Unsere Top 10 Liste der Sehenswürdigkeiten in Arizona

Unsere Top 10 Liste der Sehenswürdigkeiten in Arizona

Während unserem 6-wöchigen Roadtrip durch den Südwesten der Vereinigten Staaten von Amerika, hielten wir uns insgesamt 15 Tage in Arizona auf. Arizona wird aufgrund des Naturmonuments Grand Canyon auch The Grand Canyon State genannt. Wir wollen euch mit dieser Liste einen Überblick über uns ganz persönlichen Top 10 Sehenswürdigkeiten in Arizona geben.

Manche sind sehr bekannt und gehören zum Standard einer Reise durch den Südwesten, andere wiederum sind sind etwas weniger bekannt. Und wer weiß, vielleicht lasst ihr euch durch uns inspirieren und baut den einen oder anderen Part unserer Top 10 Highlights in Arizona mit in eure nächste USA-Reise ein.

Wie auch schon in Kalifornien ist uns aufgefallen, dass Arizona so einige spektakuläre Naturschauspiele und Highlights zu bieten hat und dabei auch recht abwechslungsreich ist, was man von einem Staat mit viel Wüstenanteil erstmal nicht unbedingt erwartet. Die beiden Metropolen Phoenix und Tucson werden durch kleinere und beschaulichere Städte wie zum Beispiel Sedona ergänzt. Dazu kommen die zahlreichen National Parks und State Parks, beziehungsweise die National Monuments. Von der Wüste im Süden mit den Organ Pipes, über die Felsformationen im Chiricahua bis hin zum Grand Canyon ist in Arizona für jeden Reisenden etwas Passendes dabei. 

Sehenswürdigkeiten in Arizona – Catalina State Park

Folgt man dem Highway 77 durch Tucson in Richtung Norden kommt man zu einem großen Gewerbegebiet, dem Oro Valley Marketplace. Kurz davor biegt man rechts ab und folgt der Straße zur Ranger Station des Catalina State Parks. Es gibt dort direkt im Park zwei Campgrounds mit sauberen und großen Sanitäranlagen und vielfältigste Wandermöglichkeiten.

Von den Campsites aus hat man meist die Berge rund um den Mount Lemmon im Blick und bekommt vom nahegelegenen Tucson nicht mehr mit. Sollte man nur wenig Zeit im Catalina State Park haben, so ist auf jeden Fall der Canyon Loop Trail zu empfehlen. Er beginnt am Romero Trailhead am Ende der Stichstraße in den Park hinein. Mit einer Länge von 3,7 Kilometer ist er nur wenig anspruchsvoll und bietet dennoch einen tollen Einblick in die dortige Natur. Wir sind diesen Trail gewandert und unsere Erfahrungen dazu könnt ihr hier im Reisebericht nachlesen.

Wasserstelle im Catalina State Park. Einer unserer Top 10 der Sehenswürdigkeiten in Arizona
Wasserstelle im Catalina State Park

Sehenswürdigkeiten in Arizona – Arizona Sonora Desert Museum

Wenn man sich einen Eindruck über die verschiedenen Pflanzen und Tiere verschaffen möchte, welche in Arizona heimisch sind, dann führt im Grunde kein Weg an einem Besuch des Arizona Sonora Desert Museums vorbei. Die Tickets sind nicht günstig, wir hatten 2016 41$ für zwei Personen bezahlt, aber es lohnt sich auf jeden Fall. Einen Tag kann man gut im Museum verbringen.

Über schön angelegte Wege schlängelt man sich durch die Pflanzen- und Tierwelt der Sonora Wüste, inklusive der typischen Saguaros. Besonders beeindruckend empfanden wir die Tiere, die wir bis dahin zum Glück oder leider noch nicht in freier Wildbahn gesehen haben. Zum Beispiel die Kolibris oder Klapperschlangen. Ein Besuch des Museums ist daher zu empfehlen und mit etwas Glück sind auch nicht ganz so viele Schulklassen vor Ort, wie das bei unserem Besuch der Fall war. 

