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Reisetipp Norwegen: Wanderung auf den Molden (1.118 Meter) am Lustrafjorden

Während unserer Reise durch Norwegen im Frühsommer haben wir trotz Schnee und immer wieder Regen so einige Wanderungen unternehmen können. Meist ging es dabei hoch hinaus. So auch in diesem Fall, als wir uns an die Wanderung auf den Molden machten. Diese Bergtour stellen wir euch im Folgenden näher vor.

Mehr zu unseren Erlebnissen und Eindrücken unserer Tour durch Norwegen findet Ihr in unserem Reisebericht!

Aufmerksam geworden sind wir auf den Molden durch einen Blogbeitrag von Conny & Sirko auf nordlandblog. Die Beiden sind von der Tour auf den Molden jedenfalls auch sehr begeistert.

Die Wanderung auf den Molden im Überblick

Homepage:Keine offizielle Homepage bekannt
Beste Jahreszeit:Sommer und früher Herbst (vor dem ersten Schnee)
Fakten und Zahlen:– 1.118 Meter Höhe
– insgesamt circa 8 Kilometer
– etwa 630 Höhenmeter vom Parkplatz zum Gipfel
– circa 4 Stunden Zeitbedarf (hin und zurück)
Unsere Highlights:– Herrlicher Ausblick auf Berge und Fjord bei gutem Wetter
– die schneebedeckten Gipfel der umliegenden Berge
– gut ausgebauter Wanderparkplatz mit Picknickmöglichkeit und Toiletten

Allgemeines zur Wanderung auf den Molden

Der Molden liegt südlich des Jostedalsbreen Nationalpark am Westufer des Lustrafjords, einem Ausläufer des Sognefjords. Unweit vom Berg führt die Straße 55 von Sgndalsfjøra in Richtung Skjolden vorbei, sodass die Anfahrt zum Wanderparkplatz Krossen gesichert ist.

Die Infotafel zur Tour auf den Molden am Parkplatz Krossen
Die Infotafel zur Tour auf den Molden am Parkplatz Krossen

Die Route auf den Molden ist dort auf einer mehrsprachigen Tafel dargestellt, sodass man sich vor Abmarsch noch einen Überblick verschaffen kann. Für die insgesamt circa 8 Kilometer und 630 Höhenmeter sollte man in etwa 4 Stunden einplanen um die Aussicht auf dem Gipfel auch genießen zu können. Immer vorausgesetzt, dass das Wetter mitspielt und nicht alles wolkenverhangen ist.

Bei unserer Tour wollte das Wetter nur so halb mitspielen, doch die Aussicht genießen konnten wir trotzdem
Bei unserer Tour wollte das Wetter nur so halb mitspielen, doch die Aussicht genießen konnten wir trotzdem

Angegeben ist die Wanderung auf den Molden auf der Infotafel mit dem roten Schwierigkeitsgrad, was eine anspruchsvolle Wanderung bedeutet. Auch, wenn der Molden niedriger ist als beispielsweise das Bitihorn, so ist die Schwierigkeit unserer Meinung nach vor allem von der Jahreszeit sowie der Witterung abhängig.

Besonders matschige Stellen des Weges auf den Molden werden auf Bohlenbrettern überquert
Besonders matschige Stellen werden auf Bohlenbrettern überquert

Im Frühjahr und Frühsommer können so noch Schneefelder zu queren sein oder die Wanderwege sind matschig, nass und rutschig. Bei solchen Bedingungen solltet Ihr gut aufpassen, um nicht auszurutschen.

Mehr zu unserer Wanderung auf das Bitihorn findet Ihr ebenfalls auf unserem Blog!

Wichtig zu wissen ist, dass die Besteigung des Molden keine Rundwanderung ist. Man muss demnach den Weg wieder hinabsteigen, welchen man zuvor hinaufgestiegen ist.

Wie kommt man zum Ausgangspunkt der Wanderung auf den Molden?

Als Ausgangspunkt für die Wanderung auf den Molden bietet sich der Wanderparkplatz Krossen an. Dort beginnt auch der offizielle Weg hinauf auf den Gipfel. Erreicht wird der Parkplatz indem man die Straße 55 zwischen Gaupne und Hafslo verlässt und der Beschilderung „Mollandsmorki“ folgt. Nach circa 2,5 Kilometer Strecke erreicht man dann den Parkplatz.

Der Wanderparkplatz Krossen ist der Ausgangspunkt der Wanderung auf den Molden
Der Wanderparkplatz Krossen ist der Ausgangspunkt der Wanderung auf den Molden

Dieser bietet einige Parkplätze und sogar Toiletten sowie Tische und Bänke stehen dort bereit um sich nach der Wanderung noch kurz ausruhen zu können.

