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Reisetipp Albanien: Burg von Berat

Während unserer Reise durch das abenteuerliche Albanien haben wir viele verschiedene Burgen besuchen können. Von entlegenen Festungsanlagen wie beispielsweise der Festung von Porto Palermo bis hin zu den Burgen hoch über den albanischen Städten Gjirokastra oder Saranda. Die Burg von Berat thront ebenfalls hoch über der Stadt und verspricht somit tolle Ausblicke auf die jeweilige Umgebung.

Mehr zu unserer abenteuerlichen Reise durch Albanien findet man in unserem ausführlichen Reisebericht.

Von der Hafenstadt Vlora aus, unserem ersten mehrtägigen Stopp in Albanien, machten wir uns auf den Weg ins Landesinnere nach Berat. Seit 2008 ist die Stadt der tausend Fenster, wie Berat auch genannt wird, UNESCO Welterbe. Uns lockte vor allem die Burg von Berat und genau diese wollen wir gerne näher vorstellen.

Die Burg von Berat im Überblick

Homepage:www.albania.al
Beste Jahreszeit:Ganzjährig besuchbar, aber wir empfehlen Frühjahr bis Herbst
Fakten und Zahlen:– Name der Burg von Berat ist Kalaja, sie ist das Wahrzeichen Berats
– zusammen mit der Stadt ist die Burg von Berat eine der wichtigsten Sehenswürdigkeiten Albaniens
– Stadt der tausend Fenster mit viel osmanischer Architektur
– seit 2008 UNESCO Welterbe
Unsere Highlights:– der steile Anstieg von Berats Innenstadt aus
– das Erkunden der weitflächigen Festungsanlage
– die gute Aussicht auf die Umgebung und die Stadt der tausend Fenster

Allgemeines zur Burg von Berat

Die Burg von Berat ist nicht einfach nur eine Ruine oder eine Festung wie so viele andere Sehenswürdigkeiten dieser Art. Im Gegenteil, sie beheimatet noch heute einen eigenen Stadtteil Berats und wird im Albanischen Kalaja genannt. Diese erhebt sich auf einem Hügel beinahe 200 Meter über den anderen Stadtteilen und wurde als Motiv beispielsweise auf der albanischen 10 Lek-Münze aufgeprägt.

Ein Teil der ehemaligen Festungsanlage der Burg von Berat
Ein Teil der ehemaligen Festungsanlage der Burg von Berat

Schon zu Zeiten der Antike war der Berg besiedelt und mit Befestigungen versehen. Im Laufe der Jahrhunderte wurde die Burg von Berat immer wieder umgestaltet oder wiederaufgebaut. Zuletzt wohl umfassend im 13. Jahrhundert unter osmanischer Herrschaft. Zu dieser Zeit entstanden die Befestigungsanlagen, von denen die Umfassungsmauer noch komplett erhalten ist, sowie das heutige Stadtviertel im Inneren der Mauern.

Blick von der Burg von Berat hinunter auf das Stadtviertel Gorica
Blick von der Burg von Berat hinunter auf das Stadtviertel Gorica

Dank der großen Fläche im Inneren war es möglich, viele Einwohner Berats aufzunehmen. Zusammen mit dem historischen Zentrum der Stadt ist die Burg von Berat Teil des UNESCO Welterbes. Innerhalb der Mauern sind die Gassen eng und verwinkelt.

Das Stadtviertel Kalaja im Inneren der Mauern der Burg von Berat. Die Häuser mit den vielen Fenstern sind in osmanischer Architektur gehalten und werden teilweise noch immer bewohnt.
Das Stadtviertel Kalaja im Inneren der Mauern der Burg von Berat. Die Häuser mit den vielen Fenstern sind in osmanischer Architektur gehalten und werden teilweise noch immer bewohnt.

Die Bebauung ist sehr dicht gehalten und neben vielen Wohnhäusern kann man auch einige Kirchen und Moscheen, zum Beispiel die Rote Moschee als eine der ältesten Moscheen des Landes, vorfinden. Doch gerade im Westen der Anlage findet man auch freie Flächen und viele Ruinen und auch der Nordeingang mit dem befestigten Innenhof lädt zum Erkunden ein.

Wie kommt man zur Burg von Berat und wo kann man parken?

Die Stadt Berat liegt im Landesinneren Albaniens in der südlicheren Hälfte des Landes am Mittelmeer. Zu erreichen ist die Stadt vor allem von Norden her über die SH 73, auch wenn diese zum Zeitpunkt unseres Besuch in keinem allzu guten Zustand war, so ist der Zustand dem der SH 74, welche sich von Süden her nähert, bei weitem überlegen. Für letztere Straße sollte man auf jeden Fall über ausreichend Bodenfreiheit verfügen oder abwarten, bis die Straße asphaltiert und in Stand gesetzt wurde.

Unterwegs auf albanischen Landstraßen kann man durchaus einmal auf Pferdekutschen treffen. Auf dem Weg nach Berat auf Höhe einer Tankstelle.
Unterwegs auf albanischen Landstraßen kann man durchaus einmal auf Pferdekutschen treffen

Die Burg von Berat liegt auf dem Berg im Grunde mitten in der Stadt. Es ist möglich mit dem Auto direkt bis vor den Eingang der Burg zu fahren und dort zu parken. Wir haben jedoch im Stadtteil Mangalem unser Fahrzeug abgestellt. Direkt auf dem Platz vor der St. Demetrius Kathedrale. Gegen eine geringe Gebühr an einen Aufseher durften wir dort parken.