Kolibri auf einem Ast sitzend im Arizona Sonora Desert Museum. Einer unserer Top 10 der Sehenswürdigkeiten in Arizona
Kolibri im Arizona Sonora Desert Museum

Sehenswürdigkeiten in Arizona – Organ Pipe Cactus National Monument

Um zum Organ Pipe Cactus National Monument im äußersten Süden Arizonas zu gelangen, folgt man ab Gila Bend an der Interstate 8, dem Highway 85 in Richtung mexikanischer Grenze. Das National Monument liegt direkt an der Grenze zwischen den USA und Mexico und wird immer wieder von mexikanischen Schmugglern durchquert. Die Border Patrol ist vor Ort und informiert auch im Visitor Center, uns ist 2016 nichts aufgefallen. 

Für den Weg in diese abgelegene Region wird man mit traumhafter Wüstenlandschaft und den Organ Pipe Kakteen belohnt, welche in so großer Menge nur hier in den USA vorkommen. Ein Campground befindet sich direkt im National Monument und manche Sites sind mit Überdachungen versehen, sodass man der Sonne etwas entgegensetzen kann. Auch hier gibt es eine Vielzahl an Wandermöglichkeiten. Wir empfehlen vor allem den Desert View Trail mit Blick über den Campground und zur Grenze, sowie den Palo Verde Trail, welcher den Campground mit dem Visitor Center verbindet. Wir sind diese Trails während unseres Besuchs gewandert, was ihr gerne im Detail hier nachlesen könnt. 

Wanderweg durch die Wüste des Organ Pipe Cactus National Monument entlang der Kakteen. Einer unserer Top 10 der Sehenswürdigkeiten in Arizona.
Wanderweg durch die Wüste des Organ Pipe Cactus National Monument

Sehenswürdigkeiten in Arizona – Lake Havasu City

Eine Sehenswürdigkeit der etwas anderen Art bietet die Stadt Lake Havasu City im Westen Arizonas. Der Lake Havasu gehört zur Hälfte schon wieder zu Kalifornien und wird durch den durchfließenden Colorado River gespeist, welcher sich hier auf seinem Weg zum Grand Canyon entlang schlängelt. Highlight der Stadt ist die London Bridge. Diese heißt nicht nur so, sondern ist tatsächlich eine originale englische Brücke. Sie wurde im United Kingdom demontiert, nach Arizona verfrachtet und in Lake Havasu City wieder aufgebaut. Ganz nach dem Motto „Nichts ist unmöglich“.

Neben der London Bridge bietet die Stadt vor allem den Zugang zum Lake Havasu und den sauberen und schönen Kanal, welchen die Brücke überspannt. Im dortigen Park am Ufer kann man es sich gemütlich machen und das Treiben beobachten. Ideal um auf einem Roadtrip etwas auszuspannen und sich zu erholen. Uns hat es persönlich auf der Westseite des Kanals sehr gut gefallen, auch da die dortigen Bänke schön im Schatten liegen.

London Bridge in Lake Havasu City. Einer unserer Top 10 der Sehenswürdigkeiten in Arizona.
London Bridge in Lake Havasu City

Sehenswürdigkeiten in Arizona – Sedona und Umgebung

Sedona unterscheidet sich etwas von den anderen Städten in Arizona, alleine schon aufgrund des Baustils der Häuser und der Tatsache, dass dort selbst die Mc Donaldsschilder eine andere Farbe haben.

Doch das eigentliche Highlight Sedonas ist die Natur in der Umgebung. Es gibt hier so viele Möglichkeiten für Outdooraktivitäten, dass man sich sicherlich auch mehr als eine ganze Woche in Sedona aufhalten kann. Vom Wandern, über Mountainbiking bis hin zum Offradfahren in Quads oder ATVs ist hier alle möglich.

Hat man, wie wir, nur einen Tag Zeit für Sedona eingeplant, empfehlen wir einen kurzen Abstecher zur Chapel of the Holy Cross, einer Kirche, welche durch ihre besondere Architektur beeindruckt. Im Anschluss fährt man zum Trailhead an der Straße Vultee Arch und wandert zur Devils Bridge von wo man einen tollen Blick in die Umgebung hat und natürlich die Brücke bestaunen kann.

