Projekt 16 Summits: Feldberg, höchster Berg in Baden-Württemberg

Projekt 16 Summits: Feldberg, höchster Berg in Baden-Württemberg

Im Jahr 2019 haben wir unser Projekt 16 Summits Deutschlands gestartet. Dabei wollen wir in jedem Bundesland den jeweils höchsten Berg besteigen. Und das zu Fuß ohne zu Schummeln. Im letzten Jahr konnten wir so schon so einige Berge abhaken und heute wollen wir euch von unserer Tour um und auf den Feldberg in Baden-Württemberg berichten. Der erste Gipfel war der Fichtelberg im Erzgebirge. Danach folgten noch der Brocken, der Wurmberg, der Langenberg und sogar der Kutschenberg in Brandenburg.

Blick auf die Seilbahn zum Seebuck.
Blick vom Parkhaus aus in Richtung Seebuck

Generelles zum Feldberg

Mit seinen 1.493,00 Metern über dem Meeresspiegel ist der Feldberg im Schwarzwald nicht nur der höchste Berg in Baden-Württemberg, sondern auch die höchste Erhebung aller deutschen Mittelgebirge. Somit auch der höchste Berg außerhalb der deutschen Alpen. Er ist außerdem der Namensgeber für die Gemeinde Feldberg-Ort am Fuße des Berges. 

Blick auf Feldberg-Ort vom Seebuck aus
Blick auf Feldberg-Ort vom Seebuck aus

Wie komme ich auf den Feldberg

Wandermöglichkeiten auf den Feldberg

Möchte man den Feldberg erklimmen und auch den nahegelegenen, dem Feldberg vorgelagerten, Seebuck erwandern, so hat man sozusagen die Qual der Wahl. Verschiedenste Wanderrouten und Möglichkeiten stehen einem zur Verfügung. Der direkteste Weg führt von Feldberg-Ort hinauf auf den Seebuck und von dort direkt zum Gipfel des Feldberges. Auf Wunsch kann man sogar mit dem Lift auf den Seebuck hoch, dann wird das Ganze im Grunde zum Spaziergang. Festes Schuhwerk sollte man dennoch tragen. Leider sieht man immer wieder Touristen in FlipFlops auf den Bergen.

Wanderwege sind also zahlreich vorhanden und das in verschiedenen Untergründen. Von Asphalt bis hin zu steinernen Stufen neben einem Bach ist alles vorzufinden. Dabei ist auch immer genügend Ausschilderung vorhanden, sodass einem die Orientierung nicht allzu schwer fallen sollte.

Wanderwegweiser am Feldberg
Einer der vielen Wegweiser am Feldberg

Auf jede der Möglichkeiten, die sich auch noch teilweise miteinander kombinieren lassen, einzugehen würde hier auf jeden Fall den Rahmen sprengen. Wir recherchierten vor unserer Wanderung im Netz und wurden auf hochschwarzwald.de fündig. Dort sind viele Wanderungen der Region Feldberg aufgelistet und auch die Top 3 der Möglichkeiten einer Feldbergbesteigung beschrieben. Route unserer Wahl war der Feldbergsteig. Wie wir diesen auf den Feldberg in Baden-Württemberg gelaufen sind, lest Ihr in diesem Beitrag.

Kuh am Feldberg
Kuh mit Glock am Feldberg

Anfahrt zum Ausgangspunkt der Wanderung auf den Feldberg

Generell lässt sich sagen, dass Feldberg-Ort mit dem großen Parkhaus ein guter Ausgangspunkt für Touren am Feldberg darstellt. Beim Wandern muss man, wie im Mittelgebirge üblich, auch auf andere Touristen Rücksicht nehmen. Vor allem Fahrradfahrer sind hier viele unterwegs, aber auch die ein oder andere Kuh kann einem begegnen.

Herbstlicher Blick auf den Feldberg
Herbstlicher Blick auf den Feldberg in Baden-Württemberg

Unsere Wanderung auf den Feldberg

Eigentlich wollten wir schon einen Tag zuvor auf Tour gehen, doch starker Regen und wolkenverhangener Himmel machten diesen Plan zunichte. Da hätten wir keine Freude dran gehabt und wären nach wenigen Metern schon völlig durchnässt gewesen. Stattdessen haben wir Freiburg kennenlernen dürfen.

Am Tag unserer Wanderung war das Wetter dann wie ausgewechselt. Strahlend blauer Himmel, vereinzelte Wolken dominierten die erste Tageshälfte. Wir konnten uns nicht beklagen. Wie schon erwähnt, entschieden wir uns für den Feldbergsteig, welchen wir aber entgegen der empfohlenen Richtung gehen wollten um den Gipfel als Highlight gegen Ende zu haben.

Ausgangspunkt für unsere Wanderung war das weiter oben erwähnte Parkhaus. Von dort sind wir durch den Ort gelaufen, wo es so früh am morgen noch relativ ruhig war, bis wir den Karl-Egon-Weg erreichten. Diesem folgten wir nun den Berg hinunter zum Feldsee. Der Weg war durch den starken Regen des Vortages sehr aufgeweicht und das Wasser suchte sich seinen Weg mitunter auch auf dem Wanderweg.