Parkplatz an der St. Demetrius Kathedrale von Berat unterhalb der Burg von Berat.
Nahe der St. Demetrius Kathedrale konnten wir unseren Mietwagen abstellen

Über die Rruga Antipatrea sowie die Rruga Mihal Komnena, hier beginnt der steile Aufstiegt, geht es dann hinauf zur Burg von Berat. Auf halber Höhe gibt es dann sogar eine Abkürzung hinauf zur Burg, sodass man der Straße nicht komplett folgen muss.

Über die Rruga Mihal Komnena geht es steil bergauf zur Burg von Berat
Über die Rruga Mihal Komnena geht es steil bergauf zur Burg von Berat

Unser Besuch der Burg von Berat

Von Vlora aus fuhren wir mit unserem Mietwagen, einem Dacia Duster, über Fier nach Berat. Anfangs kamen wir auf der Autobahn noch zügig voran, doch ab Fier wurde es zäh. Die SH 73 war in keinem guten Zustand und wir froh über die gute Bodenfreiheit des Dusters. Insgesamt haben wir für die 85 Kilometer von Vlora nach Berat zweieinhalb Stunden benötigt.

Der Parkplatz oben auf dem Hügel direkt vor dem Nordtor der Burg von Berat
Der Parkplatz oben auf dem Hügel direkt vor dem Nordtor der Burg von Berat

Eigentlich kann man mit dem Auto direkt hoch zur Burg von Berat fahren, doch aufgrund einer Baustelle, die Straße wurde gerade saniert, war das für uns nicht möglich. Daher parkten wir auf einem großen Platz zwischen Kirche und Moschee. Die Baustelle entlang ging es dann zu Fuß steil bergauf bis wir die Burg von Berat erreicht hatten.

In der Mitte des Bildes sieht man die Kathedrale St. Demetrius vor welcher wir unseren Mietwagen geparkt hatten
In der Mitte des Bildes sieht man die Kathedrale St. Demetrius vor welcher wir unseren Mietwagen geparkt hatten

Dort haben wir den Eintritt für zwei Personen bezahlt und anschließend die Aussicht von den Ruinen der Mauern genossen. Das nutzten auch viele Hochzeitspaare für ihre Fotos, denn viele Paare waren gerade dabei Fotos auf den Mauern schießen zu lassen.

Auf unserem Streifzug durch die Gassen von Kalaja sowie entlang der Befestigungsmauern hatten wir immer wieder tolle Ausblicke auf Berat
Auf unserem Streifzug durch die Gassen von Kalaja sowie entlang der Befestigungsmauern hatten wir immer wieder tolle Ausblicke auf Berat

Nach einem kleinen Snack haben wir das Burgareal erkundet. Nichts ist hier gesichert und abgesperrt, sodass wir auch auf hohen Mauern herumklettern konnten. Immer wieder hatten wir einen tollen Ausblick auf die Stadt Berat, dessen Altstadt auch Stadt der Tausend Fenster genannt wird.

Die Burg von Berat ist auch eines unserer 10 Highlights in Albanien.

Das Umherstreifen in den Gassen der Burganlage hat uns großen Spaß gemacht, doch irgendwann mussten wir den Burgberg wieder hinabsteigen. Nachdem wir am Ausgang noch Postkarten gekauft hatten, marschierten wir den steilen Berg hinab zu unserem Parkplatz.

Blick über die alten osmanischen Häuser von Kalaja auf das Tal bei Berat
Blick über die alten osmanischen Häuser von Kalaja auf das Tal bei Berat

Unser persönliches Fazit zur Burg von Berat

Unser Ausflug nach Berat hat uns sehr gut gefallen und die lange Fahrtzeit von Vlora nach Berat hat sich auf jeden Fall gelohnt. Auch, wenn wir uns beinahe ausschließlich auf die Burg von Berat, mit dem Namen Kalaja, konzentriert hatten, haben wir von der Stadt einiges gesehen.

Häuser wie dieses findet man immer wieder in Berat. Nicht umsonst heißt die Stadt auch Stadt der tausend Fenster.
Häuser wie dieses findet man immer wieder in Berat. Nicht umsonst heißt die Stadt auch Stadt der tausend Fenster.

Vom Burgberg und den Mauern aus konnten wir das umliegende Gelände sehr gut überblicken. So sahen wir beispielsweise hinüber auf den Stadtteil Gorica, der mit seiner osmanischen Architektur und den vielen Fenstern zu begeistern weiß. Doch auch der Blick ins Tal und auf die umliegenden Berge hat uns gut gefallen.

Das Erkunden der Mauern der Burg von Berat hat uns großen Spaß bereitet
Das Erkunden der Mauern der Burg von Berat hat uns großen Spaß bereitet

Toll war auch, dass wir das weitflächige Burgareal frei erkunden konnten. Bewaffnet mit Kamera und Reiseführer ziehen wir so gerne auf eigene Faust los und lassen die besuchten Orte auf uns wirken. Auch, wenn der Anstieg hinauf zur Burg von Berat steil und mühsam ist, lohnt sich der Besuch der Festung und wir waren froh, diesen Ort besucht zu haben.

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