Albanien Roadtrip Tag 10: Von Saranda nach Pogradec

Albanien Roadtrip Tag 10: Von Saranda nach Pogradec

Unser Fahrtag beginnt

Heute stand der lange Fahrtag zu unserem nächsten Apartment in Pogradec auf dem Programm. Es sind ja nur in etwa 280 Kilometer, aber auf schlechten und engen Straßen, sodass wir tatsächlich von einem ganzen Tag Fahrt ausgegangen sind. Aus diesem Grund sind wir schon sehr früh auf den Beinen gewesen. Länger schlafen war aufgrund sehr lauter Geräusche von der Baustelle nebenan kaum möglich gewesen. Zum Teil war das auch Mitten in der Nacht zu hören gewesen und wir haben uns schon gefragt, ob es Diebe oder Bauarbeiter waren.

Gestern Abend hatten wir ja unser Gepäck bereits zum größten Teil gepackt, von daher waren wir auch sehr früh schon auf der Straße. Das Apartment bei Romario hat uns sehr gut gefallen, die Aussicht war gigantisch und er und seine Mutter super nette Gastgeber. Von uns eindeutig zu empfehlen. Das Haus ist noch zum Teil eine Baustelle, da noch nicht jedes Stockwerk ausgebaut ist. Hat aber auch seinen ganz eigenen Reiz.

Sarandas Küste mit dem rosa Haus Romarios

Von Saranda nach Pogradec

Um kurz nach acht Uhr fuhren wir ab. Anfangs war uns die Strecke schon gut bekannt, denn bis Gjirokastra sind wir bereits an Tag 7 unserer Reise durch Albanien gekommen. Bei dem „großen“ Supermarkt hielten wir noch einmal an und füllten unsere Wasservorräte auf. Bei Luzat bogen wir dann nach rechts auf die SH75 ab, die in einem überraschend guten Zustand war. Hier hatte ich im Vorfeld absolute Horrorstories im Internet gelesen. Aber der Zustand albanischer Straßen ändert sich eben auch sehr schnell. Mal von schlecht in gut, meist von gut in schlecht.

Fahrt entlang der SH75

In Permet, der Stadt mit starkem kommunistischen Flair sind wir kurz mit dem Auto durch die Innenstadt gefahren und haben an der Brücke über den Fluss für einen Fotostopp gehalten. Wir hatten eigentlich den Plan uns die Stadt ein wenig zu Fuß anzusehen, aber wollten dann doch lieber zügig weiterfahren, denn den spannendsten Teil der Strecke hatten wir ja schließlich noch vor uns.

In Permet

Weiter über die SH75 ging es bis Carshove, wo wir auf die sehr gut ausgebaute SH80 abbogen und dieser bis kurz vor die griechische Grenze folgten. Aber nur kurz, denn wir nahmen dann die SH65 und folgten dieser bis Leskovik, wo wir wieder auf die ursprüngliche SH75 abbogen. 

Kurzer Fotostopp an der SH75

Deren Zustand war nun nicht mehr so gut und viele Kurven erschwerten das Vorankommen in hohem Tempo. Aber so macht der Roadtrip auch richtig Spaß. Es war angenehm warm, aber nicht zu heiß, tolle Landschaft und wir hatten gute Musik, dank Bluetooth im Auto.

Die SH75 war im Großen und Ganzen auch recht gut zu fahren und auf keinen vergleichbar mit der SH78, welche auch Schlangenstraße genannt wird. Diese sind wir nach unserem Besuch am Blue Eye entlang gefahren.

Mittagspause im Wald hinter Leskovik

Kurz hinter Leskovik überkam uns der Hunger und wir bogen auf einen Waldweg ab und fuhren den kurzen Weg bis zu obiger Lichtung. Dort konnten wir im Schatten der Bäume parken und zu Mittag essen. Der Duster mit seiner hohen Bodenfreiheit ist dafür wirklich super geeignet. Wir waren gestärkt und es ging weiter durch die Wälder entlang der engen Straße.

Landschaftlich wurde es nochmal einen Ticken besser. Kurven, Wald, Seen und Berge waren zu sehen. Und zwei Highlights für albanische Verhältnisse. Einmal ein Campingplatz mitten im Wald und außerdem ein Blockhaus, welches als Restaurant dient. Aber wir hatten weder unsere Campingausrüstung dabei, noch hatten wir Hunger, also fuhren wir an beiden Attraktionen vorbei.

Ein gutes Stück vor der großen Stadt Korca war die Straße dann frisch ausgebaut und wir kamen deutlich besser voran. Vor allem heute sind uns auch wieder die vielen alten Mercedes aufgefallen, die hier in Albanien unterwegs sind. Auf jeden Fall die beliebteste Automarke, so scheint es. Vielleicht liegt das auch an der Qualität der alten Benz?

Auch die Straße SH3 von Korca nach Pogradec ist gut ausgebaut, auch dank der finanziellen Unterstützung durch Saudi Arabien. Nur die Ortsumgehungen fehlen überall und man ist immer wieder am abbremsen für Ortschaften.

Ankunft in Pogradec am Ohrid-See

Nach guten sieben Stunden Fahrt waren wir am Ziel, dem Apartment Plaisir, angekommen. Dieses liegt direkt an der Promenade Pogradecs am Ohrid-See.

Nach kurzer Suche und einem Anruf bei unserer Vermietern kam eine junge Frau zu uns und zeigt uns das Apartment.

Blick von der Terrasse auf den Ohrid-See

Highlight war ganz klar die riesige Terrasse mit direktem Blick auf den See. Auch das Apartment ist schön groß und die Küche reichhaltig bestückt. Das Bad hat endlich mal ein Fenster und eine westliche Duschwanne, sodass man nicht ständig das gesamte Bad flutet.

Wir holten unser Gepäck nach oben und mussten dabei ein Stück weit laufen, denn es gab in der Nähe keinen freien Parkplatz und zudem betritt man das Haus über einen Hinterhof. Wir holten einige Dinge beim nahe gelegenen Star Market und kauften auch Brot bei einer Bäckerei direkt. Auf der Terrasse gab es dann eine Brotzeit für uns. Nach der langen Fahrt waren wir doch ganz schön hungrig. Man merkt schon am späten Nachmittag den deutlichen Temperaturunterschied zu Saranda. Wir saßen nicht mehr oben ohne und in Badehose draußen, sondern in Jogginghose und Pullover.

Gefahrene Kilometer: 287

Kosten Apartment: 40,00 €

Weiter geht es mit dem Reisebericht und Tag 11.

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