Ausflugstipp Sachsen: Spazieren am Bismarckturm in Leipzig Lützschena-Stahmeln

Ausflugstipp Sachsen: Spazieren am Bismarckturm in Leipzig Lützschena-Stahmeln

Das ganze Jahr über verreisen. Das dürfte für viele Menschen, uns eingeschlossen, eine absolute Wunschvorstellung sein. Doch leider ist ein solcher Lebensstil nicht allzu vielen von uns vergönnt. Doch um etwas zu erleben muss man ja auch nicht zwangsläufig in die Ferne reisen. Wir wollen daher Anregungen geben, was alles an Wochenenden, im Urlaub oder an Feiertagen unternommen werden kann.

Ein weiterer, sehr empfehlenswerter, Aussichtsturm in Sachsen ist der Maria Josefa-Turm bei Chemnitz.

Den ein oder anderen Turm in Sachsen haben wir mittlerweile erklommen und die zum Teil sehr schönen Ausblicke auf die jeweilige Umgebung genossen. Heute wollen wir euch den Bismarckturm in Leipzig näher vorstellen. Auch, wenn diese historischen Denkmäler in letzter Zeit umstritten sind, so ist der Turm im Leipziger Stadtteil Lützschena-Stahmeln ein attraktives Ziel für einen Spaziergang außerhalb enger Stadtstraßen.

Bismarckturm in Leipzig im Überblick

Homepage:www.bismarckturm-verein.de
Öffnungszeiten:Jeden ersten Sonntag im Monat, im Sommer jeden Sonntag. Jeweils von 14:00 bis 16:00 Uhr
Kosten:Erwachsene: 2,00 €
Kinder: 0,50 €
Aktivitäten:Spaziergang, Aussicht, Wandern, Radfahren, Veranstaltungen, Besichtigung
Jahreszeit:Ganzjährig, allerdings im Frühling und Sommer am schönsten

Was gibt es Allgemeines zum Bismarckturm in Leipzig zu sagen?

Der Bismarckturm in Leipzig ist im Stadtteil Lützschena-Stahmeln gelegen und befindet sich demnach im Norden der sächsischen Großstadt. Zwischen Flughafen Leipzig / Halle und Auwald gelegen bietet der Turm mit der umliegenden Allee und den Wiesen ein gutes Ziel für einen Spaziergang.

Mit einer Höhe von 30,75 Metern ist der höchste Aussichtspunkt im Leipziger Norden. Das Bauwerk an sich ist damit auch höher als der Wasserturm Rückmarsdorf, welcher einen guten Blick auf Leipzig von Westen aus ermöglicht.

Im Jahr 1914 erbaut und 1915 eingeweiht, reiht sich der Bismarckturm in Leipzig ein in eine Reihe von über 200 solcher Türme, welche Ende des 19. Jahrhunderts und Anfang des 20. Jahrhunderts zu Ehren des Reichskanzlers Otto von Bismarck überall in Deutschland aus dem Boden schossen.

Der Betonturm in Leipzig besteht aus drei aufeinander stehenden grauen Blöcken, welche sich nach oben hin verjüngen. Die Spitze stellt eine Feuerschale dar und vor dem Bauwerk liegt ein Vorplatz mit Treppe. Darunter eine Wiese mit Sitzbänken.

Betreut wird der Turm auch heute noch durch den Bismarckturm-Verein, welcher sich im Jahr 1913 gründete mit dem Ziel der Errichtung eines Turms zu Ehren des namensgebenden Reichskanzlers. Dieser Verein existierte bis zum Jahr 1939 und wurde dann aufgelöst. Der heutige Verein hat mit dem ursprünglichen nicht mehr viel gemeinsam, wurde er doch erst im Jahre 1997 wieder gegründet mit dem Ziel das Bauwerk zu erhalten und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Seit 1997 ist der Besuch des Turms auch wieder möglich.

Die Krim-Linden-Allee, welche direkt zum Bismarckturm in Leipzig führt
Die Krim-Linden-Allee, welche direkt zum Bismarckturm in Leipzig führt

Interessant ist auch die Krim-Linden-Allee, welche mit 100 Krim-Linden seit 1973 als Naturdenkmal unter besonderem Schutz steht. Diese Allee führt von der Halleschen Straße geradewegs nach Norden zum Turm.

Wie kommt man zum Bismarckturm in Leipzig?

Der Bismarckturm in Leipzigs Norden ist im Grunde genommen sehr leicht zu erreichen. Und das, anders als bei einigen anderen unserer Ausflugstipps, auch sehr gut dem ÖPNV.

So fahren auf den Gleisen parallel zur Halleschen Straße die Straßenbahnen der Linie 11, ja es gibt sogar eine Haltestelle mit dem Namen Hänichen, Bismarckturm. Mit dem Fahrrad könnte man auch mit der S-Bahn bis Leipzig-Lützschena fahren und dann zum Turm radeln, zu Fuß ist das wohl etwas zu weit für einen kleinen Spaziergang.

Mit dem Auto erreicht man den Bismarckturm über die Hallesche Straße und parkt dann am besten am Straßenrand des Windmühlenwegs und geht den Rest zu Fuß. Wer nicht so viel laufen will fährt den Windmühlenweg weiter gen Norden oder parkt direkt am Schrägweg. Wir empfehlen auf Höhe der Grundschule Stahmeln zu parken und über die Krim-Linden-Allee zu laufen.

Was kann man am Bismarckturm in Leipzig unternehmen?

Wie schon gesagt, bietet sich der Turm vor allem als Ziel für einen kleinen Spaziergang an, welchen man auf jeden Fall entlang der tollen Allee führen sollte.

Am Ziel angekommen kann man dann die Aussicht genießen und, sofern geöffnet, auch auf den Turm hinaufsteigen. Die Öffnungszeiten sind jeweils von 14:00 bis 16:00 Uhr am ersten Sonntag eines Monats. Im Sommer sogar an jedem Sonntag.

Doch selbst ohne geöffnet zu sein, lohnt sich der Turm als Ziel für einen kurzen Spaziergang. Die Architektur ist typisch für Bauwerke dieser Art, die Allee, die Wiesen und der Blick auf Leipzig sind allerdings einmalig.

Blick über das Feld auf den Bismarckturm in Leipzig und die Krim-Linden-Allee
Blick über das Feld auf den Bismarckturm in Leipzig und die Krim-Linden-Allee

Alternativ kann man auch mit dem Fahrrad zum Turm radeln oder zu einer der vielen verschiedenen Veranstaltungen kommen, welche am Fuße des Turmes durchgeführt werden. Events wie der Crosslauf, die Sonnenwendfeier oder der Tag des offenen Denkmals werden durch den Verein organisiert und haben mittlerweile Traditionen von zum Teil über 20 Jahren.

Alles in allem ist der Besuch des Bismarckturms in Leipzig ein toller Kurzausflug, vor allem im Frühling und Sommer, wenn die Allee besonders grün strahlt.

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