Unsere Wanderung auf den Molden

Trotz mäßiger Wettervorhersage wollten wir die Tour auf den Molden wagen und kaum hatten wir unser Auto auf dem Parkplatz Krossen abgestellt, versprach der Regenradar unserer Wetterapp ein regenfreies Zeitfenster von circa drei Stunden. Also schnürten wir unsere Wanderstiefel und machten uns auf den Weg.

Anfangs waren die Wege in Richtung Molden noch breit und dadurch gut zu begehen
Anfangs waren die Wege in Richtung Molden noch breit und dadurch gut zu begehen

Auf wurzligen Waldwegen ging es bergauf doch nach einiger Zeit wurde es steiniger und auch steiler. Alles in allem aber kein Vergleich zur Tour in Åndalsnes wo es ja nonstop steil bergauf ging.

Der Weg auf den Molden bietet immer wieder grandiose Aussichten
Der Weg auf den Molden bietet immer wieder grandiose Aussichten

Immer wieder gab es entlang des gut markierten Wanderweges Aussichtspunkte mit Blick auf die umliegenden Berge und den Lustrafjord. Ab und an nieselte es leicht, doch das war nicht weiter dramatisch. An der alten Farm Svarthiller, eine Hütte steht noch ist jedoch nicht betretbar, konnten wir eine kurze Pause einlegen.

Blick zurück auf die alte Farm Svarthiller am Hang des Molden
Blick zurück auf die alte Farm Svarthiller am Hang des Molden

Jetzt waren wir auch über der Baumgrenze und der Weg wurde nochmal steiler. Ab und an gab es Bohlenbretter oder steinerne Treppen was das Vorankommen erleichterte, doch insgesamt war der Weg hier oben nicht mehr so breit wie kurz nachdem wir den Parkplatz Krossen verlassen hatten.

Kaum waren wir oberhalb der Baumgrenze wurde der Weg auf den Molden steiniger und stellenweise auch rutschiger
Kaum waren wir oberhalb der Baumgrenze wurde der Weg steiniger und stellenweise auch rutschiger

Auch Schneefelder mussten wie queren doch irgendwann hatten wir den steinigen Gipfel erreicht.

Auch Schneefelder mussten wir überqueren um den Gipfel des Molden zu erreichen
Auch Schneefelder mussten wir überqueren um den Gipfel des Molden zu erreichen

Nach einigen Fotos am Gipfelstein liefen wir entlang des Plateaus zur Hütte, welche leider schon belegt war. Also setzten wir uns an einem Stein bei den Antennen hin und aßen zu Mittag. Nach 20 Minuten wurde uns etwas kühl, sodass wir uns an den Abstieg machten.

Blick über das Gipfelplateau des Molden, im Hintergrund die Antennen an welchen wir Rast machten
Blick über das Gipfelplateau des Molden, im Hintergrund die Antennen an welchen wir Rast machten

Kaum waren wir zurück am Auto setzte auch schon der erwartete Regen ein. Insgesamt haben wir für die circa 8 Kilometer 3,5 Stunden gebraucht. Da ist aber auch unser Aufenthalt am Gipfel mit eingerechnet. Eine tolle Wanderung mit für uns angenehmen Schwierigkeitsgrad und schönen Ausblicken vom Gipfel.

Unser persönliches Fazit zur Wanderung auf den Molden

Alles in allem hat uns die Wanderung auf den Molden sehr gut gefallen, wenngleich sie auch weniger spektakulär war als beispielsweise unsere Tour auf das Bitihorn oder die Wanderung zum Høgaksla von Åndalsnes aus.

Stellenweise ging es auch wirklich ordentlich bergauf auf den Molden, doch Steintreppen halfen bei den schwierigsten Passagen
Stellenweise ging es auch wirklich ordentlich bergauf, doch Steintreppen halfen bei den schwierigsten Passagen

Trotz einiger steiler Abschnitte und zu querender Schneefelder war die Tour sehr gut zu meistern und hat uns immer wieder mit tollen Ausblicken belohnt. Vor allem die Kombination aus Fjord und noch leicht schneebedeckten Bergen faszinierte uns immer wieder.

Der Blick über das Plateau des Molden mit den noch schneebedeckten Gipfeln im Hintergrund hat uns super gefallen
Der Blick über das Plateau des Molden mit den noch schneebedeckten Gipfeln im Hintergrund hat uns super gefallen

Wir können die Wanderung auf den Molden daher guten Gewissens weiterempfehlen, sie ist auch prima geeignet, wenn man nicht den ganzen Tag mit Wandern verbringen möchte. Nur das Wetter sollte mitspielen, wenn gar keine Sicht vorhanden ist, weil es einfach zu viele und zu dichte Wolken sind, dann hat man von den tollen Aussichtsmöglichkeiten nicht viel. Das gilt in Norwegen genauso wie auf allen anderen Bergen dieser Welt.

Weiteres zur Norwegen auf unserem Blog!

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