Indian Cove Campground – Erfahrungsbericht

Indian Cove Campground – Erfahrungsbericht

Während unseres Roadtrips durch den Südwesten der USA machten wir auf dem Indian Cove Campground für eine Nacht Station, da alle anderen Campingplätze des Joshua Tree National Parks bereits belegt waren. Am nächsten Tag besuchten wir dann den Wüstenpark und wanderten diverse Trails ab. Als Ausgangspunkt war er uns daher sehr nützlich, weshalb wir auch für den Indian Cove Campground einen Erfahrungsbericht geschrieben haben.

Lage und Erreichbarkeit

Der für US-Verhältnisse nicht gerade große Campground (aber immerhin 101 Stellflächen) liegt im Nordteil des Joshua Tree National Parks und ist nur über eine Stichstraße zu erreichen. Eine Verbindung zu der zentralen Infrastruktur des Parkes gibt es nicht. Zumindest nicht für normale PKW. Im Park selbst gibt es zahlreiche weitere Campgrounds, welche man ansteuern kann.

Sonnenuntergang im Joshua Tree National Park
Unser Blick auf die Felsen im Sonnenaufgang von unserer Tentsite aus

Man erreicht den Platz über die erwähnte Stichstraße auf welche man vom Highway 62 abbiegt. Er liegt relativ mittig zwischen den Orten Joshua Tree Village im Westen und Twentynine Palms im Osten. Auch wenn es keine Anbindung zum restlichen Park gibt, ist der Campground Teil dessen und südlich der Stellplätze beginnt das sogenannte Wonderland of Rocks. Fährt man die Straße (Indian Cove Road) ein Stück weiter, dann gelangt man an den Rattlesnake Canyon Trailhead. Vor Klapperschlangen sollte man sich auch durchaus in Acht nehmen.

Stellplatz

Die unterschiedlichen Stellplätze sind sowohl für Wohnmobile und Gespanne, in den USA RV und Trailer genannt, als auch für Zelter geeignet. Man fährt auf den Platz und sucht sich eine freie Stellfläche, baut sein Zelt auf und registriert sich anschließend am Eingang per Self-Registration. Das System basiert auf Vertrauen, es wird aber auch immer wieder mal durch die Ranger kontrolliert.

Chevrolet Malibu auf dem Indian Cove Campground
Das Auto kann direkt an der Tentsite parken

Die Gegen ist voller Steine, Felsen und Sand. Das macht sich natürlich auch beim Zelten bemerkbar, sodass man keine weiche Wiese erwarten darf. Eine Plane zum Unterlegen ist nützlich um den Zeltboden nicht zu beschädigen. Das Auto kann bei den meisten Tentsites in nächster Nähe geparkt werden. Je nach Stellplatz und Sonnenstand können die Felsen Schatten spenden oder eben nicht. Tagsüber kann es sehr heiß werden und nachts strahlen die Felsen lange noch eine wohlige Wärme ab.

Ausstattung und Komfort

Der Indian Cove Campground ist ein sehr einfacher Campingplatz. Komfort oder gar Luxus darf man hier auf keinen Fall erwarten. Er wird auch durch den Nationalparkservice als wenig ausgebaut gelistet.

Tunnelzelt auf dem Indian Cove Campground
Unser Zelt auf dem großzügigen Stellplatz

So gibt es keine Anschlussmöglichkeiten für Wohnmobilnutzer, nur wenige asphaltierte Straßen, aber dafür viel Abenteuer zwischen den Felsen. Personal ist nur sporadisch vor Ort und jeder Stellplatz ist mit Tisch und Bank sowie einer Feuerstelle oder einem Grill ausgestattet. Für die Müllentsorgung ist gesorgt, es sind dafür vorgesehene Container aufgestellt.

Sanitäranlagen

Im Grunde ist dieser Abschnitt, wie auch schon im Beitrag zum Pine Springs Campground, in unserem Indian Cove Campground Erfahrungsbericht schnell abgehakt. Ja, es gibt Sanitäranlagen, aber in einfachster Form. Über den Platz verteilt sind kleine Hütten mit Plumpsklos aufgestellt. Es gibt kein fließendes Wasser auf dem gesamten Platz, weder Trinkwasser noch Brauchwasser. Das muss man sich als Camper demnach selbst mitbringen. Duschen gibt es demnach auch nicht. Sauberkeit ist okay, aber es sind eben klassische „Donnerbalken“.

Sanitäranlage im Indian Cove Campground
Toilettenhäuschen im Indian Cove Campground

Unser Fazit zum Indian Cove Campground

Um unseren Indian Cove Campground Erfahrungsbericht abzuschließen, wollen wir noch einmal darauf hinweisen, dass man bei diesem Platz keinerlei Luxus oder Komfortausstattung erwarten darf. Wer das nicht benötigt und seinen eigenen Wasservorrat mitbringt, wird mit einem schönen Zeltplatz inmitten der Wüstenlandschaft mit ihren vielen Felsen belohnt werden.

Uns hat der Abend und die Nacht vor Ort gut gefallen und das Nötigste wie Toiletten und Tisch mit Bank war vorhanden. Mit 20 Dollar fällt der Preis jedoch für das Gebotene recht hoch aus, aber leider sind alle Campgrounds in Kalifornien recht hochpreisig. Nimmt man das kalifornische Preisniveau als Grundlage, dann sind 20 Dollar zumindest angemessen.

Solltet ihr also im Joshua Tree National Park keinen Platz mehr auf den anderen Campgrounds finden, dann schaut auf diesem hier beschriebenen vorbei.

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