Albanien Roadtrip Tag 2: Es geht los – von Tirana nach Vlora

Albanien Roadtrip Tag 2: Es geht los – von Tirana nach Vlora

Ich hole unseren Mietwagen, einen Dacia Duster

Heute wollten wir von Tirana nach Vlora fahren und unseren Roadtrip beginnen lassen. Zumindest für mich war es eine sehr unruhige Nacht. Auf der harten Matratze gelang es mir nicht, allzu viel Schlaf zu bekommen. Sogar zwei laute Flugzeuge habe ich gehört. Pauli hat von all dem nichts mitbekommen.

Endlich war es dann früher Morgen und ich bin zum Flughafen gelaufen. Am Schalter von Europcar kam ich auch gleich an die Reihe. Gebucht hatten wir die Kategorie Dacia Duster und ich war wirklich gespannt auf dieses günstige SUV. Ist es halbwegs angenehm zu fahren, bekommen wir einen Duster mit Allrad, wird er wenigstens eine Klimaanlage haben? Fragen über Fragen. Am Schalter war ich dann schonmal froh, dass es ein Diesel werden sollte und wir somit mit dem SUV nicht allzu viel verbrauchen sollten. Ich bekam einen Zettel überreicht und sollte zum Parkplatz C3 von Europcar gehen.

Nach kurzer Wartezeit dort, brachte man das Auto. Weißer Dacia Duster und sogar mit Allrad, wie man an dem kleinen Schriftzug 4WD an der Seite gleich erkennen konnte.

Die Kratzer seitlich rechts und der kaputte Spiegel links wurden ordnungsgemäß notiert und unsere geplante Abgabezeit konnte ich 2 Stunden nach hinten schieben. Im Innenraum war es etwas dreckig und staubig, aber egal. Kaum Kilometer auf der Uhr und erst im April 2018 zugelassen worden. Unser Roadtrip kann starten, es soll zu Beginn von Tirana nach Vlora gehen..

Unser weißer Dacia Duster am Flughafen von Tirana ehe wir von Tirana nach Vlora fahren
Unser weißer Dacia Duster am Flughafen von Tirana

Frühstück am Hotel Jurgen

Nachdem ich das Auto gecheckt hatte, fuhr ich die paar Meter zum Hotel und parkte direkt davor. Holte Pauli vom Zimmer ab und wir gingen im kleinen Garten des Hotels frühstücken, denn das war immerhin im Preis inklusive. Es gab Brötchen, Käse, Butter und Pflaumenmarmelade. Dazu Kaffee für Pauli und Tee für mich.

Zurück auf dem Zimmer packten wir unsere Sachen zusammen und ich nutzte die Gelegenheit für ein paar Bilder.

Unsere ersten Kilometer auf Albaniens Straßen

Nachdem wir ausgecheckt haben, stürzten wir uns in den Verkehr Tiranas. Schon auf den ersten Kilometern dachten wir, die Polizei will uns anhalten und kontrollieren, weshalb wir auf eine kleine Nebenstraße abbogen um für die Kontrolle anzuhalten. Aber offenbar waren doch nicht wir gemeint, denn es wurde der Mercedes vor uns herausgezogen.

Wir kämpften uns durch den absolut chaotischen Verkehr (keine Spuren, keine Regeln) und kamen irgendwann ans Einkaufszentrum Ring Center wo wir in der Tiefgarage parkten.

Einkauf in Tirana und Mittagspause im Grünen

Erste Station war der dortige Rossmann & Lala, wo wir lauter uns bekannte deutsche Produkte vorfanden. Vor allem die Rossmann Eigenmarken waren dort stark vertreten. Irgendwie ja auch logisch. Generell sehr interessant, wie die deutschen Supermärkte und Drogerien auf dem Balkan so aktiv sind. Kaufland und Lidl gibt es ja zum Beispiels auch in Kroatien. 

Nachdem wir uns mit dem Nötigsten eingedeckt haben, waren wir noch Geld wechseln und im Conad nebenan Lebensmittel kaufen. Die Preise dort sind auf hohem Niveau. Zum Teil teurer als bei unseren Discountern zuhause. Aber kein Wunder, wird doch so gut wie alles an Waren aus Italien importiert.

Im Anschluss verließen wir Tirana und suchten uns einen Fleck im Grünen für die Mittagspause. Camping Tirana an einem See sollte es sein. Der Weg dorthin war eine steinige Piste und somit die erste Herausforderung für unseren Duster. Aber er hat es geschafft und mit schönem Blick über den See aßen wir zu Mittag. 

Wir fahren von Tirana nach Vlora

Nachdem wir uns gesättigt hatten, brachen wir auf in Richtung der Küstenstadt Vlora im Süden Tiranas. Immer wieder wunderten wir uns über den Straßenverkehr. Grasende Kühe auf der Autobahn, uralte Mercedes und tiefe Schlaglöcher. Ja sogar Pferdekutschen waren auf der Autobahn unterwegs.

Nach einigen Kilometern wollten wir tanken und hielten an einer Autobahntankstelle der Marke Kastrati. Und entweder hat uns der Tankwart betrogen oder die Tankanzeige des Dusters ist extrem ungenau. Die war noch 3/4 voll und er hat aber 25 Liter Diesel getankt, bei einem 50 Liter Tank. Leider ist es mir zu spät aufgefallen, denn ich wurde erst auf der Weiterfahrt stutzig und nachdenklich.

Endlich in Vlora angekommen folgen wir der Uferpromenade
Endlich in Vlora angekommen folgen wir der Uferpromenade

Von Tirana nach Vlora – endlich angekommen

Endlich in Vlora, ging es die sehr steile Straße hinauf zum Apartment Panoramio. Die erste Etappe unseres Roadtrip, von Tirana nach Vlora, war damit geschafft. Nach einem kurzen Anruf meinerseits beim Vermieter, kam jemand und brachte uns hinauf in unser Apartment. Sofort war klar, die Aussicht vom Balkon aus ist ein echter Traum.

Dann kam Jimi, unser italienischer Vermieter, und mit telefonischer Unterstützung durch seine Frau (sie konnte Englisch) wurde uns alles im Apartment erklärt. Wir haben wohl ein Upgrade bekommen. Sogar Küchenausstattung gibt es in ausreichender Menge. Schnell brachten wir unser Gepäck nach oben und fuhren nochmal zu Coop und kauften weitere Vorräte ein.

Zum Abendessen haben wir uns Nudeln mit Tomatensoße gekocht. Hat lange gedauert, da der Herd nicht beschriftet war und wir erstmal herausfinden mussten, wie wir die Platte richtig heiß bekommen.

Gegessen wurde auf dem Balkon wo wir auch danach die Aussicht genossen haben. Pauli las im Reiseführer und ich nutzte die Gelegenheit und schrieb meinen Tagebucheintrag für den heutigen Tag.

Gefahrene Kilometer: 216

Kosten Apartment: 27,00 €

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