Devils Bridge in der Umgebung Sedonas. Einer unserer Top 10 der Sehenswürdigkeiten in Arizona.
Devils Bridge in der Umgebung Sedonas

Sehenswürdigkeiten in Arizona – Route 66

Die Route 66 oder auch Mother Road genannt, verläuft ebenfalls durch Arizona. Und das sogar mit einem gut erhaltenen und berühmten Teilstück. Kurz vor Seligman beginnt die Historic Route 66 und man sollte die Strecke auf jeden Fall mit in seinen Roadtrip  durch den Südwesten aufnehmen. 

Bereits in Seligman wird man von alten historischen Autos, kitschigen Stores und längst vergangenen Zeiten empfangen. Dieser Eindruck bleibt auch über die gesamte Strecke bestehen. Man fährt vorüber am Hackberry General Store, der innen und außen ganz im Stil der Route 66 dekoriert ist. Mit etwas Suchen findet man innen an der Decke sicherlich auch das Nummernschild seines Heimatlandkreises. Ganz große Fans bringen es extra dort an, wenn es noch nicht dort hängen sollte. Auf der Weiterfahrt nach Kingman stellt sich ein ganz besonderes Roadtripfeeling ein. Landschaftlich spannend wird es dann in der Gegend um die Stadt Oatman, die vor allem mit ihren wilden Eseln begeistert und so zu einem Touristenhotspot wurde.

Wir sind nun nicht gerade die größten Fans der Route 66 gewesen, aber dieses Teilstück wollten wir auf jeden Fall fahren und am Ende der Straße, dem Santa Monica Pier in Los Angeles waren wir ja auch schon.

Weißes Route 66 Emblem auf schwarzem Asphalt. Einer unserer Top 10 der Sehenswürdigkeiten in Arizona.
Route 66

Sehenswürdigkeiten in Arizona – Monument Valley

Das Monument Valley ist eines der Naturhighlights Arizonas, welches in keiner Rundreise durch den Südwesten fehlt und fehlen darf. Die eindrucksvollen Steinformationen sind Teil zahlreicher Verfilmungen und für viele Menschen der Inbegriff des Wilden Westens.

Hat man das entsprechende Fahrzeug parat oder nutzt man einen der Trucks der Navajoindianer, dann lohnt es sich die Straße durch das Valley zu fahren und sich durch die Wüste zu schlängeln.

Doch es gibt auch die weniger bekannte Variante, das Monument Valley zu erkunden, nämlich zu Fuß. Vom Visitor Center aus geht man in Richtung des Campgrounds und dort beginnt der Wildcat Trail. Auf 7,5 Kilometern umrundet man den West Mitten Butte und hat vom Trail aus immer wieder tolle Blicke in die Landschaft. Nur aufkommende Sandstürme sollte man versuchen zu entgehen und genügend Wasser mitnehmen, da der Wanderweg keinerlei Schatten aufweist.

Wir trauten unserer Limousine die Rundstrecke durch den Sand nicht zu und wanderten daher den Wildcat Trail, wie ihr hier nachlesen könnt.

West Mitten Butte vom Wildcat Trail im Monument Valley aus gesehen. Einer unserer Top 10 der Sehenswürdigkeiten in Arizona.
Wildcat Trail im Monument Valley

Sehenswürdigkeiten in Arizona – Chiricahua National Monument

Das Chiricahua National Monument ist ebenfalls einer der abgelegeneren Naturparks Arizonas und bleibt oft im Hintertreffen gegenüber Highlights wie dem Grand Canyon oder dem Monument Valley. Dabei lohnt sich ein Abstecher vor allem für Freunde von ausgedehnten Wanderungen und Felsformationen.

Der Bonity Canyon Campground befindet sich direkt im National Monument und liegt schön schattig in einem Wäldchen. Aufpassen sollte man nur auf Bären, vor welchen auf Schildern gewarnt wird. Wir sind keinem begegnet.

