Ausflugstipp Sachsen: Totenstein und Maria Josefa-Turm bei Chemnitz

Ausflugstipp Sachsen: Totenstein und Maria Josefa-Turm bei Chemnitz

Das ganze Jahr über verreisen. Das dürfte für viele Menschen, uns eingeschlossen, eine absolute Wunschvorstellung sein. Doch leider ist ein solcher Lebensstil nicht allzu vielen von uns vergönnt. Doch um etwas zu erleben muss man ja auch nicht zwangsläufig in die Ferne reisen. Wir wollen daher Anregungen geben, was alles an Wochenenden, im Urlaub oder an Feiertagen unternommen werden kann.

Begonnen haben wir mit dem Blauenthaler Wasserfall im Erzgebirge. Heute setzen wir die Serie mit einem weiteren Ausflugstipp in Sachsen fort. Es geht um dem Totenstein und dem dortigen Maria Josefa-Turm bei Chemnitz, dem Tor zum Erzgebirge.

Nahe dem Totenstein mit Blick Richtung Grüna
Blick auf Grüna, kurz vor dem Anstieg zum Totenstein

Was gibt es Allgemeines zum Totenstein zu sagen?

Der Berg Totenstein liegt unweit der Großstadt Chemnitz, ehemals bekannt als Karl-Marx-Stadt, und damit nicht allzu weit entfernt vom Erzgebirge. Mit seinen 483 Meter Höhe über Normalnull ist er einer der höchsten Berge im Vorland des Erzgebirges. Deutlich höher auch als zum Beispiel der Kutschenberg in Brandenburg, den wir im Rahmen unseres Projekts „16 Summits Deutschlands“ bereits bestiegen haben. Den passenden Bericht davon findet ihr hier verlinkt.

Blick auf den Funkturm Totenstein vom Maria Josefa-Turm aus
Blick auf den Funkturm am Totenstein

Bereits im Jahr 1886 haben die Erzgebirgszweigvereine Limbach und Rabenstein die Anhöhe des Totensteins touristisch genutzt und einen Aussichtsturm errichtet. Schon damals trug dieser den Namen Maria Josefa-Turm und dank 22 Meter Höhe hatte man einen guten Blick auf die Umgebung. Am Fuße des Turmes gab es, zumindest im Sommer, gastronomische Angebote, weshalb sich der Totenstein schnell zu einem beliebten Ausflugsziel entwickelte.

Der originale Turm musste im Jahr 1953 abgerissen werden, er war einfach zu baufällig geworden. Anstelle des Aussichtsturmes wurde nun ein Funkturm aus Beton erbaut, welcher auch heute noch am Totenstein vorzufinden ist und für den Mobilfunk genutzt wird. Erst 1998 ist ein neuer Aussichtsturm entstanden. Mit 30 Meter Höhe ragt er nochmal etwas weiter in den Himmel als sein Vorgänger. Die Besteigung des Turmes ist kostenfrei und sofern das Wetter mitspielt, kann man bis weit ins Erzgebirge und dessen Vorland blicken.

Maria Josefa-Turm am Totenstein
Aussichtsturm Maria Josefa am Totenstein

Wie komme ich zum Totenstein?

Den Totenstein selbst erwandert man am besten oder fährt mit dem Mountainbike bis zum Turm. Ausgangspunkte dafür gibt es jedoch sehr viele. Der Berg liegt nördlich des Chemnitzer Stadtteils Grüna und westlich des Stadtteils Rabenstein. Im Norden verläuft nicht weit entfernt die Bundesautobahn A4, sodass man sich dem Totenstein am besten vom Süden oder Osten her nähert.

So kann man beispielsweise sein Auto in Grüna parken und zu den Türmen wandern. Alternativ stellt man sein Fahrzeug in Rabenstein ab und wandert von dort durch den Rabensteiner Wald bis man am Ziel angelangt.

Im Rabensteiner Wald im Osten des Totensteins
Waldweg vom Totenstein in Richtung Rabenstein

Wenn man mit den öffentlichen Verkehrsmitteln anreist, beispielsweise mit der S-Bahn vom Chemnitzer Hauptbahnhof bis Grüna, kann man auch eine schöne Rundwanderung unternehmen. Man durchquert Grüna und steigt hinauf zum Totenstein, unserem heutigen Ausflugstipp in Sachsen. Von dort geht es dann durch den Rabensteiner Wald und im Anschluss durch Rabenstein zur Endstelle der Linie 32 der CVAG. Mit dieser fährt man zurück zum Hauptbahnhof.

Blick vom Maria Josefa-Turm
Aussicht vom Maria Josefa-Turm am Totenstein

Was kann man am Totenstein unternehmen?

Am Totenstein ist vor allem der Aussichtsturm Maria Josefa das Ziel der Wanderer und Ausflügler. Vor Ort lässt sich die 30 Meter hohe Konstruktion relativ schnell erklimmen, Schwindelfreiheit und keine Höhenangst vorausgesetzt. Von der Aussichtsplattform aus hat man dann, je nach Wetter, eine tolle Aussicht. Mit und ohne Fernglas kann man ins Erzgebirge und dessen Vorland blicken, aber auch den nahen Funkturm ansehen oder den Blick auf Chemnitz schweifen lassen.

Blick auf Chemnitz und den bunten Schornstein
Blick auf den bunten Schornstein von Chemnitz

Es ist viel Wald um einen herum, sodass man den Besuch des Turmes ideal mit einer Radtour oder Wanderung verbinden kann. Aber auch ein verlängerter Spaziergang von Grüna aus lohnt sich auf alle Fälle. Am Fuße des Turmes gibt es Sitzmöglichkeiten um sich auszuruhen. Einkehren kann man in Meiers Totenstein Alm, welche einige Meter vom Aussichtsturm entfernt am Funkturm liegt.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Totenstein mit seinen beiden Türmen ein lohnenswertes Ziel für einen Ausflug sein kann. Je nachdem wie viel Zeit man hat, kann man nur spazieren oder durch den Rabensteiner Wald wandern. Um einen Tag zu füllen, ergänzt man die Tour zu diesem Ausflugstipp in Sachsen mit einem Besuch des Wildgatters in Rabenstein.

Schreibe einen Kommentar