Projekt 16 Summits: Kutschenberg, der höchste Berg in Brandenburg

Projekt 16 Summits: Kutschenberg, der höchste Berg in Brandenburg

Wie ihr wisst, haben wir ja vor kurzer Zeit unser Projekt der 16 Summits Deutschlands gestartet. Wir wollen jeweils den höchsten Berg eines jeden deutschen Bundeslandes besteigen. Natürlich zu Fuß, Schummeln zählt hier nicht. Den Fichtelberg in Sachsen haben wir schon im Januar bei Eis und Schnee erklommen, der Brocken folgte im Sommer. Während unserer letzten Urlaubswoche im Frühherbst diesen Jahres folgten Feldberg in Baden-Württemberg sowie der Wurmberg in Niedersachsen. Ein weiter Gipfel ist von Leipzig nicht allzu weit entfernt, also machten wir uns auf den Weg an die Landesgrenze zu Brandenburg. Dort sollte es auf den Kutschenberg, höchster Berg in Brandenburg gehen.

Hölzerner Wegweiser zum Kutschenberg
Wegweiser zum Kutschenberg

Generelles zum Kutschenberg

Mit 201 Metern über dem Meeresspiegel ist der Kutschenberg der höchste Berg Brandenburgs und das ganz knapp, denn zum einen übertrifft er den zweithöchsten Berg um nichtmal einen Meter, sondern liegt auch noch gerade so im Bundesland Brandenburg an der Grenze zu Sachsen.

Der Berg ist Teil der Kmehlener Berge, einer Hügelgruppe, welche als Naherholungsgebiet dienen und die Durchführung verschiedener Sportarten wie Motocross ermöglichen. Der Berg ist mit Wald bedeckt und somit der Gipfel vor allem dank des Gipfelsteins zu erkennen. In der Nähe verläuft die Autobahn A13, welche immer wieder mal mehr mal weniger stark zu hören ist.

Blick auf die Autobahn A13 vom Kutschenberg aus bei bewölktem Himmel.
Blick auf die A13 vom Kutschenberg aus

Wie komme ich auf den Kutschenberg

Tatsächlich ist es gar nicht schwer, auf den Kutschenberg zu gelangen. Man sollte sich jedoch nicht täuschen lassen von der geringen Höhe, denn je nachdem von wo aus man startet, erwartet einen zumindest ein kleiner knackiger Anstieg an der ehemaligen Skihütte.

Kleiner Pfad auf den Kutschenberg
Knackiger Anstieg auf den Kutschenberg nahe der ehemaligen Skihütte

Eine Variante ist es, von Großkmehlen aus auf den Gipfel zu gelangen. Man kann sein Auto an der Blochwitzer Straße parken, dort gibt es eine kleine Wendemöglichkeit, sowie eine Picknickgarnitur mit Dach. Von dort wandert man den Flurweg entlang und gelangt zur ehemaligen Skihütte. An dieser vorbei kommt der kurze, aber knackige, Anstieg und dann ist man auch schon am Gipfel angekommen, welcher durch einen Stein markiert wird.

Gipfelmarkierung in Form einer Steinsäule am Kutschenberg in Brandenburg.
Steinsäule auf dem Gipfel des Kutschenbergs

Alternativ kann man sein Auto auch zwischen Groß- und Kleinkmehlen abstellen und über verschiedene kleine Wege, zum Teil vorbei an der Motocrossstrecke, zum Gipfel gelangen. Der direkteste und kürzeste Weg beginnt an dieser Offroadstrecke, dann sind es nur wenige Meter bis zum Ziel.

Unsere Wanderung auf den Kutschenberg in Brandenburg

Wir starteten am frühen Vormittag in Leipzig, es regnete und der Himmel war grau und wolkenverhangen. Aber wir dachten uns, dass das für den Kutschenberg schon passen würde, der Gipfel ist sowieso voller Wald und bei gerade mal 201 Meter Höhe erwarteten wir auch keinen allzu spektakulären Ausblick. Nicht mal unsere Wanderschuhe nahmen wir mit. Einfach Sportschuhe mussten genügen.