Mittlerweile ist die Straße auf den Gipfel wieder befahrbar und man kann direkt in die Trails durch die Felsformationen starten. Lohnenswert, sofern genug Zeit eingeplant, ist es dennoch am Visitor Center zu starten und den Lower Rhyolite Canyon Trail hochzuwandern. Nach einiger Zeit schwenkt man auf den Sarah Deming Trail und kommt dann zum Heart of the Rocks Loop mit den eigentlichen Felsformationen. Uns hat vor allem the kissing rock und die Ente gut gefallen und vielleicht entdeckt ihr ja noch bislang unbekannte Motive in den Felsen.

Felsformationen im Chiricahua National Monument. Einer unserer Top 10 der Sehenswürdigkeiten in Arizona.
Felsformationen im Chiricahua National Monument

Sehenswürdigkeiten in Arizona – Lower Antelope Canyon

Der Lower Antelope Canyon ist eines der berühmtesten Fotomotive der USA. Die Farbspiele auf seinen Wänden sind sogar zu einem Bildschirmschoner von Windows geworden und somit darf ein Besuch nicht fehlen, wenn man sowieso gerade in Page und Umgebung unterwegs ist.

Der Eintritt ist sehr teuer, wir haben für ein normales Ticket im Jahr 2016 28$ bezahlen müssen und waren erst sehr skeptisch. Aber nach unserer Tour durch den Canyon mit einem der Navajoguides waren wir begeistert. Über eine Metallleiter geht es hinunter und im Schatten ist es plötzlich auch angenehm, was die Temperaturen anbelangt. Man läuft durch den Canyon zurück zum Trailhead und hinter jeder Biegung warten neue Motive auf die Besucher. Zum Beispiel der Hai und wer weiß, vielleicht findet ihr zusammen mit eurer Gruppe noch weitere Motive.

Farbspiele im Lower Antelope Canyon am Haifelsen. Einer unserer Top 10 der Sehenswürdigkeiten in Arizona.
Farbspiele im Lower Antelope Canyon am Haifelsen

Sehenswürdigkeiten in Arizona – Grand Canyon National Park

Der Grand Canyon National Park, Namensgeber für Arizonas Untertiel „Grand Canyon State“ und sicherlich eines der berühmtesten Naturwunder der Erde. Ein Besuch dort ist quasi Pflicht einer jeden Rundreise und eines jeden Roadtrips durch die USA. Für uns stand bereits vor Reiseantritt fest, dass der Besuch des National Parks etwas ganz besonderes werden wird und in der Tat rangiert auf unser Liste ganz weit oben.

Am besten nehmt ihr euch mindestens zwei Nächte Zeit um den Park am South Rim entspannt erkunden zu können. Neben dem Abfahren der vielen Viewpoints entlang des Rims inklusiver der spektakulären Aussichten, gehört auch eine Wanderung in den Canyon hinein zum Pflichtprogramm. Empfehlenswert ist hier der South Kaibab Trail bis zur Cedar Ridge, einem kleinen Plateau einige Höhenmeter den Canyon hinab. Überschätzt auch eure Kräfte nicht, denn das erst Hinabwandern und dann wieder hoch müssen ist schnell tückisch, ebenso die wechselnden Temperaturzonen und Mikroklima entlang der Trails hinunter.

Übernachten kann man entweder in den Hotels und Lodges oder unter freiem Himmel am Mather Campground im Wald. Solltet ihr nach der Wanderung in den Canyon noch freie Zeit haben und vor allem noch fit genug sein, so empfehlen wir eine weitere Wanderung entlang des Rims. Der Rim Trail ist dabei mit Bussen erreichbar und an den verschiedenen Stationen kann man zu- oder aussteigen aus den Shuttle-Bussen.

Neben dem Lower Antelope Canyon war der Grand Canyon definitiv der Höhepunkt unseres Roadtrips und wir wollen unbedingt auch noch einmal an den North Rim, beziehungsweise von Rim zu Rim wandern.

Im Grand Canyon National Park. Einer unserer Top 10 der Sehenswürdigkeiten in Arizona.
Im Grand Canyon National Park

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