Reisetipp Kroatien: Festung Knin

Reisetipp Kroatien: Festung Knin

Während unserer Reise nach Dalmatien im schönen Kroatien war es schon etwas weiter fortgeschritten im Jahr. Wir waren im Oktober dort und die Naturschauspiele in den Nationalparks zeigten sich in den schönen Herbstfarben. Aber nicht nur auf die Natur wirkte sich der Herbst aus, sondern auch auf die kulturellen Attraktionen Kroatiens. So waren wir bei unserem Besuch auf der Festung Knin weitestgehend für uns alleine. Uns hat es auf Europas zweitgrößter Festungsanlage so gut gefallen, dass wir sie als Reisetipp Kroatien weiterempfehlen können.

Was gibt es Allgemeines zur Festung Knin zu sagen?

Die Festung Knin ist mit ihrer gesamten Ausdehnung auf dem Felsen, beziehungsweise Berg, hundert Meter über der gleichnamigen Stadt das größte Festungsbauwerk Kroatiens. Ja sie ist sogar die zweitgrößte Festung Europas und in einem relativ guten Zustand erhalten geblieben.

Alte Mauern der Festung Knin
Die alten Mauern der Festung Knin warten nur darauf von euch erkundet zu werden.

Ob sie mit ihren knapp 50.000 Quadratmetern Ausdehnung nun wirklich die zweitgrößte Festung Europas ist haben wir nicht nachgeprüft und je nach Definition einer Festung, ist man sich nicht einmal über die größte Festung Europas einig. Aber die Festung Königstein im Elbsandsteingebirge ist relativ weit vorne mit im Rennen und auch definitiv einen Besuch wert.

Doch zurück zur Festung Knin. Der Bau der Anlage begann bereits vor über tausend Jahren und wurde wohl vor allem dadurch bedingt, dass die Stadt Knin immer wieder einmal als Hauptstadt Kroatiens fungierte. Lange Zeit war sie Hauptsitz der kroatischen Könige und selbst unter der Herrschaft der Türken war die Stadt ein Verwaltungssitz. Erst seit dem Ende der letzten Kämpfe im Jahr 1995, wobei leider viel Infrastruktur zerstört wurde, und der Unabhängigkeit Kroatiens sucht Knin nach einer neuen Zukunft.

Zusammengesetzt ist die Festungsanlage aus insgesamt fünf miteinander verbunden Teilbereichen, welche von einer über 2 Kilometer langen Mauer umschlossen werden. Insgesamt ist die Festung 470 Meter lang und bis zu 110 Meter breit. Die teilweise begehbaren Festungsmauern sind stellenweise bis zu 20 Meter hoch.

Wie kommt man zur Festung Knin und wo kann man parken?

Die Stadt Knin wurde mit ihren circa 15.000 Einwohnern, für diese Gegend Kroatiens ist das schon viel, beim Bau der Autobahn in den Süden vernachlässigt. Diese relativ neue Hauptverkehrsader umgeht die Stadt leider weitläufig, sodass man mit dem PKW über eine der kroatischen Staatsstraßen anreisen muss. Von Nordwesten oder Südosten kommend ist das die D1 und von Süden, bzw. Norden, kommend die D33.

Wir sind mit dem PKW von Pirovac aus über die Landstraßen angereist und haben dafür in etwa gute 70 Minuten gebraucht für die 65 Kilometer Strecke. Vorteil der Landstraßen und der recht niedrigen Geschwindigkeit ist der dadurch sehr niedrige Benzinverbrauch. Es gibt aber auch einen Bahnhof in Knin, der einen Haltepunkt auf der Strecke von Zagreb nach Split und zurück darstellt. Auch ist es möglich von der Küstenstadt Sibenik aus mit dem Zug anzureisen.

Kommt man mit dem eigenen Auto, so muss dieses natürlich irgendwo abgestellt werden. Direkt an der Burg gibt es keine Parkmöglichkeiten, sodass wir uns etwas umsehen mussten bis wir einen geeigneten Abstellplatz gefunden haben, der auch mit dem normalen Fahrzeug befahren werden kann. Gefunden haben wir diesen nahe des Sportplatzes im Süden Knins, relativ direkt unterhalb der Festung.

Parkplatz unterhalb der Festung Knin
Unser Parkplatz am Sportplatz unterhalb der Festung Knin

Auf Google sogar als Parking eingezeichnet und kostenfrei nutzbar. In der direkten Nähe ist auch eine SB-Waschstation für Autos.

Was kann man auf der Festung Knin erleben und unternehmen?

Aber was kann man nun auf der Festung Knin unternehmen, nachdem man oben auf dem Berg angekommen ist und nun 100 Meter über der Stadt steht. Warum ist die Festung Knin ein Reisetipp für Kroatien?

Nun, sobald man die Festung durch das große steinerne Tor betreten hat, ist man im Inneren des ersten der fünf Teilbereiche der Anlage. Hier findet man auch gleich die Museumsverwaltung und steht nun auf dem Festungsplatz.

Von hier aus kann man nun entweder in Richtung Süden zum Südteil der Festung gelangen und von dort den tollen Blick auf die Anlage und die Stadt Knin selbst werfen. Oder aber man entscheidet sich den untern Teil der Festung zu verlassen und vorbei am Museum in die oberen Bereiche der Anlage zu gehen.

Blick auf die Festung Knin vom Tor am Eingang aus
Immer wieder hat man atemberaubende Blicke auf die Festung und die Umgebung, was den eigentlichen Reiz eines Besuchs in Knin ausmacht.

Immer wieder sind Gebäude und auch Mauerteile frei begehbar. Hier jedoch bitte aufpassen, da nicht alles gesichert und mit Geländern versehen ist. Auch durch die Mauern hindurch kann man gehen und das ein oder andere ehemalige Verließ betreten.

Die Ausstellungen der Museen behandeln vor allem die Historie der Burganlage sowie die jüngste Vergangenheit und somit die Kämpfe der 90er Jahre und die darauffolgende Unabhängigkeit Kroatiens.

Unser Besuch der Festung Knin

Unseren detaillierten Reisebericht zu unserem Tag rund um Knin und die imposante Festung hoch über der Stadt haben wir ja bereits weiter oben im Artikel verlinkt. Wir wollen an dieser Stelle nicht noch einmal alles wiederholen, was wir dort schon niedergeschrieben haben, sondern noch einmal betonen, dass uns die Festung Knin sehr gut gefallen hat.

Zum einen ist es ein kleines Abenteuer sich auf einer so großen Anlage weitestgehend frei bewegen zu können und auch einmal die ein oder andere Mauer zu beklettern. Zum anderen bieten sich vor allem im Norden und Süden der Anlage beeindruckende Ausblicke auf die Stadt, die Festung sowie die Umgebung. Mitunter hat man auch Kroatiens höchsten Berg, die Dinara, von hier aus in voller Pracht erkennen.

Neben all den Möglichkeiten der Entdeckung vermitteln die Museen zusätzlich einen ersten Eindruck zur kroatischen Geschichte und sollten bei einem Besuch der Anlage nicht einfach übergangen werden. Wir finden beide, dass sich die lange Anfahrt von der Küste nach Knin lohnt und empfehlen den Besuch der Festung Knin daher als Reisetipp Kroatien weiter.

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