Albanien Roadtrip Tag 12: Rund um den Ohridsee

Albanien Roadtrip Tag 12: Rund um den Ohridsee

Heute Nacht war es wieder richtig frisch, aber wie schon erwähnt, liegt Pogradec am Ohridsee auf 800 Meter Höhe und da herrschen eben andere Temperaturen als in Saranda am Mittelmeer. Aber wir sind ja luxuriöserweise nicht mit dem Zelt unterwegs und daher ist das Wetter auch keine Herausforderung für uns. Gefrühstückt haben wir dennoch auf der Außenterrasse mit Blick auf den See. Muss man ja ausnutzen eine solche Aussicht.

Von der überdachten Terrasse unseres Apartments hat man einen herrlichen Blick auf den Ohridsee und die davor liegende Uferpromenade, sowie den Sandstrand.
Blick auf den Ohridsee von der überdachten Terrasse des Apartments

Entlang des Ohridsee

Nach dem Frühstück fuhren wir zuerst am Ohridsee entlang nach Osten. Erst kurz vor der Grenze zu Mazedonien wendeten wir und fuhren die gleiche Strecke wieder zurück. Der mazedonische Teil des Sees soll ebenfalls sehr sehenswert sein, aber mit dem Mietwagen dürfen wir in keine anderen Nationen einreisen.

Wir kamen an der Pizzeria Dante vorbei, welche hervorragende Rezensionen erhalten hat, und merkten uns diese für später vor. Eigentlich wollten wir zum Naturpark Drilon, welcher sich aber vor allem als großes Restaurant entpuppte. Wir zogen daher weiter.

Burgruine Kalaja – Hoch über Pogradec

Unser nächstes Ziel war die Burgruine auf dem Hügel über der Stadt. Beziehungsweise was davon noch übrig war, bis auf ein Denkmal gab es dort nicht mehr viel zu sehen. Aber die erhöhte Position über der Stadt bietet sich für einen guten Panoramablick an.

Leider wurde uns der Weg dann an einer Stelle etwas zu heftig und wir waren verunsichert wie es weitergehen würde, weshalb wir den Duster am Straßenrand abstellten und zu Fuß weitergingen.

Der Weg zieht sich über Serpentinen den Hang hinauf und wir wollten abkürzen und nutzten dafür kleine Pfade die direkt den Berg hinauf führten. Diese waren ziemlich steil und der Untergrund so sandig und lose, dass wir mit unseren Sneakers ganz schön zu tun hatten.

Vor allem meine Skechers hatten einfach nur eine glatte Sohle, völlig ohne Profil, sodass ich immer wieder ins Rutschen kam. Unsere Wanderschuhe waren natürlich im Auto, denn wir wollten ja eigentlich einfach nur hochfahren. An mehreren Stellen kamen wir nur noch auf allen vieren voran. Sah von unten sicherlich sehr amüsant aus unsere Kletteraktion.

Weg zur Burgruiene Kalaja hoch über der Stadt Pogradec am Ohridsee in Albanien.
Weg zur Kalaja, hoch über Pogradec

Wir stießen dann wieder auf den Weg und offensichtlich hätten wir den auch locker mit dem Dacia Duster fahren können. Aber gut, laufen ist gesünder. Auf dem Gipfelplateau trafen wir auf einen Hirten, der hier seine Ziegenherde an uns vorbeiführte. Von der eigentlichen Burg, bzw. ihrer Ruine, war nichts mehr übrig. Lediglich ein Stein und die Überreste eines kommunistischen Denkmals erinnerten an die Burganlage.

Dafür hatte man von hier oben einen traumhaften Blick auf Pogradec und den Ohridsee. Das Wetter war heute super und die Sonne strahlte. Wir wurden für den mühsamen Aufstieg, zugegebenermaßen selbst verschuldet durch unsere Abkürzungen, definitiv entschädigt. Für ein Panoramabild der Stadt stand die Sonne aber ungünstig, da direkt gegenüber unserer Position.

Stadt Pogradec am Ohridsee von der ehemaligen Burg Kalaja aus gesehen.
Blick auf Pogradec vom Burgberg aus

Zurück zum Auto sind wir dann dem Weg gefolgt und es hat sich bestätigt, dass es nur die eine schwierige Stelle war, an welcher wir umgedreht hatten. Von dem Weg aus konnten wir auch noch die neue Straße sehen, die sich von Pogradec am Ohridsee entlang in Richtung Elbasan schlängelt. Ein richtiger Kontrast zu den alten Landstraßen zwischen Saranda und Pogradec.

Blick von der Kalaja auf die neue Landstraße entlang des Ohridsees auf albanischer Seite.
Neue Straße entlang des Ohridsees

Pizza und Erkundung des Ohridsees

An einer Kreuzung in der Stadt wurden wir von einem Polizisten angewiesen, rechts am Straßenrand zu halten. Was kommt den jetzt dachten wir uns schon. Und ja, es waren tatsächlich schon wieder Radfahrer, für die die Straßen gesperrt wurden.

Wir fuhren jetzt über die gut ausgebaute Landstraße in Richtung Norden des Ohridsees, genauer gesagt in den kleinen Ort Lin. Am Dorfplatz parkten wir und schlenderten durch den Ort. Wir kamen sogar mit einem der Dorfbewohner ins Gespräch und mit Händen und Füßen konnten wir uns einigermaßen verständigen. Er meinte immer wieder, dass Deutschland toll ist und wir uns auf jeden Fall die Kirche des Ortes ansehen sollten. Wir kehrten dann noch an einer Bar direkt am Ufer ein und saßen dort gemütlich auf der Terrasse am See.

Wir kehrten zurück nach Pogradec und bekamen den letzten freien Parkplatz an der Pizzeria Dante ebenfalls nahe am Ohridsee, welche wir heute morgen entdeckt hatten. Somit war es proppenvoll im Lokal und die Wartezeiten auf das Essen mitunter recht  lang. Wir vertreiben uns die Zeit, indem wir die anderen Gäste beobachteten. Die Pizzen waren in der Tat sehr lecker und vor allem der dünne und knusprige Teig waren ein Gedicht. Vor allem ist Essen gehen in Albanien für uns Mitteleuropäer recht günstig. Für Getränke, Pizzen und Trinkgeld zahlten wir lediglich 12 Euro.

Zurück am Apartment stellten wir das Auto endlich ab und gingen zu Fuß zum Big Market, welcher 400 Meter weiter an der Promenade liegt. Wir gönnten uns Bier und Snickerseis, welches wir gleich auf dem Weg zurück aßen. Nachmittags entspannten wir uns auf dem Balkon und recherchierten nach neuen Reisezielen.

Gefahrene Kilometer: 71

Kosten Apartment: 40,00 €

Schreibe einen Kommentar