Karl-Egon-Weg zum Feldsee
Wanderweg zum Feldsee

Am Feldsee legten wir eine erste Pause ein, tranken etwas Wasser und blickten die Felswände hinauf in Richtung Berg. Den tiefsten Punkt für heute hatten wir nun erreicht. Von nun an sollte es bergauf gehen, bis wir den Gipfel erreichen sollten.

Pauline am Feldsee
Pauline am Ufer des Feldsees

Weiter ging es für uns am Raimartihof vorbei, welchen wir in naher Entfernung sehen konnten. Dort war es schön sonnig, doch unser Wanderweg führte uns weiter durch den schattigen Wald. Früh am Morgen war es hier noch etwas kühl, aber auszuhalten. Wir folgten nun also dem Raimartiweg durch den Wald bis wir die Abzweigung zum Sagebachschlag-Steig erreichten.

Steinere Stufen am Sagebachschlag-Steig
Wanderweg am Sagebachschlag-Steig nach einem Regentag

Dort wurde es nun spannend. Der Weg führt direkt am Sagebach entlang und nach dem gestrigen Starkregen war der Bach etwas gut mit Wasser gefüllt, sodass er sich seinen Weg bahnte und dabei auch vor dem Steig keinen Halt machte. Mit guten Wanderschuhen kein Problem, aber dennoch mitunter eine rutschige Angelegenheit. Nach einigen Höhenmetern kamen wir oben an und gingen die Straße „Baldenweger Buck“ entlang bis zur Baldenweger Hütte.

Baldenweger Hütter am Feldberg in Baden-Württemberg
Nur eine Katze war an der Baldenweger Hütte zu sehen

Rund um die Hütte grasten die Kühe, doch wir wollten uns nicht an den Bierbänken niederlassen und haben daher auch die Katze links liegen gelassen. Einige Meter die Straße weiter, entdeckten wir eine schön gelegene Bank mit tollem Blick. Dort setzten wir uns und machten die nächste Kurzpause.

Bank am Feldberg nahe der Baldenweger Hütte
Unserer Pausenbank nahe der Baldenweger Hütte

Die Straße endete dann und wir verschwanden wieder im Wald und folgten dem Wanderweg bis wir nach einiger Zeit die nächste Hütte erreichten. An der Zastler Hütte trafen wir auf einige Mountainbiker, welche den Aufstieg mit dem Fahrrad bewältigen wollten.

Nun schlängelten wir uns immer weiter den Feldberg hinauf, zunächst noch im Wald, später dann schon fast wie in den Alpen über den Baumgrenzen. Angekommen an der Sankt Wilhelmer Hütte war es dann auch schon spät genug, sodass die Bänke vor dem Gebäude voll besetzt mit Gästen waren.

Weg zur Sankt Wilhelmer Hütte
Weg zur Sankt Wilhelmer Hütte bei bestem Wetter auf dem höchsten Berg von Baden-Württemberg

Wir machten hier keine Pause, sondern wagten uns an den Endspurt auf den Gipfel des Feldberg in Baden-Württemberg. An der Hütte zweigt ein kleiner Pfad ab, welchem wir nun bis auf den Gipfel folgten. Oben angekommen war es dann doch recht windig und für kurze Zeit waren auch viele Wolken zu sehen. Aber wir hatten es geschafft und die Wanderung auf den Feldberg hinauf war eine tolle Erfahrung.

Blick vom Feldberg zum Seebuck mit dem Aussichtsturm
Blick auf den Seebuck und den Feldbergturm vom Feldberg aus

Nur kurz befassten wir uns mit den Gebäuden am Gipfel. So gibt es zum Beispiel eine Wetterstation des Deutschen Wetterdienstes hier oben.

Wetterstation am Feldberg
Die Wetterstation des Deutschen Wetterdienstes auf dem Feldberg

Durch die Senke wanderten wir hinüber zum Seebuck, bis wir den dortigen Feldbergturm erreichten. Dort wollten wir in der Sonne auf einer der Bänke zu Mittag essen, was wir nach einem Besuch des Feldbergturms mit seiner tollen Aussicht auch taten. Um auf die Aussichtsplattform zu kommen, muss man auch den Eintritt in das Schinkenmuseum zahlen, welches im Turm untergebracht ist. Immerhin gibt es dort auch Toiletten.

Christian auf dem Feldbergturm mit dem Feldberg im Hintergrund
Christian auf dem Feldbergturm, der auf dem Seebuck steht. Den Feldberg sieht man im Hintergrund.

Nach unserer Mittagspause wanderten wir dann noch bergab nach Feldberg-Ort. Unser Wanderweg endete direkt am Parkhaus, wo unsere tolle Wanderung endete. Der höchste Gipfel in Baden-Württemberg war damit abgehakt. Ein weiteres Erfolgserlebnis auf unserer Mission der 16 Summits Deutschlands.

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