Da wir Zeit hatten, fuhren wir rein über Landstraßen ans Ziel und nahmen nicht die Autobahn, auf welcher wir circa 30 Minuten Zeit eingespart hätten, aber auch 30 Kilometer weiter gefahren wären. Wir parkten am Ende der Blochwitzer Straße in Großkmehlen, direkt neben der überdachten Picknickbank.

Blick in die Landschaft von Großkmehlen aus.
Blick vom Parkplatz in Großkmehlen

Mittlerweile hatte es zum Glück aufgehört zu Regnen, nur der Himmel, der war nach wie vor voller dunkler Wolken. Wir begannen unsere kleine Wanderung, indem wir dem Feldweg Richtung Kutschenberg folgten.

Feldweg unter wolkenverhangenem Himmel in Richtung Kutschenberg
Feldweg in Richtung Kutschenberg
Waldweg im Herbst am Kutschenberg. Gelbes Laub an den Bäumen und auf dem Weg und den Wiesen.
Herbst am Kutschenberg

Nach einigen hundert Metern begann der Wald und der Weg war voller Blätter. Es wird eben langsam aber sicher doch Herbst. Im Sonnenschein würde das Farbspiel der Blätter mit Sicherheit noch besser zur Geltung kommen. Wir bogen dann auf den Trampelpfad in Richtung ehemaliger Skihütte ab und hier rächte sich jetzt unsere Entscheidung für die Sportschuhe. Der Boden und das Gras waren nass und feucht und unsere Schuhe nicht wasserdicht. Immerhin hatten wir ja an Wechselschuhe gedacht und diese im Auto deponiert.

Die Skihütte wurde hier noch bis vor wenigen Jahren von den Bewohnern Großkmehlens genutzt. Neben Rodeln, wurde am dortigen Hang sogar Abfahrtski gefahren, so haben wir es zumindest gelesen. Leider ist die Hütte von außen in keinem allzu guten Zustand mehr, sogar Einbruchsspuren waren an der Eingangstür erkennbar. Angeblich kam es zu Uneinigkeiten bezüglich der Höhe der Pacht zwischen der Eigentümerin und dem mietenden Sportverein mit dem Resultat, dass die Hütte jetzt eben nicht mehr genutzt wird.

Ehemalige Skihütte am Kutschenberg. Die verlassene Hütte liegt im Wald und wird nicht mehr genutzt.
Ehemalige Skihütte und Skihang am Kutschenberg

Wir folgten dem Pfad den Skihang hinauf und bewältigten den kurzen und steilen Anstieg. Nach einigen weiteren Metern standen wir dann am Gipfel. Leider hatten wir das Gipfelradler zuhause vergessen. Das musste heute also ausfallen. Vom Gipfel aus folgten wir dem Pfad aus dem Wald hinaus und blickten auf die Autobahn A13. Hier waren wir dann auch nicht mehr in Brandenburg und dem Kutschenberg, sondern wieder in Sachsen. Dann ging es zurück in den Wald und wir machten einen Schlenker um den Gipfel herum und landeten wieder unterhalb der Skihütte.

Grüne Wiese am Waldrand nahe des Kutschenberges.
Blick aus dem Wald am Kutschenberg

Von dort machten wir uns auf den Rückweg zum Auto, wo wie die überdachte Picknickstelle für einen kleinen Mittagssnack nutzten, ehe wir zurück nach Leipzig fuhren. Alles in allem war der höchste Berg Brandenburgs schnell abgehakt, gute drei Kilometer haben wir dabei zurückgelegt. Ein schöner Spaziergang also. Die Landschaft ist nicht schlecht und der Berg mit der Skihütte durchaus eine Empfehlung wert.

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