der Pflege lernen kann und auch einen Ausblick in die Zukunft werfen kann.

Hotel MutterHaus Düsseldorf

Durch die schönen grünen Gartenanlagen führten uns die Wege zum Hotel MutterHaus Düsseldorf, mit der wirklich imposanten, parkähnlichen Zufahrt. Inklusive kleinem Kreisel vor dem Eingang, sodass die Limousinen vorfahren können, wie im Film.

Eis essen am Klemensplatz

Von dort spazierten wir weiter zum Klemensplatz und genossen so etwas wie die Fußgängerzone von Kaiserswerth. Hier haben wir uns am Brunnen niedergelassen und ein Eis gegessen, ehe wir die große Straße überquerten und uns auf den Weg Richtung Rheinufer machten.

Hier am Klemensplatz haben wir unser Eis gegessen bei unserem Spaziergang durch Kaiserswerth
Hier am Klemensplatz haben wir unser Eis gegessen

Durch die alten Gassen zum Rheinufer

Diese alten Gassen von Kaiserswerth haben uns bei unserem Spaziergang besonders gut gefallen, insbesondere der Abschnitt am Kaiserswerther Markt. Vor allem die alten Häuser (z.B. das Alte Zollhaus), welche zum Teil sehr schön restauriert waren, konnten uns beeindrucken. Weit war es dann auch nicht mehr bis ans Ufer des Rheins und der Anlegestelle der Weißen Flotte.

Das Beobachten der Schiffe am Rheinufer bei Kaiserswerth hat uns gut gefallen
Das Beobachten der Schiffe am Rheinufer bei Kaiserswerth hat uns gut gefallen

Wir standen einige Minuten am Ufer und blickten auf die vorbeifahrenden Schiffe und den Campingplatz (Rheincamping Meerbusch Breitbach & Brix) gegenüber.

An der Ruine der Kaiserpfalz

Unser Spaziergang führte uns jetzt in Richtung Süden am Fluss entlang bis wir die Burgallee erreichten. Von da war es nicht mehr weit für uns bis zur Kaiserpfalz Kaiserswerth. Diese geht auf die Gründung eines Klosters zurück und wurde von Kaiser Barbarossa im 12. Jahrhundert zu einer Festung ausgebaut.

Die Ruine der Kaiserpfalz bei unserem Spaziergang durch Kaiserswerth
Die Ruine der Kaiserpfalz in Kaiserswerth

Heute sind von der einstigen Burg am Rhein nur noch Ruinen übrig. Diese sind jedoch gut erhalten (Anfang der 2000er restauriert) und lohnen definitiv für einen Besuch.

Über Burgallee und Park zurück zum Auto

Die Kaiserpfalz ließen wir dann hinter uns zurück und liefen die Burgallee wieder in Richtung Norden. Vorbei an der Kirche St. Suitbertus und mehreren engen Gassen spazierten wir zur Parkanlage südlich des Klemensplatz. Von dort aus ist es dann nicht mehr weit zurück bis zum Parkplatz.

Wer möchte, kann den Spaziergang dann noch ausdehnen und durch die Wohngebiete bis zum Suitbertus-See laufen. Die Wege dort führen entlang des bewaldeten Seeufers und über die Kittelbachstraße gelangt man dann zurück zum Parkplatz. Dieser Teil bringt einem dann allerdings nicht mehr viel Neues zur Geschichte von Kaiserswerth nahe.

Unser persönliches Fazit zum Spaziergang durch Kaiserswerth

Alles in allem hat uns unser Spaziergang durch Kaiserswerth sehr gut gefallen. Die insgesamt 6 Kilometer Strecke führten uns auf abwechslungsreichen Wegen durch den ältesten Stadtteil Düsseldorfs. So konnten wir am Klemensplatz in der Fußgängerzone bei Sonnenschein unser Eis genießen, den Schiffen auf dem Rhein zusehen und Geschichte erleben an der Ruine der Kaiserpfalz.

Auf unserem Spaziergang durch Kaiserswerth
Auf unserem Spaziergang durch Kaiserswerth

Insgesamt waren wir gute zwei Stunden unterwegs und somit hat der Spaziergang seinen Zweck absolut erfüllt. Wir hatten eine bewegte Pause und konnten unsere Fahrt im Anschluss fortsetzen. So kamen wir erholt am Campingplatz Uentrop Helbach an.

Den Campingplatz mit der besonderen Lage am RWE Kraftwerk stellen wir in einem eigenen Beitrag näher vor.

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