Roadtrip USA – Tag 24: Wanderung Carlsbad Caverns

Roadtrip USA – Tag 24: Wanderung Carlsbad Caverns

Sonnenaufgang im Guadalupe Mountains National Park

Auch heute haben wir uns nach dem Klingeln des Weckers nochmal eine halbe Stunde hingelegt. Wir werden ja tatsächlich noch richtige Langschläfer. Da wir nicht nochmal in der Hocke essen wollten, haben wir das Frühstück vertagt und gleich mit dem Abbau angefangen. Davor habe ich aber noch unser Zelt im Sonnenaufgang fotografiert, denn der war heute mal wieder besonders schön und wir haben den Morgen im Guadalupe Mountains National Park richtig genießen können. Doch wir wollten heute weiter und zu einer Wanderung in die Carlsbad Caverns aufbrechen.

Carlsbad Caverns National Park

Der Abbau ging schnell vonstatten und die Fahrt zum Carlsbad Caverns National Park hat auch nicht lange gedauert, da die beiden Parks nahe beieinander liegen.

Schon bei der Einfahrt zu den Caverns stand auf einem Schild, dass der Aufzug außer Betrieb ist. Macht nichts, dann laufen wir eben runter und wieder hoch, außerdem hatten wir die Hoffnung, dass dann weniger Touristen hier sein würden. :biggrin:

Aber davor haben wir an der Picnic Area gefrühstückt und uns für die Wanderung in die Dunkelheit gestärkt. Danach haben wir das Ticket geholt und sind zum Eingang der Höhle gelaufen, um uns die kurze Einweisung durch den Ranger anzuhören.

Leider war es noch nicht die richtige Jahreszeit, um den Batfly zu erleben, denn die Fledermäuse sind fast alle noch in Mexico. Aber einige haben wir trotzdem gesehen.

Immer weiter ging es auf den Serpentinen unter die Erde, auf einem geteerten Weg. Das komplette Wegenetz in der Höhle ist asphaltiert, das haben wir so nicht erwartet, waren wir doch mit Wanderhosen und Wanderschuhen fast schon zu gut ausgerüstet. Aber viele andere Besucher haben wohl nicht mit dem defekten Lift gerechnet und sahen nicht so aus, als würden sie es auch wieder hoch schaffen oder waren unpassend gekleidet. Wir haben Menschen mit Sonnenbrille gesehen, aber auch Damen mit High Heels und Männer mit Flip Flops. Das Tückische ist, dass es nach unten in die Höhle immer irgendwie geht, aber nach oben wurde es ziemlich sicher sehr anstrengend für einen Großteil der Besucher.

Es war ziemlich düster, aber die interessantesten Stellen waren halbwegs gut beleuchtet. Sonderlich gute Fotos kann man hier auch mit einem lichtstarken Objektiv nicht machen, außer man nimmt das Stativ mit, aber das wollte ich dann doch nicht mit mir rum tragen.

In den Tiefen des Carlsbad Caverns National Park

Unten angekommen sind wir die Big-Room-Tour gelaufen und da wir zeitig dort waren war auch kaum jemand unterwegs.
Auch hier ist es sehr beeindruckend, teilweise ist der Saal bis zu 110 Meter hoch und es gibt riesige Stalagniten und Stalagtiten.
Mit der MagLite haben wir manchmal versucht etwas Licht ins Dunkel zu bringen, aber viel gesehen hat man damit auch nicht. Die wichtigsten Stellen waren ja beleuchtet.

Nach dem Ende des Rundwegs kamen wir zur Restarea und das hat uns wirklich geschockt. Die schöne Höhle und dann ist da ein Kiosk und ein Souvenirladen. Und natürlich der Lift. Irgendwie wirkte das schon fast surreal. 

Wir sind dort kurz auf Toilette und dann haben wir uns an den Aufstieg der Wanderung in den Carlsbad Caverns gemacht, wo uns mittlerweile viele Leute entgegenkamen. Sehr viele haben ihre Fitness definitiv überschätzt und haben schon beim Abstieg Probleme gehabt. Zum Teil unterwegs mit Flip Flops oder hohen Schuhen. Aber vielleicht waren wir nur mal wieder zu gut ausgestattet mit unseren Wanderschuhe, ist ja alles asphaltiert.

Nach gut 45 Minuten waren wir wieder am Tageslicht und wir haben am Aufstieg ordentlich geschwitzt, was vor allem an der hohen Luftfeuchtigkeit hier unten liegt. Haben aber auch sehr viele Leute überholt. Insgesamt waren wir circa 3 Stunden unterwegs.

Im Visitor Center haben wir noch Postkarten gekauft und danach an der Picnic Area zu Mittag gegessen. Insgesamt war uns dieser Park zu kommerziell und die Souvenirshops haben unseren Eindruck des tollen Höhlensystems etwas getrübt.

Fahrt nach Alamogordo

Wir sind dann auf der 285 bis Artesia gefahren und dann dort auf die 82 nach Alamogordo abgebogen, denn dort wollten wir wieder auf dem KOA zelten.

Die Straße 82 führt durch die tolle Berglandschaft des Lincoln National Forests und nach so viel Wüste hat uns der Anblick von Bäumen und Bächen sehr gut gefallen.

Leider wurde uns die letzte freie Tentsite am KOA gerade von einer Frau weggeschnappt, sodass wir uns im Motel 6 einquartiert haben.

Das Zimmer war soweit okay und das WIFI sehr schnell.

Abendessen gab es heute bei IHOP und danach wurde noch im Walmart eingekauft. Da wir noch nicht schlafen wollten sind wir mal jede einzelne Regalreihe abgelaufen und haben uns die vielen Produkte angesehen. Zum Teil unglaublich, was es so alles gibt und in wie vielen Variationen.

Gefahrene Meilen: 226 (ca. 363 Kilometer)
Kosten Motel: 50,73$

Weiter im Reisebericht geht es hier mit Tag 25.

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